IKRK

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat seinen Sitz in Genf und ist von dort aus weltweit tätig. Seine humanitäre Mission besteht darin, das Leben und die Würde der Opfer bewaffneter Konflikte zu schützen und menschliches Leid durch die Verbreitung humanitärer Grundsätze und des Humanitären Völkerrechts zu vermindern.

Am 17. Februar 1863 gründeten fünf Personen, darunter Henry Dunant und General Guillaume Henri Dufour, in Genf das «Internationale Komitee für die Hilfe an Verwundeten» – das spätere Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Im Jahr 1864, nur ein Jahr nach Gründung des IKRK, wurde die erste Genfer Konvention zum Schutz von Kriegsopfern verabschiedet. Heute umfasst das Humanitäre Völkerrecht mehrere Konventionen. Als Hüter und Förderer des Humanitären Völkerrechts überwacht das IKRK die Einhaltung der vier Genfer Konventionen von 1949 und deren Zusatzprotokolle von 1977 und 2005.

Das IKRK feierte 2013 sein 150-jähriges Jubiläum.

Das IKRK ist eine neutrale, unparteiische und unabhängige humanitäre Organisation. Obwohl es einen ständigen Dialog mit den Staaten unterhält, besteht es zu allen Zeiten auf seiner Unabhängigkeit. Aufgrund seines klaren Auftrags – dem Schutz der Opfer bewaffneter Konflikte –, seiner Professionalität und der konsequenten Einhaltung der Rotkreuzgrundsätze Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit gehört das IKRK zu den wenigen Organisationen, die bei Kriegen und innerstaatlichen bewaffneten Konflikten privilegierten Zugang zur Ausübung ihrer humanitären Tätigkeit erhalten, einen vertraulichen Dialog mit Staaten führen und Kriegs- und politische Gefangene besuchen dürfen.

Rechtlich gesehen ist das IKRK eine international tätige Schweizer Organisation. Sein Vorstand – das oberste Organ des IKRK – besteht aus maximal 25 Schweizer Staatsbürgerinnen und -bürgern. Sein globales, humanitäres Mandat kann das IKRK jedoch nur mit Mitarbeitenden und Delegierten aus der ganzen Welt realisieren.

Aufgaben des IKRK

  • Überwachung der Einhaltung der Genfer Konventionen
  • Pflege und Versorgung von Verwundeten
  • Schutz und Versorgung der Zivilbevölkerung
  • Besuch von Kriegs- und politischen Gefangenen, Überwachung ihrer Behandlung sowie deren Versorgung
  • Familienzusammenführung sowie die Suche nach vermissten Personen (Suchdienst)
  • Vermittlung zwischen Konfliktparteien

Innerhalb der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung leitet und koordiniert das IKRK die internationalen Hilfsaktivitäten bei bewaffneten Konflikten und anderen Gewaltsituationen.

Das SRK und das IKRK

Das SRK ist auch in fragilen Kontexten aktiv und setzt sich dort für die betroffenen Menschen ein. Wenn immer sich die Möglichkeit bietet, arbeitet das SRK partnerschaftlich mit dem IKRK zusammen oder stellt dem IKRK Fachpersonen für seine Operationen zur Verfügung. Bei der Suche nach Vermissten arbeitet der Suchdienst SRK weltweit mit dem IKRK und den 189 Suchdiensten anderer Nationalen Gesellschaften zusammen.