
Nahost-Konflikt: Das Rote Kreuz wird aktiv
Im Iran, Israel, dem Libanon und zahlreichen weiteren Ländern der Region kam es zu heftigen Angriffen. Die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften stehen im Einsatz. Sie leisten Erste Hilfe und sichern die medizinische Versorgung.
News vom 3. März 2026
Der Konflikt droht sich auf den gesamten Nahen und Mittleren Osten auszuweiten. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) koordiniert seine Hilfe mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und den nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, um seine lokalen Schwestergesellschaften zu unterstützen. Im Libanon, in Syrien, Gaza und im Westjordanland ist das SRK bereits präsent.
Alarmstufe Rot für den Iranischen Roten Halbmond
Der Iranische Rote Halbmond ist landesweit einsatzbereit. Er verfügt im ganzen Land über rasch einsatzfähige Hilfsteams, Logistikeinheiten, medizinische Einrichtungen und Apotheken.
Das IKRK ist im Iran, in Israel und in der übrigen Region mit lokalen Teams vertreten.
Israel, Gaza und Westjordanland
Das Schweizerische Rote Kreuz steht in Kontakt mit seiner israelischen Schwestergesellschaft Magen David Adom (MDA). Diese befindet sich in höchster Alarmbereitschaft und mobilisiert ihre 39 000 Freiwilligen und Mitarbeitenden im ganzen Land.
In Gaza und im Westjordanland unterstützt das SRK die Rettungsdienste des Palästinensischen Roten Halbmonds und die medizinische Infrastruktur.
Blutversorgung und mobile medizinische Teams im Libanon
Das SRK verfügt seit 2012 eine eigene Delegation im Libanon. Es arbeitet eng mit dem Libanesischen Roten Kreuz zusammen. Vor Ort unterstützt es unter anderem das Blutspendewesen und mobile medizinische Teams. Der Blutspendedienst des Libanesischen Roten Kreuzes betreibt 13 Zentren im ganzen Land. Im Notfall mobilisiert er über soziale Netzwerke und das Radio innert kürzester Zeit Blutspenderinnen und Blutspender. Die Zentren sind rund um die Uhr geöffnet. Dank der engen Zusammenarbeit mit den Ambulanzdiensten des Libanesischen Roten Kreuzes lässt sich das Blut schnell von einer Region in die andere transportieren.
Ambulanzdienste in Syrien
Das SRK unterstützt die unentbehrlichen Ambulanzdienste für die syrische Bevölkerung mit 48 Zentren im ganzen Land.
Ausserdem verfügt das SRK seit 2018 über eine eigene Delegation in Syrien. Es unterstützt unter anderem die Ambulanzdienste und die Ausbildung von Samariterinnen und Samaritern des Syrisch-Arabischen Roten Halbmonds.
Zivilpersonen und Ersthelfende müssen geschützt werden
Das SRK erinnert daran, dass nach dem humanitären Völkerrecht zivile Infrastrukturen wie Spitäler, Wohnhäuser und Schulen nicht angegriffen werden dürfen. Das medizinische Personal und Ersthelfende müssen ihre Arbeit sicher ausüben können.

