Suche nach vermissten Personen

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Krieg, Flucht, Migration oder Familienkonflikte – es gibt viele Gründe, warum Familien sich trennen oder getrennt werden. Der Suchdienst SRK begleitet und unterstützt Sie dabei, Ihre Angehörigen zu suchen.

Unser Angebot

  • Wir informieren, beraten und begleiten betroffene Familien.

  • Wir suchen nach vermissten Personen.

  • Wir übermitteln Rotkreuz-Nachrichten.

  • Wir recherchieren über das Schicksal von Vermissten und über Gräber.

  • Wir unterstützen Sie dabei, persönliche Dokumente zu finden und Akteneinsicht zu erhalten.

  • Wir beschaffen Haftbestätigungen vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK).

Bei der Vermisstensuche ist der Suchdienst SRK weltweit tätig: Er arbeitet mit dem IKRK sowie mit über 190 Suchdiensten anderer Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften zusammen.

REDOG

Rettungshunde suchen Vermisste

Ob verwirrte, demente Personen oder verschüttete Menschen – die REDOG-Rettungshundeteams suchen vermisste Personen in der Schweiz. Die Rettungsteams arbeiten alle auf freiwilliger Basis.

REDOG kontaktieren

Wie starte ich eine Suche?

Temporärer Aufnahme-Stopp von neuen Suchanfragen

Aufgrund des durch den Cyber-Angriff entstandenen grossen Rückstandes und des letztjährigen Anstiegs der Anfragen (~ 35%) kann der Suchdienst bis auf Weiteres keine neuen Suchanfragen entgegennehmen. Das Team und die Freiwilligen werden sich in den nächsten Monaten dem Aufarbeiten der bestehenden Suchen widmen.

Wir setzen alles daran, sobald möglich wieder neue Anfragen annehmen zu können. Wir kommunizieren Ende Juli über das weitere Vorgehen.

Kontakt angeben

Sie können uns Ihre Kontaktangaben an tracing@redcross.ch schicken. So können wir Sie per E-Mail oder SMS informieren, sobald wir wieder neue Anfragen entgegen nehmen. Folgende Angaben benötigen wir:

  • Mobil-Telefon oder E-Mail-Adresse

  • Jahrgang

  • Nationalität

UKRAINE-KONFLIKT

Anfragen zu Personen in der Ukraine

Für Informationen und Fragen zum Konflikt in der Ukraine können Sie uns telefonisch (058 400 43 80) kontaktieren.

Was Sie tun können

Folgende Möglichkeiten haben Sie bei der Suche nach Ihren Angehörigen:

  • Bei akut verschwundene Personen in der Schweiz: Melden Sie sich bei der Polizei oder / und REDOG

  • Für vermisste Schweizer und Schweizerinnen im Ausland: Wenden Sie sich an die EDA-Helpline (+41 800 24-7-365 oder helpline@eda.admin.ch)

Netzwerk Suchdienste Schweiz

Folgende Organisationen können Sie in der Personen-Suche unterstützen:

Der Suchdienst SRK arbeitet nach diesen Grundsätzen

  • Ihre persönlichen Daten und die Daten der gesuchten Person behandeln wir streng vertraulich. Wir sprechen die gezielte Verwendung für die Suche vorher mit Ihnen ab.

  • In Absprache mit Ihnen erarbeiten wir ein gemeinsames Vorgehen.

  • Die gesuchte Person fragen wir, ob sie die Zusammenführung wünscht.

  • Unsere Leistungen sind kostenlos. Spenden sind jedoch sehr willkommen.

Fragen und Antworten zum Cyber-Angriff auf das IKRK

Am 18. Januar 2022 entdeckte das IKRK einen Cyber-Angriff auf eine seiner Datenbanken. Die betroffene Datenbank ist Grundlage für die Arbeit unseres Suchdienstes SRK. In der betroffenen Datenbank werden alle Informationen zu Such-Anfragen gespeichert – sowohl laufende Aufträge, als auch Abgeschlossene.

Der Cyber-Angriff wird vom IKRK gründlich untersucht. Sie haben die Daten von über 60 Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften gespeichert und koordinieren den weltweiten Austausch.

Die Urheberinnen und Urheber des Cyber-Angriffs sind nicht bekannt. Bis jetzt gibt es zudem keine Anzeichen dafür, dass die gestohlenen Daten veröffentlicht worden sind.

Um Menschen bei der Suche nach verschwundenen Angehörigen zu unterstützen, benötigen wir diverse Informationen. Wo wurden die Angehörigen das letzte Mal gesehen? Wann hatte man das letzte Mal Kontakt? Jedes Detail kann bei der Suche helfen. Diese Informationen werden im Einverständnis mit den Betroffenen im Netzwerk gezielt geteilt – so erhöhen sich die Chancen vermisste Angehörige zu finden. Damit wir diese Hilfe leisten können, müssen wir häufig personenbezogene Daten sammeln und speichern.

Die Verletzung betraf rund 18’000 Datensätze. Bei den betroffenen Daten handelt es sich um personenbezogene Daten, die uns von Suchenden zur Verfügung gestellt wurden. Darunter sind auch sensible Daten wie z. B.

  • der vollständige Name,

  • Kontaktdaten (E-Mail-Adresse, Telefonnummer usw.),

  • Namen und andere personenbezogene Daten der Familienmitglieder, nach denen gesucht wird,

  • Angaben, die uns zu den Umständen des Verschwindens gemacht wurden und

  • Korrespondenzen und Dokumente für die Suche und die Kontaktaufnahme.

Zum jetzigen Zeitpunkt geht das IKRK davon aus, dass Daten kopiert und exportiert wurden. Bis jetzt gibt es aber keine Anzeichen dafür, dass sie veröffentlicht oder zum Verkauf angeboten wurden. Die IKRK-Teams beobachten die Entwicklung ständig. Der Zugriff auf die Datenbanken wurde durch das IKRK als Schutz-Massnahme sofort weltweit gesperrt.

Das IKRK hat das Ausmass und die Auswirkungen dieses Cyberangriffs untersucht und die Risiken und Auswirkungen bewertet. Die Analyse kann unter folgendem Link eingesehen werden: www.icrc.org/de/document/ikrk-cyberangriff-analyse

Wir bewerten zusammen mit dem IKRK laufend die möglichen Risiken für Betroffene und, falls nötig, treffen wir spezifische Massnahmen für Einzelfälle.

Die Schweizer Behörden wurden transparent und vollständig informiert. Das SRK bleibt mit ihnen in Kontakt und kann auf eine bewährte Zusammenarbeit zurückgreifen.

Das SRK nimmt den Datenschutz und die Informationssicherheit sehr ernst. Wir sichern unsere IT-Systeme nach branchenüblichen Standards und ergreifen wo nötig, alle erforderlichen Massnahmen, um Ihre Daten zu schützen und die potenziellen Risiken so weit wie möglich zu minimieren.

Informieren Sie uns, wenn Ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt. Rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen oder Sorgen haben. Wir sind für Sie da.

Vorsichts-Massnahmen

  • Wenn Sie eine verdächtige E-Mail oder Textnachricht erhalten, löschen Sie die Nachricht sofort und leiten Sie sie nicht weiter. Die Nachricht kann scheinbar von seriösen Quellen stammen (beispielsweise dem Roten Kreuz).

  • Antworten Sie nie auf verdächtige Nachrichten und geben Sie keine persönlichen Daten, wie z.B Benutzername, Passwort, Ausweis-Nummer, Gesundheits-Daten etc. ein.

  • Wenden Sie sich im Zweifelsfall an uns: tracing@redcross.ch / 058 400 43 80

Die Absicht der Cyberkriminellen ist bis jetzt unbekannt. Zum jetzigen Zeitpunkt geht man davon aus, dass Daten kopiert und exportiert wurden. Die Folgen beschränken sich aktuell auf den unerlaubten Zugriff durch Unbefugte. Mögliche weitere Folgen sind im Moment noch unklar.

Wenn Menschen vermisst werden, ist die Angst und Ungewissheit für ihre Familien und Freunde groß. Dieser Cyber-Angriff behindert in hohem Masse unsere Fähigkeit, mit unseren Partnern vom Roten Kreuz und vom Roten Halbmond zusammenzuarbeiten, um Familien Antworten auf die Frage zu geben, wo ihre Angehörigen sind. Jeden Tag hilft die Rotkreuz- / Rothalbmond-Bewegung 12 Menschen den Kontakt mit ihren Angehörigen wiederherzustellen. Diese wichtige Arbeit wird durch den Cyber-Angriff gefährdet.

Weitere IT-Systeme des SRKs sind vom Cyber-Angriff nicht betroffen. Das heisst, es sind ausschliesslich die Daten des Suchdienst SRK betroffen. Daten von Spenderinnen und Spendern sowie andere sensible Daten wie z.B. Patientenverfügungen oder Daten aus dem Register für Gesundheitsberufe sind auf SRK-Systemen gespeichert und somit nicht vom Cyber-Angriff betroffen.

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