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Erdbeben in Venezuela: Hilfe für die Betroffenen

Das Rote Kreuz leistet dringende Rettungseinsätze und medizinische Hilfe für die vom Erdbeben betroffenen Menschen.

Suche, Rettung und Katastrophenhilfe

Im Jahr 2025 war das SRK weltweit und in der Schweiz gefordert. Konflikte, Naturkatastrophen und Krankheitsausbrüche stellten betroffene Gemeinschaften vor enorme Belastungen und verlangten schnelle, koordinierte und zuverlässige humanitäre Hilfe.

Nothilfe im In- und Ausland

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte das SRK gemeinsam mit den nationalen Rotkreuz‑ und Rothalbmondgesellschaften lebenswichtige Unterstützung leisten. Im Südsudan trug das SRK dazu bei, eine Choleraepidemie einzudämmen und den Zugang zur Behandlung sicherzustellen.

In Myanmar unterstützte das SRK die Nothilfe nach dem schweren Erdbeben vom März 2025 und half betroffenen Familien mit Hilfsgütern und medizinischer Versorgung. Im Gaza-Streifen und im Westjordanland war es im Einsatz, um die Gesundheitsdienste unter äusserst belastenden Bedingungen aufrechtzuerhalten.

In der Schweiz unterstützte das SRK die Menschen im Walliser Dorf Blatten. Diese waren nach dem verheerenden Bergsturz auf Sofort‑ und Überbrückungshilfe angewiesen.

Wissen zur Ersten Hilfe

Die Förderung der Ersthilfekompetenzen bleibt ein zentrales Anliegen des SRK. Zum Welttag der Ersten Hilfe rief das SRK die Bevölkerung dazu auf, ihr Erste‑Hilfe‑Wissen zu aktualisieren. An Informationsständen in der ganzen Schweiz zeigten die Rettungsorganisationen des SRK, wie lebensrettende Sofortmassnahmen angewendet werden und warum Handlungssicherheit im Notfall entscheidend ist.

Bekämpfung der Cholera im Südsudan

Im September 2024 brach im Südsudan eine Cholera-Epidemie aus. Anfang 2025 wurden über 24 000 Erkrankungen und 475 Todesfälle gemeldet.

Wirksames Handeln an Hotspots

Auf Anfrage des Südsudanesischen Roten Kreuzes (SSRC) entsandte die Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) eine Cholera-Nothilfe-Einheit unter der Leitung des SRK. Es handelte sich um den ersten Einsatz der vom SRK entwickelten und auf Cholera spezialisierten Nothilfe-Einheit in einer Konfliktregion.

In den betroffenen Gemeinden wurden Rehydrierungs-Stationen als erste Anlaufstelle für Menschen mit Verdacht auf Cholera aufgebaut. Erkrankte erhielten dort Salzlösungen, um die verlorene Flüssigkeit auszugleichen. Stark dehydrierte Personen wurden an Spitäler überwiesen.

Durch die rasche Behandlung konnten schwere Verläufe verhindert und Leben gerettet werden. Zudem wurden Spitäler entlastet, indem nur schwere Fälle überwiesen werden mussten. Die hochansteckende Infektionskrankheit ist lebensbedrohlich. Heftiger Durchfall und Erbrechen führen zu schwerem Flüssigkeitsverlust. Ohne frühzeitige Behandlung kann die Krankheit zum Tod führen.

Eindrücke aus dem Südsudan

Hilfe für über 13 000 erkrankte Menschen

Die Cholera Nothilfe-Einheit unterstützte das SSRC während vier Monaten bei der Eindämmung der Cholera und Behandlung erkrankter Menschen. Sie war zudem zuständig für die Beschaffung und den Transport von speziell benötigtem Material, um die Rehydrierungs-Stationen aufzubauen und zu betreiben. Um das SSRC nachhaltig zu stärken, lag der Fokus auf der Schulung lokaler Mitarbeitenden und Freiwilligen. Trotz der instabilen Lage vor Ort und der eingeschränkten Bewegungsfreiheit wurden bedeutende Fortschritte erzielt.

  • Mehr als 13 000 erkrankte Menschen suchten die Rehydrierungs-Stationen auf

  • 19 Rehydrierungs-Stationen in verschiedenen Teilen des Landes aufgebaut

  • Schulung von über 200 lokalen Mitarbeitenden und Freiwilligen

Übergabe an Südsudanesisches Rotes Kreuz

Gegen Ende des Einsatzes Mitte Mai 2025 übergab die Cholera-Nothilfe-Einheit schrittweise alle Tätigkeiten an das SSRC, sodass sie diese eigenständig weiterführen konnten. Das SSRC ist in seiner Einsatzbereitschaft gestärkt, um bei zukünftigen Cholera-Ausbrüchen wirksam reagieren zu können.

Erfolgreicher Einsatz gegen Cholera im Südsudan

Das Nothilfe-Team hat seinen Einsatz gegen die Cholera-Epidemie im Südsudan erfolgreich beendet. Lokale Teams führen die überlebenswichtige Hilfe jetzt eigenständig weiter.

Erfolgreicher Einsatz gegen Cholera im SüdsudanWeiterführende Informationen

Nothilfe nach dem Erdbeben in Myanmar

Am 28. März 2025 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,7 Zentralmyanmar. Fast 4000 Menschen kamen dabei ums Leben, rund 1,35 Millionen Menschen waren von den Zerstörungen betroffen. In Gebieten wie Sagaing, Mandalay, Bago und Naypyidaw bestand bereits zuvor ein hoher humanitärer Bedarf aufgrund langjähriger Konflikte und Binnenvertreibungen. Das Erdbeben verschärfte diese Situation deutlich.

Die Rotkreuz‑ und Rothalbmondbewegung mobilisierte innerhalb weniger Stunden umfangreiche Nothilfe. Auch das SRK engagierte sich in dieser Notlage. Es unterstützte den Hilfseinsatz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das eng mit dem Myanmarischen Roten Kreuz (MRCS) zusammenarbeitet.

Schutz und Erste Hilfe für Erdbebenopfer

Zur unmittelbaren Unterstützung stellte das SRK Hilfsgüter für rund 7500 Menschen bereit. Dazu gehörten Familienzelte, Wasserkanister und Hygiene‑Kits. Die Zelte boten während des nahenden Monsuns einen sicheren Schutz, solange keine dauerhaften Unterkünfte verfügbar waren.
Ergänzend lieferte das SRK medizinisches Material und Erste‑Hilfe‑Ausrüstung für 1500 Freiwillige, um unter den schwierigen Bedingungen Verletzte versorgen zu können. Zudem wurden drei mobile medizinische Einheiten ausgerüstet, um auch schwer zugängliche Regionen mit medizinischer Erstversorgung zu erreichen.
Zusätzlich unterstützten zwei Nothilfe-Fachpersonen vom SRK gemeinsam mit Partnern der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung die Hilfsaktivitäten. Dazu gehörte der Aufbau eines Logistik- und Lieferkettenmanagementsystems für die Hilfsgüter.

Stärkung der Resilienz

Mit der Stabilisierung der unmittelbaren Notsituation rückte der Wiederaufbau in den Vordergrund. Grundlage dafür war der so genannte Build‑Back‑Better‑Ansatz: beschädigte Häuser sollten nicht nur wiederhergestellt, sondern widerstandsfähiger gegen zukünftige Naturgefahren werden. Dazu gehörten bautechnische Verbesserungen, Schulungen sowie eine kontinuierliche Begleitung der lokalen Gemeinschaften.

Ergänzend kam Bargeldhilfe zum Einsatz, damit betroffene Haushalte ihren Lebensunterhalt sichern und wirtschaftliche Aktivitäten wieder aufnehmen konnten. Die Massnahmen verbesserten kurzfristig den Zugang zu einer sicheren Unterkunft, Wasser und grundlegenden Gütern. Und sie stärkten langfristig die Resilienz der betroffenen Bevölkerung gegenüber zukünftigen Katastrophen.

Das SRK nach dem Erdbeben in Myanmar

Freiwillige

wurden vom SRK mit Erste Hilfe-Material ausgerüstet

Tonnen Hilfsgüter

lieferten SRK und DRK in die betroffenen Regionen, darunter Familienzelte, Werkzeugsets und Wasserkanister

Freiwillige des Myanmarischen Roten Kreuzes haben sich rasch mobilisiert, um Überlebende zu retten.

Engagement in Gaza und im Westjordanland

Der Palästinensische Rote Halbmond leistet unter schwierigsten Bedingungen medizinische Versorgung und humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung. Das SRK unterstützte diesen 2025 dabei, seine Einsatzfähigkeit im Gesundheitsbereich zu stärken und wichtige Dienste für die Zivilbevölkerung in Gaza und im Westjordanland aufrechtzuerhalten.

Katastrophale humanitäre Lage

Die katastrophalen humanitären Folgen des Konflikts prägen auch 2025 den Alltag in Gaza. Hunderttausende Menschen bleiben vertrieben, viele nach mehrfacher Flucht. Sie leben in beschädigten Häusern oder Zelten, die kaum Schutz bieten. Die Versorgung mit Wasser und lebensnotwendigen Gütern bleibt schwierig. Wichtige Hilfsgüter gelangen nur begrenzt nach Gaza, und nach zwei Jahren Krise ist ein Grossteil der Bevölkerung auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Das Gesundheitssystem steht unter enormem Druck: Viele Einrichtungen sind nicht funktionsfähig, die verbleibenden Strukturen überlastet.

Auch im Westjordanland hat sich die Lage weiter verschlechtert. Militärische Operationen und Gewaltvorfälle stehen an der Tagesordnung. Eine hohe Zahl an Checkpoints schränkt die Bewegungsfreiheit ein und verursacht hohe soziale und ökonomische Kosten. Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist erschwert.

Unterstützung von Ambulanzdienst und Kliniken

Durch die Unterstützung vom SRK konnten die Gesundheits- und Rettungsdienste des Palästinensischen Roten Halbmonds (PRH) trotz äusserst schwieriger Bedingungen weitergeführt werden. Die Hilfe umfasste die Reparatur und Wartung von Ambulanzfahrzeugen, damit Notfallteams weiterhin einsatzfähig blieben. Zudem wurden Medikamente, medizinische Ausrüstung und Treibstoff für den Betrieb von Kliniken und Ambulanzen bereitgestellt.

Diese Unterstützung ermöglichte es dem PRH, die Ambulanzabdeckung aufrechtzuerhalten und seine Ressourcen flexibel, entsprechend dem Bedarf in Gaza und im Westjordanland einzusetzen. Insgesamt versorgte der PRH 2025 in beiden Gebieten insgesamt rund 120 000 verletzte und erkrankte Menschen, die auf diese lebensrettende medizinische Hilfe angewiesen waren.

Soforthilfe nach dem Bergsturz in Blatten

Am 28. Mai 2025 verschütteten gewaltige Geröllmassen einen grossen Teil des Dorfs Blatten im Wallis. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden rechtzeitig evakuiert, haben aber alles verloren. Die Gebäude und die öffentliche Infrastruktur wurden grösstenteils zerstört.

Finanzielle Unterstützung

Gemeinsam mit Caritas Schweiz hat das SRK unmittelbar nach dem Ereignis 400 000 Franken bereitgestellt. Die Soforthilfe wurde nach kurzer Zeit an die Betroffenen ausbezahlt. Damit konnten sie die notwendigsten ersten Anschaffungen tätigen oder kurzfristige Mehrkosten tragen. Auch mittel- und langfristig bleibt das SRK an der Seite der Betroffenen. Bei ungedeckten Restkosten können Überbrückungshilfe und Unterstützung geleistet werden.

Das SRK arbeitet eng mit der Gemeinde Blatten, dem Kanton Wallis und weiteren Hilfswerken zusammen. Es wirkt in der Spendenkommission mit und unterstützt die Bearbeitung der Gesuche sowie die Verteilung der Spenden. Caritas Schweiz und das SRK verfügen über eine langjährige Erfahrung in der Bewältigung von Naturkatastrophen und arbeiten dabei eng zusammen.

Grosse Solidarität in der Bevölkerung

Die Solidarität der Bevölkerung nach dem Bergsturz war enorm: Es gab viele spontane Hilfsangebote und Spenden von Privatpersonen und Unternehmen. Die Schweizerische Post gab eine Sondermarke heraus. Raiffeisen und ihre Kundschaft unterstützten Betroffene mit einem Matching-Fund. Darüber hinaus half der Schweizerische Militär-Sanitätsverbands (SMSV) der Gemeinde Blatten und dem Kanton Wallis mit zwei Freiwilligen bei der Bewältigung von logistischen Herausforderungen.

Gewaltige Geröllmassen begruben am 28. Mai 2025 das Dorf Blatten im Lötschental. Foto: Keystone

Familien wiedervereinen

Konflikte und Kriege trennen weltweit Menschen voneinander. Tausende wissen manchmal über Jahre nichts vom Verbleib oder dem Schicksal von Familienmitgliedern. Diese Ungewissheit ist erdrückend. Sie betrifft auch Personen, die in die Schweiz geflüchtet sind. Eine gut funktionierende Familie ist eine wichtige soziale, emotionale oder auch materielle Ressource.

Leben mit vermissten Personen

Die Ungewissheit über das Schicksal eines geliebten Menschen verursacht eine besondere Art von Leid. Es kann zu Gefühlen der Hilflosigkeit, des Kummers und der Verwirrung kommen oder Schuldgefühle und Angst auslösen. Suchende quälen sich ständig mit Fragen über den Verbleib der Angehörigen oder die Gründe des Kontaktverlusts. Ist die vermisste Person tot oder lebt sie noch?

Solange Betroffene keine eindeutigen Antworten erhalten, können sie mit der Situation nicht abschliessen. Ein normales tägliches Leben zu führen, wird zur Herausforderung. Der Suchdienst SRK begleitet Suchende im direkten Kontakt, um die Schicksale von Verschwundenen zu klären. 2025 betreute der Suchdienst vor allem Vermisstenfälle im Zusammenhang mit den Konflikten in der Ukraine, in Somalia oder in Afghanistan.

KURZ ERKLÄRT

Restoring Family Links

An der 4. Internationalen Konferenz für Familien der Vermissten in Genf kamen 2025 über 900 Teilnehmende aus mehr als 50 Ländern zusammen. Sie machten auf die weltweite Problematik zu Schicksalen von Vermissten und ihren Angehörigen sowie die Bedürfnisse der betroffenen Familien aufmerksam. Das Netzwerk «Restoring Family Links» besteht aus den Nationalen Gesellschaften der Rotkreuz- und Rothalbmond-Organisationen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Das Netzwerk sucht mit vereinten Kräften nach vermissten Familienangehörigen, führt Familien wieder zusammen und klärt das Schicksal von vermissten Personen.

Netzwerk Restoring Family LinksÖffnet ein neues Fenster

Der Suchdienst SRK im Jahr 2025

Anfragen

erhielt der Suchdienst SRK

Länder

gehörten zum Gebiet, in dem der Suchdienst SRK nach vermissten Personen suchte

Vermisste

konnten durch den Suchdienst SRK wieder gefunden werden

Erste Hilfe: Wissen kann Leben retten

Zum 25. Welttag der Ersten Hilfe vom 13. September 2025 riefen das SRK und seine vier Rettungsorganisationen die Bevölkerung dazu auf, das entsprechende Wissen aufzufrischen. Richtig reagieren und Erste Hilfe leisten kann in einer Extremsituation oder in einem Notfall über Leben und Tod entscheiden.

Wissen fördern und verankern

Auch in der Schweiz nehmen Naturereignisse wie Unwetter, Hitzewellen oder Erdrutsche zu. Bei solchen Ereignissen kann es lebenswichtig sein, über fundiertes Wissen in der Ersten Hilfe zu verfügen.

Erste Hilfe-Ausbildungen vermitteln nicht nur das notwendige Wissen, sondern auch die Sicherheit, um in einem solchen Fall keine Zeit zu verlieren, sich selber zu schützen und zu handeln. Um dieses Wissen zu fördern und es in der Bevölkerung zu verankern, bieten die Rettungsorganisationen des SRK vielfältige Aus- und Weiterbildungskurse in Rettung und Erster Hilfe an.

Erste Hilfe App

Für die individuelle Auffrischung des Wissens rund um die Erste Hilfe gibt es die Erste Hilfe App des Roten Kreuzes. Die Inhalte der App können jederzeit und überall abgerufen werden. Im Ernstfall sind Notrufnummern und Informationen zu Erstmassnahmen, die Leben retten können, sofort verfügbar.

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