Schülerinnen waschen sich die Hände an der Awe Senior High Technical School. WASH-Evaluation (zurzeit kein SRK-Projekt), Region Upper East, Ghana.

Wasser und Hygiene

Kein sauberes Wasser, fehlende sanitäre Anlagen: Das ist für Milliarden Menschen weltweit die bittere Realität. Als Folge dieser Missstände erkranken sie, was gerade für Kinder lebensgefährlich ist. Das SRK setzt sich deshalb in seiner Arbeit für sauberes Trinkwasser und Hygiene ein – als Voraussetzung für ein gesundes Leben.

Herausforderungen

Wenn Wasser krank macht

Über zwei Milliarden Menschen können kein sauberes Wasser trinken. Mehr als die Hälfte aller Menschen haben keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen wie Toiletten oder Latrinen, zwei Milliarden davon haben keine sanitäre Grundversorgung wie Brunnen und sauberes Wasser. Das ist gefährlich und macht krank: Durchfall, Haut- und Augenkrankheiten und Parasiten sind die Folge. Millionen Menschen, vor allem Kinder, sterben jedes Jahr an solchen Krankheiten, die auf eine mangelnde Wasser- und Sanitärversorgung und mangelnde Hygiene zurückzuführen sind.

Fehlender oder erschwerter Zugang

In ländlichen Gebieten armer Länder müssen die Menschen oft aus weit entfernten Brunnen oder Quellen das Wasser holen. Oder sie trinken es aus schmutzigen Tümpeln und Flüssen. Manchmal sind die Brunnen auch mit natürlichen Giftstoffen verseucht, zum Beispiel mit Arsen in Bangladesch. Zudem fehlt es oft an Toiletten, weshalb vielerorts das Wasser verunreinigt ist.

Lebenskreislauf gefährdet

Sauberes Wasser für alle ist eine Grundvoraussetzung für das gesunde Leben. Vom Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen hängt nicht nur die Gesundheit, sondern der gesamte Lebenskreislauf ab. Sauberes Wasser hat Auswirkungen auf die finanzielle Situation, Bildungsmöglichkeiten, die Natur und die gesamte menschliche Entfaltung.

Sauberes Wasser ist nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit, Frieden und Menschenrechte, Ökosysteme und Bildung von entscheidender Bedeutung.

UNO

Unser Ziel

Das SRK setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygienemöglichkeiten haben. Mit unseren Projekten zielen wir darauf ab, den Gesundheits-Zustand der Bevölkerung zu verbessern. So verringern wir Armut und Verletzlichkeit gemeinsam mit unseren Schwestergesellschaften des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes vor Ort.  

Damit unterstützen wir auch die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen «Keine Armut», «Gesundheit und Wohlergehen» und «Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen».

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Globale Ziele der UNO

Erfahren Sie, was wir tun

Was wir tun

Das SRK engagiert sich in 15 Ländern langfristig mit Wasser- und Hygieneprogrammen. Zusammen mit der lokalen Bevölkerung bauen wir Brunnen und Wasserspeicher. Wir ermöglichen mit einfachen Plumpsklos, den Latrinen, einen hygienischen Ort für die Notdurft. Wir optimieren die Bewässerung von Gemüsegärten und unterstützen die Einführung von Filter- und Desinfektionssystemen für sauberes Trinkwasser. 

Diesen Kreislauf denken wir ganzheitlich: Wenn wir die Infrastruktur für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ausbauen, fördern wir immer auch die Hygiene und bauen Ressourcen dafür auf.

Wasser

In unseren Projekten achten wir auf eine Unterscheidung von Wasser, das wir trinken, und Abwasser. Dabei wollen wir immer das Wasser zugänglicher machen und die Qualität verbessern, denn diese hat einen grossen Einfluss auf die körperliche Gesundheit. Für eine bessere Wasserqualität reduzieren wir die Verschmutzung. Auch achten wir darauf, dass keine gefährlichen Stoffe wie Chemikalien in Gewässer entsorgt werden.

Sanitäre Anlagen

Wir bauen sanitäre Anlagen, damit die Menschen nicht mehr draussen ihre Notdurft verrichten müssen. Dies ist wichtig für den Schutz der Privatsphäre und Würde, gerade für Frauen und Mädchen. Eine richtige Toilette hält auch gesund: Krankheiten wie Cholera oder Durchfall verbreiten sich so weniger.

Hygiene

Mit einer guten Hygieneförderung verhindert das SRK, dass sich Krankheiten ausbreiten. Eines der effizientesten Beispiele ist das Händewaschen. Durch korrektes Händewaschen mit Seife verbreiten sich die Viren und Bakterien nicht mehr weiter. So können Krankheiten wie Cholera, Covid-19 und Durchfall eingedämmt werden.

Hygiene für Frauen und Mädchen

Unsere Projekte haben immer einen Fokus auf die Situation der Frauen. In den meisten Gesellschaften sind Frauen für die Aufgaben im Zusammenhang mit Wasser zuständig. Sie sammeln und lagern Wasser, kochen, reinigen und verwalten die sanitären Anlagen. Unzureichende sanitäre und hygienische Einrichtungen beeinträchtigen insbesondere die Würde und soziale Entwicklung von Frauen und Mädchen, die unter anderem wegen der Menstruation spezifische Hygienebedürfnisse haben.

GUT ZU WISSEN

Corona-Virus als Beispiel

Die Corona-Virus-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig regelmässiges Händewaschen als eine Massnahme für die menschliche Gesundheit ist. Leider haben nicht alle Zugang zu Wasser und Seife. Um eine Ansteckung zu verhindern und die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, muss der Zugang zu Wasser, sanitären Anlagen und Hygienediensten weltweit verbessert werden. 

Wasser und Hygiene: 3 Phasen

Unser Engagement wird in drei Phasen unterteilt: Katastrophenhilfe, Wiederaufbau und Entwicklungszusammenarbeit. Wasser und Hygiene spielen in jeder Phase eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Menschen.

Nach einer Katastrophe sind die Betroffenen besonders verletzlich.  Der Bedarf an grundlegenden Wasser- und Hygienediensten ist in dieser Phase dringend. Zwei Beispiele: Wenn die Wasserversorgung unterbrochen ist, muss Trinkwasser beschafft werden. Ist die Wasserqualität beeinträchtigt, werden Wasserreinigungs-Tabletten verteilt.

Nach einer Katastrophe müssen zerstörte Gebäude wieder aufgebaut werden. Wir beachten Wasser und Hygiene speziell. Zum Beispiel schauen wir darauf, beim Wiederaufbau einer Wohnung auch die Wasser- und Abwasserleitungen zu reparieren. Wir legen viel Wert auf den Wiederaufbau von Gesundheits-Einrichtungen wie Spitälern und Gesundheits-Kliniken. Die Einheimischen beziehen wir aktiv mit ein, damit sie bei einer künftigen Katastrophe weniger verletzlich sind.

In unserem Engagement führen wir auch langfristige Projekte für einen besseren Zugang zu Wasser, sanitären Anlagen und Hygiene. Die Bildergalerie gibt Einblick in verschiedene solche Projekte.

Einblick in unsere Projekte

Wo wir helfen

Das SRK engagiert sich in 18 Ländern mit längerfristigen Wasser- und Hygieneprogrammen. Viele Freiwillige sind in diesen Programmen im Einsatz. Auch SRK-Botschafterin Sarah van Berkel engagiert sich dafür.

Sarah van Berkel wäscht sich in Malawi die Hände am Tippy Tap, einer mobilen Händewasch-Station.
Ich habe erfahren, welche Beschwerden die Frauen auf sich nehmen, um einen Eimer Wasser zu holen. Das hat mich sehr beeindruckt und mir bewusst gemacht, wie wichtig der Zugang zu sauberem Wasser ist.

Sarah van Berkel, Eiskunstläuferin und SRK-Botschafterin

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