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Katastrophen vorbeugen

Der Klimawandel führt dazu, dass sich extreme Wetterereignisse häufen und verstärken. Dadurch steigt weltweit das Risiko von Katastrophen, besonders in armen Ländern. Gemeinsam mit seinen Schwestergesellschaften in den Partnerländern unterstützt das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) die verletzlichsten Menschen dabei, sich besser auf Katastrophen vorzubereiten und sich wirksam zu schützen.

Herausforderungen

Klimawandel verstärkt Katastrophen

Der Klimawandel verschärft extreme Wetterereignisse: Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und Wirbelstürme treten häufiger auf und werden immer intensiver. Besonders betroffen sind die Länder des globalen Südens. Dort trifft die Klimakrise vor allem die ärmsten Menschen, deren Lebensgrundlagen durch Katastrophen zunehmend gefährdet werden – Millionen von Menschen sind in ihrer Existenz bedroht.

Ärmste trifft es besonders hart

Von Armut betroffene Menschen leben häufig in schlecht gebauten Häusern und an gefährdeten Lagen, weil sie sich eine bessere Situation nicht leisten können. Gleichzeitig fehlt es ihnen an Möglichkeiten, sich auf Gefahren vorzubereiten. Bei einer Katastrophe verlieren sie oft ihre gesamte Existenzgrundlage. Auch ihre Gesundheit leidet. Ersparnisse oder eine Versicherung haben sie in der Regel nicht.

Katastrophen verhindern Entwicklung

Besonders stark gefährdete Länder und Regionen sind mit der Bewältigung von Katastrophen oft so stark beschäftigt, dass ihre Entwicklung und die Armutsbekämpfung stagnieren.

Unser Ziel

Gemeinsam mit unseren nationalen Schwestergesellschaften stärken wir Menschen in gefährdeten Regionen. Wir unterstützen sie dabei, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen und sich in den Gefahrenzonen besser vor Katastrophen zu schützen. Wir stärken ihre Widerstandskraft gegen Naturgefahren. Besonders bei wiederkehrenden Ereignissen ist es wichtig, dass die Menschen gut vorbereitet sind und wissen, wie sie vorbeugen und im Ernstfall richtig reagieren können.

In mehreren Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas unterstützt das SRK lokale Initiativen, die die Anpassung an den Klimawandel fördern und die Katastrophenvorsorge verbessern. Damit unterstützt das SRK auch die Nachhaltigkeitsziele «Keine Armut», «Nachhaltige Städte und Gemeinden» und «Massnahmen zum Klimaschutz» der UNO.

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Globale Ziele der UNO

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Was wir tun

Eine wirksame Katastrophenvorsorge setzt an, bevor eine Gefahr zur Katastrophe wird. Mit dem nötigen Wissen und den entsprechenden Mitteln lassen sich Schäden und Leid wirksam reduzieren. Genau hier setzt die Arbeit des SRK an. Sie basiert auf drei Schritten: 1. Risiken identifizieren, 2. Risiken reduzieren und 3. Katastrophenbereitschaft stärken.

Risiken identifizieren

Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung werden Naturgefahren und Klimarisiken identifiziert. Die Gefahren und Risiken innerhalb einer Gemeinde werden kartiert. So entsteht ein klares Bild davon, welche Gebiete heute und in Zukunft besonders gefährdet sind und welche als sicher gelten. Zudem werden Fluchtwege festgelegt und sichere Zufluchtsorte bestimmt.

GUT ZU WISSEN

Kosten einsparen

Weltweit verursachen Katastrophen jedes Jahr Schäden in Höhe von mehreren hundert Milliarden Franken. Die wirtschaftlichen Verluste nehmen dabei langfristig zu. Mit jedem in die Katastrophenvorsorge investierten Franken lässt sich längerfristig ein Mehrfaches der Schadensbegrenzung einsparen.

Risiken reduzieren

Mit gezielten Schutzbauten sorgen die vom SRK unterstützten Schwestergesellschaften dafür, dass besonders gefährdete Dorfgemeinschaften und ihre Infrastruktur besser vor Überschwemmungen, Hangrutschen oder Stürmen geschützt werden. Dabei fördert das SRK insbesondere naturbasierte Lösungen wie beispielsweise die Stabilisierung von Hängen durch geeignete Pflanzen, die nachhaltig wirken und die Umwelt schonen.

Neben diesen Infrastrukturmassnahmen vermitteln die Schwestergesellschaften Wissen über die Katastrophenvorsorge und die Anpassung an den Klimawandel an Schulen und in der breiten Bevölkerung. Zudem stärken sie das Wissen über Gesundheit und Prävention. Dies hilft Menschen, gesundheitliche Risiken vor, während und nach Katastrophen besser zu erkennen und sich wirksam davor zu schützen.

Katastrophenbereitschaft stärken

Die vom SRK unterstützten Schwestergesellschaften fördern den Aufbau von Katastrophenkomitees in den Gemeinden, bestehend aus Mitgliedern der lokalen Bevölkerung, und vernetzen sie mit den Behörden. Diese lokalen Einsatz-Teams erarbeiten Notfall- und Evakuierungspläne und werden regelmässig aus- und weitergebildet. Immer wieder proben sie den Ernstfall mit der gefährdeten Bevölkerung. Um auf künftige Katastrophen vorbereitet zu sein, sind sie für Erste Hilfe und Rettung unverzichtbar. Sie sind oft als Erste am Ort des Geschehens und können rasch lebensrettende Hilfe leisten. Weiter unterstützen die Schwestergesellschaften den Aufbau von Frühwarnsystemen, damit sich die Bevölkerung rechtzeitig in Sicherheit bringen kann.

SRK-Katastrophenfonds

Dieser spezielle Fonds ermöglicht es, Projekte zum Schutz der Menschen in gefährdeten Regionen mitzufinanzieren. Allein 2025 konnten dank des Fonds fünf Länder mit CHF 390 000 unterstützt werden. Tausende Menschen erhielten dadurch lebenswichtige Hilfe.

Was bewirkt der SRK-Katastrophenfonds?

  • Die Bevölkerung wird auf Katastrophen vorbereitet

  • Katastrophenhilfe in weniger beachteten Krisen wird ermöglicht

  • Gemeinschaften können sich schneller erholen und nachhaltig wieder aufbauen

Werden Sie Teil dieser Hilfe – mit Ihrem Beitrag an den Fonds. Kontaktieren Sie uns: partnerships@redcross.chÖffnet ein neues Fenster

Einblick in unsere Arbeit

Wo wir helfen

In verschiedenen Ländern weltweit unterstützt das SRK seine Schwesterorganisationen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung gezielt bei der Anpassung an den Klimawandel und in der Katastrophenvorsorge.

In Kirgistan habe ich gesehen, wie einfache Verbauungen viel bewirken können. Katastrophenvorsorge erspart so viel Leid und Angst.

Dominique Gisin, Ski-Olympiasiegerin und SRK-Botschafterin

Unsere Einsatzländer

Darstellung einer Weltkarte. Auf dieser Karte sind alle Länder, in denen das Schweizerische Rote Kreuz aktiv ist, markiert. Diese Länder sind: Armenien, Äthiopien, Bangladesch, Benin, Bolivien, Burkina Faso , El Salvador, Haiti, Honduras, Kasachstan, Kirgistan, Laos, Nepal, Paraguay, Südsudan, Tadschikistan, Togo.

Ihre Unterstützung ist wichtig

Helfen Sie, wo es am nötigsten ist

Sie lindern die Not, wo es am nötigsten ist. Ermöglichen Sie das Engagement des Schweizerischen Roten Kreuzes. Helfen Sie Menschen in Not. Danke.

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