Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer

Hilfe für traumatisierte Menschen

Das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer SRK stellt traumatisierten Menschen ein ambulantes Therapieangebot zur Verfügung.

CORONAVIRUS

Traumatisierte Geflüchtete sind von der aktuellen ausserordentlichen Lage im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie besonders betroffen: Die generelle Unsicherheit schürt bei ihnen aufgrund ihrer Traumafolgeerkrankungen besondere Ängste. Selbstisolation weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten in Krieg oder Gefangenschaft und sprachliche Hürden verhindern oft eine angemessene Information. Viele der Patienten und Patientinnen gehören zudem häufig wegen zusätzlichen körperlichen Erkrankungen zur Risikogruppe. Daher sind Betroffene derzeit ganz besonders auf Unterstützung angewiesen. 

Das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer SRK steht seinen Patientinnen und Patienten auch in diesen ausserordentlichen Zeiten unterstützend zur Seite und begleitet sie mit Telefon- und Online-Beratungen, wo direkte Therapiegespräche nicht mehr möglich sind.

Das Bedürfnis nach einer Online-Therapie (Gespräche via Videocall) wird immer deutlicher. Telefongestützte therapeutische Interventionen erfordern viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Unter Stress und Belastung ist diese Konzentration noch schwerer aufrecht zu halten. Zudem beinhalten die Gespräche oft drei Parteien da eine transkulturelle Übersetzung meist notwendig ist. Aus fachlicher Perspektive würde der Sichtkontakt bei einem Videocall eine zuverlässigere therapeutische Beurteilung und die Interventionsmöglichkeiten zudem deutlich erleichtern. Das Ambulatorium ist mit Hochdruck daran eine sichere Videolösung zu implementieren.

Menschen, die aus Kriegsregionen in die Schweiz flüchteten oder Opfer von Folter wurden, leiden häufig an schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Die Beschwerden sind vielfältig: Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Depressionen, körperliche Schmerzen, Angst- und Panikstörungen, Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen, Schlafstörungen, soziale Isolation.

Im Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer SRK finden Menschen jeglichen Alters Hilfe – dank einer Therapie, die verschiedene Behandlungsmöglichkeiten kombiniert. Das Team besteht aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Angehörige werden in die Therapie einbezogen.