Elzat Mamutalieva, Delegierte des SRK in Kirgistan, und Aisuluu Kangeldieva, nationale Koordinatorin für Freiwillige und Jugend des KRH nehmen an einem Training mit Freiwilligen des Kirgisischen Roten Halbmondes (Regionalbüro Chui, Kara-Balta) teil.

Für starke nationale Gesellschaften

In unseren Einsatzländern arbeiten wir mit dem Roten Kreuz oder dem Roten Halbmond vor Ort zusammen. Wir stärken sie in der Organisations-Entwicklung, dem Freiwilligen-Management oder der Programmarbeit. Denn sie können den Menschen in ihrem Land am gezieltesten helfen.

Herausforderungen

Weltweit gibt es 192 Nationale Gesellschaften der Rotkreuz-Rothalbmond-Bewegung. Jede steht anderen Herausforderungen gegenüber, wie auch jedes Land dieser Welt in einer anderen Situation ist.

Organisationen verändern sich

Die nationalen Gesellschaften haben fast immer auch interne Herausforderungen. Sie wachsen und verändern sich, bieten neue Dienstleistungen an. Eventuell bekommen sie eine neue Führung, haben finanzielle Engpässe oder müssen sich in der Zusammenarbeit mit der Regierung finden.

Äussere Einflüsse

Äussere Einflüsse wie extreme klimabedingte Wetterereignisse, humanitäre Krisen und Konflikte, soziale und gesundheitliche Ungleichheiten, Armut und Verletzlichkeit fordern die nationalen Gesellschaften zusätzlich heraus. Gleichzeitig kennen sie die Situation, die Kultur wie auch die Herausforderungen und Chancen in ihrem Land am besten.

Hilfe vor Ort

Für das Rote Kreuz ist die lokale Verankerung der humanitären Hilfe eine Priorität, für die wir uns auch als Schweizerisches Rotes Kreuz einsetzen. Denn nur mit starken Partnern vor Ort können wir den Betroffenen gezielt und nachhaltig helfen.

Die nationalen Gesellschaften sind dafür die richtigen Partner: Mit ihren rund 14 Millionen Freiwilligen und 165’000 Regionalbüros sind sie in den Gemeinschaften verankert und können so im Notfall selbst in entlegenen Gebieten unterstützen und die Widerstandsfähigkeit der Menschen im Land stärken

Unser Ziel

Nachhaltige Entwicklung braucht starke lokale Partner. In der Partnerstärkung setzen wir uns dafür ein, dass die nationalen Gesellschaften der Rotkreuz-Rothalbmond-Bewegung nachhaltig aufgestellt sind. Sie sind fähig, sich selbst zu stützen. Unabhängig von der Unterstützung aus dem Ausland sind sie für die Menschen in ihrem Land da. 

Damit unterstützen wir das 17. Ziel für nachhaltige Entwicklung  «Partnerschaften zur Erreichung der Ziele».

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

Globale Ziele der UNO

Erfahren Sie, was wir tun

Was wir tun

Wir stärken unsere Rotkreuz-Partner in verschiedenen Bereichen: Organisations-Entwicklung, Programmarbeit und Freiwilligen-Management. Dies ist darauf ausgerichtet, sie langfristig in die Lage zu versetzen, mithilfe von Freiwilligen und Mitarbeitenden landesweit ihre Dienste für bedürftige Menschen anzubieten und diese so lange wie nötig aufrechtzuerhalten.

Individuelle Zusammenarbeit

In der konkreten Arbeit gestaltet sich dies so individuell, wie es der Bedarf unserer Schwestergesellschaft ist. Im Libanon bedeutet Partner-Stärkung, ein Blutspendewesen aufzubauen. In Kirgistan, Freiwillige auszubilden, und im Südsudan, das Rote Kreuz bei der Stärkung seiner Regionalbüros zu begleiten. 

Das Team des SRK ist super. Die Zusammenarbeit ist zwar oft herausfordernd, aber die Mitglieder unterstützen uns rund um die Uhr. Auch wenn sie nicht der gleichen Meinung sind. Es ist wirklich ein schönes Beispiel für Partnerschaft innerhalb der Rotkreuz-Rothalbmond-Bewegung.

Senior Manager des Libanesischen Roten Kreuzes

Im Rahmen von langfristigen strategischen Partnerschaften unterstützt das SRK ausgewählte Schwestergesellschaften in den folgenden Bereichen:

  • Führung und Strategie

  • institutionellen Einsatz- und Reaktionskapazitäten

  • Fundraising

  • Stärkung Freiwilligen-Engagement

  • Projektmanagement

Wir unterstützen unsere Rotkreuz-Partner, damit sie als wichtige Akteure in der humanitären Hilfe eine breite Anerkennung erhalten.

Schweizerisches Rotes Kreuz

Partner-Stärkung auf allen Ebenen

Organisationen sind komplex und die Möglichkeiten zur Partner-Stärkung vielfältig. Darum unterscheiden wir unter der Partner-Stärkung zwei verschiedene Bereiche:

Die Organisations-Entwicklung zielt auf grundlegende Fragen innerhalb der nationalen Gesellschaft. Beispiele für solche Fragen:

  • Mandat

  • Identität

  • langfristige strategische Ausrichtung

  • grundlegendes Organisationsmodell

  • Führungsstärke

  • Fähigkeit zur Antizipation und Anpassung

  • Beziehungen zwischen den verschiedenen Teilen der Organisation bzw. zwischen der nationalen Gesellschaft und ihrem Umfeld

Wir verbessern bestehende Dienste und Kompetenzen. Diese sollen wirkungsvoller, effektiver und umfassender werden. Wir stimmen sie noch besser auf das Mandat und den Auftrag der nationalen Gesellschaft ab. 

Der Ausbau von Kompetenzen kann verschiedene Bereiche innerhalb einer Organisation betreffen. Beispiele:

  • Organisationseinheit

  • Arbeitsablauf

  • Dienstleistung

  • Personal

GUT ZU WISSEN

Integriert denken

Die Bereiche Organisations-Entwicklung und Stärkung von Kompetenzen ergänzen sich gegenseitig und müssen zusammen gedacht werden. Wenn zum Beispiel eine nationale Gesellschaft Freiwillige in Kinderbetreuung ausbildet, aber überfordert ist mit dem Freiwilligen-Management, kann das aufgebaute Wissen nicht sinnvoll eingesetzt werden.

Warum die Stärkung der Freiwilligenarbeit so wichtig ist

Die Freiwilligen bilden die Basis von jeder Rotkreuz-Rothalbmond-Organisation. Sie haben selbst in entlegenen Gebieten Zugang zu den Menschen und wissen, was sie beschäftigt, welche Hilfe sie brauchen und wo die Chancen und Herausforderungen stecken.

Deshalb stärken wir gezielt das Engagement von Freiwilligen in unseren Schwestergesellschaften. Zum Beispiel in Kirgistan, wo junge Freiwillige für die Betreuung älterer Menschen ausgebildet werden und damit eine wichtige Stütze im Leben dieser Menschen sind.

Wo wir helfen

Die Partner-Stärkung ist ein wichtiger Bestandteil von allen Programmen und Projekten, die wir mit unseren Schwester-Gesellschaften gemeinsam definieren und durchführen. Einen besonderen Fokus darauf haben wir in den folgenden Einsatzländern.

Unsere Einsatzländer

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