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Kochrezept aus der Gründungszeit des SRK

Die Bernerin Maria Rosina Gschwind-Hofer lebte von 1841 bis 1904. In der Gründungszeit des Schweizerischen Roten Kreuzes ist sie eine prägende Persönlichkeit der Mädchen- und Frauenbildung und des sozialen Engagements. Von ihr stammt dieses Rezept für ein Schoggi-Griessköpfli.

Reportage

Patrick Bondallaz

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Die ausgebildete Primarlehrerin widmet sich der Aufgabe, jungen Frauen die Kunst der Haushaltsführung zu vermitteln. Zugleich setzt sie sich für deren gesellschaftliche Anerkennung ein. Zusammen mit ihrem Mann, dem christkatholischen Pfarrer Paulin Gschwind, lebt sie in Kaiseraugst. Dort gründet sie eine Hauswirtschaftsschule, die bald Schülerinnen aus der ganzen Region anzieht. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht das Kochen. Sie legt Wert auf eine gründliche, wirtschaftliche, innovative Arbeitsweise, auf eine saubere Ausführung, eine gute Arbeitsorganisation und eine durchdachte Verwendung der Lebensmittel. Neben einer einfachen, gutbürgerlichen Küche gibt sie ihren Schülerinnen Rezepte für aufwendigere Zubereitungen und Süssspeisen weiter, darunter ihr berühmtes Schoggi-Griessköpfli.

Die Verbindung zum Roten Kreuz

Zeichnung in schwarz-weiss von Maria Rosina Gschwind-Hofer mit ernstem Gesichtsausdruck und hochgestecktem Haar.
Dieses Bild von Maria Rosina Gschwind-Hofer entstand nach ihrem Tod für den Nachruf, mit dem man ihre Persönlichkeit und ihr Lebenswerk gewürdigt hat

Im Bestreben, die jungen Frauen zu selbstständigen und verantwortungsvollen Erwachsenen zu erziehen, hält sie öffentliche Vorträge über Ernährungsfragen. Sie gibt 1892 das Buch «550 Rezepte von Frau Pfarrer Gschwind» heraus. Das Werk wird zu einem Klassiker der Schweizer Küche (Neuauflage 2005).

Doch das Wirken von Maria Rosina Gschwind-Hofer geht über die Hauswirtschaft hinaus. 1888 ist sie Mitbegründerin und Präsidentin des Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins. Dieser verbindet die Bildung, das soziale Engagement und die Pflegeausbildung. Ab 1894 wird der Verein dem Roten Kreuz angegliedert. Er trägt zur Professionalisierung der Arbeit von Frauen bei, stärkt die Pflegeausbildung und unterstützt Schweizer Soldaten im Aktivdienst.

Das Rezept für Schoggi-Griessköpfli von Frau Pfarrer Maria Rosina Gschwind-Hofer

Zutaten

  • 1 Liter Milch

  • 120 g Zucker

  • 150 g Hartweizengriess

  • 100 g geriebene (dunkle) Schokolade

  • 1 Prise Salz

  • 3 Eiweiss

Für die Schokoladensauce und die Dekoration:

  • 50 g geriebene (dunkle) Schokolade

  • 100 ml Voll- oder Halbrahm

  • Schlagrahm und etwas geriebene Schokolade

Zubereitung

In einer Pfanne die Milch und den Zucker aufkochen und den Griess mit einem Schneebesen einrühren. Hitze reduzieren und einige Minuten köcheln lassen, bis die Mischung eindickt und Blasen wirft. Vom Herd nehmen und die Schokolade (wir empfehlen eine dunkle Sorte) und das Salz mit einem Schneebesen einrühren. Etwas abkühlen lassen. Das Eiweiss steif schlagen und die Hälfte des Eischnees in den leicht abgekühlten Griessbrei einrühren. Den Rest vorsichtig unterheben. Den Griessbrei in eine kalt ausgespülte grosse Form oder in kleine Pudding-Förmchen giessen. Am besten eignen sich solche aus Silikon. Vor dem Stürzen mindestens zwei Stunden kühlstellen. Für die Schokoladensauce den Rahm aufkochen und über die geriebene Schokolade giessen. Nach ein paar Minuten mit dem Schneebesen verrühren und über das gestürzte Griessköpfli giessen. Mit Schlagrahm und geriebener Schokolade garnieren.

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