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Geflüchtete in der Schweiz: schneller integriert dank Freiwilligen

In der Schweiz begleiten jedes Jahr zahlreiche Freiwillige des Schweizerischen Roten Kreuzes Geflüchtete auf ihrem Weg in ein neues Leben. Sie helfen ihnen beim Lernen der Sprache, bei der Stellensuche – kurz: beim Ankommen in der Gesellschaft.

Reportage

Endre Zsindely

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Neubeginn in einem fremden Land

Wer in einem fremden Land ankommt, muss sein Leben neu erfinden: die Sprache lernen, sich zurechtfinden, eine Arbeit suchen und die Kinder in der Schule unterstützen. Ein langer Weg voller Hürden. Die richtige Unterstützung macht Vieles leichter. Jedes Jahr begleiten Freiwillige des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Tausende von Geflüchteten bei diesen wichtigen Schritten. Ihr Engagement verändert Leben – ganz konkret.

Eine Stütze für Familie Malla

Orhan Malla floh mit seiner Familie vor dem Krieg in Syrien und lebte fünf Jahre unter prekären Bedingungen im Libanon. Als die Familie vor sieben Jahren in der Schweiz ankommt, sind die Herausforderungen gross.

Alles ist hier neu: die Sprache, die Abläufe, das ganze System.

Der Alltag ist hart für Orhan Malla. Seine Frau kämpft mit schweren gesundheitlichen Problemen. Die beiden jüngeren Kinder sind aufgrund eines Gendefekts kognitiv beeinträchtigt und benötigen viel Betreuung. Medizinische Termine, Formulare, die Organisation des Alltags – Orhan Malla muss alles allein stemmen.

Schritt für Schritt gemeinsam

In dieser schwierigen Anfangszeit tritt Hansjörg Bracher in ihr Leben. Er engagiert sich als Freiwilliger beim SRK Kanton Bern. Mehrere Jahre lang begleitet er die Familie. Manchmal besucht er sie mehrmals pro Woche.

Allmählich geht es vorwärts. Orhan Malla lernt Deutsch, findet sich immer besser zurecht, gewinnt an Sicherheit – und wird zusehends selbstständiger. Heute engagiert er sich selbst als freiwilliger Fahrer für den Rotkreuz-Fahrdienst und besucht einen Kurs für pflegende Angehörige.

Mir geht es heute gut. Ich bin sehr, sehr dankbar für all die Unterstützung. Aus einer Hilfeleistung ist eine vertrauensvolle Beziehung geworden: Hansjörg ist wie ein väterlicher Freund für mich.

Orhan Malla

Einblicke

Weiterkommen mit Bildung und Ausdauer

Auch Kaleab Haile kennt den langen Weg des Ankommens.

Der Eritreer lebt seit elf Jahren in der Schweiz. Nach ersten Deutschkursen arbeitet er als Hilfskraft in der Logistik. Doch er will mehr Verantwortung übernehmen und sich weiterentwickeln. «Wenn man ein Ziel hat, kann man viel erreichen», ist er überzeugt. Er absolviert eine Lehre – und macht gleich weiter: Heute absolviert er berufsbegleitend zu seiner Vollzeitstelle die Ausbildung zum Logistikfachmann mit eidg. Fachausweis IBZ (Institut Berufsbildung Zürich). Der Unterricht findet abends und samstags statt – auf Schweizerdeutsch.

Hilfe beim Administrativen und beim Lernen

Wegen der sprachlichen und administrativen Hürden meldet sich Kaleab Haile noch vor dem Ausbildungsstart beim SRK Kanton Aargau. Dort lernt er Fabian Hatzi kennen, einen Freiwilligen des Jugendrotkreuzes.

Gemeinsam lernen sie für Prüfungen, erledigen Administratives oder regeln Alltägliches. Manchmal treffen sie sich persönlich, manchmal per Videocall. «Kaleab ist ein Vorbild dafür, was man erreichen kann, wenn man es wirklich will», stellt Fabian Hatzi fest. Und ist ihm dabei eine wichtige Stütze.

Auf ihn kann Kaleab Haile zählen: Mit Fabian Hatzi, Freiwilliger beim Jugendrotkreuz, verbindet ihn heute eine vertrauensvolle Freundschaft.

20. Juni – Weltflüchtlingstag

Wenn Begleitung Leben verändert

Die Geschichten von Orhan Malla und Kaleab Haile zeigen, wie Integration dank Begleitung gelingt.

Am 20. Juni 2026 ist Weltflüchtlingstag – für das Schweizerische Rote Kreuz eine gute Gelegenheit, diese beiden Erfolgsgeschichten zu teilen. Denn sie machen deutlich, wie viel Freiwillige zur Integration, und wie viel Geflüchtete zu unserer Gesellschaft beitragen können.

Mit Ihrer Unterstützung schenken auch Sie jemandem die Chance auf eine solche Begleitung.

Was macht dieses Engagement so wichtig?

In der Schweiz und im Ausland hilft das Rote Kreuz verletzlichen Menschen – dank dem Engagement seiner Freiwilligen und der Unterstützung der Bevölkerung. Mit Ihrer Spende tragen auch Sie zu diesen Angeboten bei.

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Dank Ihrer Unterstützung können wir rasch und nachhaltig helfen – in der Schweiz und jenen Weltregionen, in denen die Not am grössten ist. Herzlichen Dank für Ihren Beitrag! 

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