Die «Kinderbetreuung zu Hause» springt ein, wenn Eltern in eine Notlage geraten und sich nicht selber um ihre Kinder kümmern können. Zum Beispiel wenn sie krank, verunfallt oder erschöpft sind.

Für starke Familien

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Auch die besten Eltern brauchen manchmal eine helfende Hand. Deshalb bietet das Rote Kreuz verschiedene Arten von Unterstützung an.

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Professionelle Kinderbetreuung auf die Schnelle

Was tun, wenn Eltern vorübergehend ausfallen? An wen kann sich eine alleinerziehende Person im Notfall wenden? Wo finden Erwerbstätige Hilfe, wenn ihr Kind plötzlich erkrankt?

Viele Familien haben kein soziales Netz, um Notfälle aufzufangen. Die Dienstleistung Kinderbetreuung zu Hause kann hier unter die Arme greifen.

Prüfen Sie das Angebot in Ihrem Kanton (Liste nach diesem Absatz). Falls Ihr Rotkreuz-Kantonalverband keine Kinderbetreuung anbietet, kennen die Verantwortlichen meist gute Alternativen.

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Coop ist offizieller Partner des SRK. Gemeinsam engagieren wir uns für Familien.

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Damit Kinder in einem gesunden Umfeld aufwachsen können, brauchen die Eltern zwischendurch eine Auszeit.

Christian Stucki, SRK-Botschafter und Schwingerkönig 2019

Tipps im Umgang mit Babysittern und Babysitterinnen

Möchten Sie einen Babysitter oder eine Babysitterin engagieren? Hier finden Sie Tipps und Informationen rund ums Babysitten.

Grundregeln

Babysitter oder Babysitterinnen betreuen gelegentlich Kinder, meist in der Wohnung der Eltern und in deren Abwesenheit. Zwischen dem Babysitter / der Babysitterin und der Familie besteht ein Vertragsverhältnis.

  • Babysitterinnen sind mindestens 13 Jahre alt.

  • Die betreuten Kinder sind mindestens drei Monate alt.

  • Babysitter betreuen keine kranken Kinder und höchstens drei Kinder.

  • Wenn die Kinder wach sind, sollte die Betreuung nicht länger als drei Stunden dauern.

  • Die Jugendlichen betreuen nur die Kinder und übernehmen keine weiteren Aufgaben.

  • Nach 22 Uhr müssen die Babysitter die Möglichkeit haben, vor Ort zu schlafen.

  • Sie hinterlassen ihnen immer eine Ansprechperson für Notsituationen.

Bitte wenden Sie sich an das Rote Kreuz in Ihrem Kanton. Sie erhalten Tipps, wie und wo Sie ausgebildete Rotkreuz-Babysitterinnen und -Babysitter finden: zum Beispiel über eine Website oder Vermittlungsstellen. Fragen Sie auch bei Ihrer Gemeinde nach und schauen Sie sich die Inserate im Einkaufszentrum an.

Welchen Lohn bezahle ich meiner Babysitterin, meinem Babysitter? Die Tarifempfehlungen sind regional unterschiedlich. Der Tarif wird von den Eltern und den Babysittenden gemeinsam vereinbart. Die genaue Höhe der Entschädigung hängt ab von:

  • Alter, Erfahrung und Ausbildung des Babysitters

  • Alter und Anzahl der zu betreuenden Kinder

  • Tages-, Abend- oder Nachtbetreuung

Wir empfehlen: 

  • 13 bis 15 Jahre: 8 bis 10 Franken pro Stunde

  • 16 bis 25 Jahre: 11 bis 18 Franken pro Stunde

Dieser Tarif gilt beim Hüten von zwei Kindern. Für jedes weitere Kind empfehlen wir einen Zuschlag von 2 Franken.
Übernachtet die Person, die die Kinder hütet, vor Ort, empfehlen wir eine Pauschale von mindestens 50 Franken. Entstehen Fahrkosten, werden diese von den Eltern übernommen.

Die Babysittenden bzw. deren Eltern brauchen eine Haftpflichtversicherung.
In welchen Fällen braucht es eine Unfallversicherung?

  • Babysitterinnen und Babysitter zwischen 18 und 25 Jahren bei einem Verdienst von 750 Franken pro Jahr/Familie: Unfallversicherung nicht obligatorisch

  • Babysitterinnen und Babysitter ab 25 Jahren: Unfallversicherung obligatorisch

Sozialbeiträge (AHV/IV/EO/ALV):

  • Babysitterinnen und Babysitter zwischen 13 und 18 Jahren: keine Beiträge

  • Babysitterinnen und Babysitter zwischen 18 und 25 Jahren bei einem Verdienst von 750 Franken pro Jahr/Familie: keine Beiträge

  • Erwerbstätige Babysitterinnen und Babysitter ab 18 Jahren bei einem Verdienst von über 750 Franken pro Jahr/Familie: Beitragspflichtig (nicht erwerbstätige Babysitter ab 21 Jahren beitragspflichtig)

Ideal ist ein erstes gemeinsames Kennenlernen aller Beteiligten. Ein offenes Gespräch zeigt, ob alle die gleichen Vorstellungen haben und ob die Chemie mit den Kindern stimmt.
Klären Sie diese Punkte: Tarif, Versicherung, Pünktlichkeit, kurzfristige Absagen, Medienkonsum, Umgang mit Fotos, Übernachtung, Heimweg.

  • Bereiten Sie Ihr Kind am Tag der Betreuung auf die neue Person vor.

  • Die hütende Person trifft frühzeitig ein. Nehmen Sie sich Zeit für den Abschied. Gehen Sie nicht unbemerkt weg.

  • Bleiben Sie beim ersten Mal in der Nähe der Wohnung.

  • Sie informieren Babysitterinnen und Babysitter über die Gewohnheiten des Kindes.

  • Sie sprechen über den Ablauf (Mahlzeiten, Schlafenszeit).

  • Sie hinterlassen eine Telefonnummer für Notfälle.

  • Sie zeigen, wo das Erste-Hilfe-Material und der Sicherungskasten sind.

  • Sie lassen einen Hausschlüssel zurück.

  • Sie sagen, wann Sie zurück sind, und halten sich daran.

  • Sie fragen die Babysitterin oder den Babysitter, ob er ausreichend informiert ist.

  • Sie fragen , wie die Zeit mit dem Kind verlaufen ist.

  • Je nach Rückmeldung: Wie könnte eine schwierige Situation besser bewältigt werden?

  • Sie entschädigen die Babysitterin oder den Babysitter.

  • Sie sorgen dafür, dass die hütende Person sicher nach Hause gelangt, oder bieten ihr die Möglichkeit, zu übernachten.

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