REDOG im Einsatz im Erdbebengebiet

Erdbeben: Roter Halbmond und Rotes Kreuz helfen in Türkei und Syrien

News • 29.3.2023

Das heftige Erdbeben im Südosten der Türkei und im Norden von Syrien hat Zerstörung und Leid für die Menschen vor Ort verursacht. Der Rote Halbmond und das Rote Kreuz leisten Nothilfe. Rettungshunde-Teams von REDOG reisten in das Katastrophengebiet. Sie haben in den Trümmern Verschüttete geortet.

Das Erdbeben an der türkisch-syrischen Grenze vom 6. Februar 2023 hatte eine Stärke von 7,8. Die Zerstörung und das menschliche Leid nach der Erdbeben-Katastrophe sind unfassbar. Mehr als 52'000 Todesopfer wurden mittlerweile gezählt und es werden noch immer mehr.

Auch die Infrastruktur ist schwer beschädigt. Das wiegt besonders in Syrien schwer, wo viele Gebäude und Infrastruktur aufgrund des Krieges stark beschädigt und einsturzgefährdet sind. Die prekäre Wohnsituation spitzte sich durch das raue Wetter weiter zu. Im Nordwesten Syriens sind die Schäden sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten sehr hoch. Hunderttausende Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, brauchen dringend Notunterkünfte, sauberes Wasser, Hygienesets und medizinische Versorgung.

Die Unterstützung bei der Suche und Rettung, der Ersten Hilfe, der Notfallversorgung und der Bereitstellung von Unterkünften hat für die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung Priorität.

Ein Mann steht vor eingestürzten Häusern. Er ist von hinten zu sehen und trägt eine rote IFRC-Weste. Der Himmel ist blau und es ist sonnig.
Der Experte für Notunterkünfte, Pascal Panosetti, in Latakia, Syrien.

5 Millionen Franken gesprochen

Dank grosszügiger Spenden aus der Bevölkerung und mit Unterstützung des Bundes, kann das SRK mindestens fünf Millionen Franken einsetzen, um das Leid der Menschen zu lindern.

Einen Grossteil der fünf Millionen Schweizer Franken wird das SRK für die Hilfe in Syrien verwenden, wo es seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond die Bevölkerung in den Bereichen Gesundheit, Hygiene und bei der Wiederherstellung der Lebensgrundlagen unterstützt.

Eine Frau mit zusammen gebunden braun-rötlichen Haaren blickt direkt in die Kamera. Sie trägt ein graues Polo-Shirt mit der Aufschrift Swiss Red Cross.
Das Erdbeben trifft die Menschen in einer Region, die bereits vom Krieg stark betroffen war. Viele lebten schon vor dieser erneuten Katastrophe unter äusserst prekären Bedingungen. Jetzt ist ihre Not noch grösser.

Maya Helwani, SRK-Delegierte in Syrien

Eine Gesundheitsfachfrau sowie Experten für Notunterkünfte, Logistik und Finanzen aus dem Nothilfe-Personalpool des SRK sind nach Damaskus und Beirut gereist, um die koordinierte Nothilfe der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung in den kommenden Monaten zu unterstützen.

Roter Halbmond rettet Leben

Die Teams des Türkischen und des Syrisch-Arabischen Roten Halbmondes sind seit den frühen Morgenstunden des 6. Februars 2023 vor Ort im Einsatz. Folgendes leistet der Syrisch-Arabische Rote Halbmond:

  • Erste Hilfe und medizinische Notevakuierungen

  • Rettungsteams sind derzeit in Hama, Latakia und Aleppo im Einsatz. 23 Krankenwagen wurden in die betroffenen Gebiete entsandt

  • Teams für die Leichenbergung sind mobilisiert

  • Bereitstellung von Fertiggerichten

  • Zugang zu Unterkünften

Folgende Aktivitäten leistet der Türkische Rote Halbmond:

  • Versorgung der betroffenen Menschen und der Ersthelferteams mit Lebensmitteln, Zelten und Decken

  • Zubereitung von heisser Suppe für Menschen, die die Nacht im Freien verbringen mussten

  • Bereitstellung seiner gesamten nationalen Blut- und Plasmavorräte

  • Aufruf an die Menschen in der ganzen Türkei Blut zu spenden, um den erhöhten Bedarf zu decken

  • Psychosoziale Unterstützung, um die psychologischen Auswirkungen der Katastrophe auf gefährdete Gruppen zu minimieren

Das SRK unterstützt die Nothilfen seiner Schwestergesellschaften mit insgesamt fünf Millionen Franken. Der Schwerpunkt liegt auf unserem Programmland Syrien, wo wir eine eigene Delegation vor Ort haben. Diese Hilfe wird auch vom Bund finanziell unterstützt. Zudem reist ein Spezialist für Notunterkünfte für zwei Monate ins Erdbebengebiet nach Syrien. Er koordiniert die Unterbringung von Menschen, die ihr Zuhause verloren haben.

Hilfe der Rotkreuzbewegung im Erdbebengebiet

Hunde-Teams retteten Leben

REDOG im Einsatz im Erdbebengebiet
Ein Suchteam von REDOG im Einsatz im Erdbebengebiet.

REDOG, eine der vier Rettungsorganisationen des SRK, flog noch am Tag des Ereignisses in das Erdbebengebiet. Dort suchten sie gemeinsam mit der Rettungskette Schweiz und der türkischen Rettungsorganisation GEA nach verschütteten Menschen unter den Trümmern. REDOG war für die Ortung zuständig. Die Rettungskette Schweiz und GEA retteten die Verschütteten. Dank der feinen Hundenase konnten Menschen geortet werden, die sonst keine Chance mehr auf Rettung gehabt hätten.

Ein Grossaufgebot von 22 REDOG-Mitgliedern mit 14 Hunden war im Erdbebengebiet im Einsatz. Die einzelnen Teams setzen sich jeweils zusammen aus Expertinnen und Experten in Hundeführung, Tiermedizin, technischer Ortung und Einsatzleitung.

Häufige Fragen

Mit Spenden helfen

Das SRK sammelt Spenden, um den Betroffenen im Erdbebengebiet zu helfen. Die Spenden werden für die beiden Schwesterorganisationen des SRK – den türkischen und syrisch-arabischen Roten Halbmond – gesammelt sowie für REDOG, den Schweizerischen Verein für Such- und Rettungshunde, der mit Rettungshunde-Teams vor Ort im Einsatz war.

Ein Notfallteam ist mit einer Trage am Ort des Erdbebens.
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Erdbeben in Syrien und der Türkei: Unterstützen Sie die Nothilfe

Unterstützen wir gemeinsam die Betroffenen in der Türkei und in Syrien! Eine Spende aus der Schweiz hilft den Menschen vor Ort. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir helfen.

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