Anerkennung ausländischer Diplome

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Sie haben im Ausland eine Ausbildung im Gesundheitsbereich abgeschlossen und wollen Ihr Diplom in der Schweiz anerkennen lassen? Das Schweizerische Rote Kreuz hilft Ihnen bei der Anerkennung.

Warum brauche ich eine Anerkennung?

Haben Sie Ihre Ausbildung im Ausland abgeschlossen? Wenn Sie in der Schweiz einen reglementierten Gesundheits-Beruf ausüben möchten, muss Ihr Diplom anerkannt werden.

Was sind reglementierte Berufe?

Auf der Seite des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) finden Sie Informationen zu den reglementierten Berufen. 

Mehr erfahren

Welche Vorteile bringt mir eine Anerkennung?

Ist Ihre ausländische Ausbildung vergleichbar mit einer schweizerischen Ausbildung? Dann können Sie mit der Diplomanerkennung vergleichbare Stellen in der Schweiz besetzen und gleiche Lohnansprüche stellen.

Was muss ich tun?

Lesen Sie zuerst den ganzen Ablauf durch: Schritt 1 bis Schritt 3. Erst dann starten Sie mit Schritt 1, dem kostenlosen PreCheck. Beim PreCheck erfahren Sie, ob Sie das Verfahren für die Anerkennung beginnen können.

  • Schritt 1: PreCheck ausfüllen

  • Schritt 2: Sie erhalten ein positives oder negatives Resultat.
    → Bei einem positiven Resultat: Anerkennungsverfahren starten, Gesuchsunterlagen anfordern.
    → Bei einem negativen Resultat: Wir informieren Sie über die weiteren Möglichkeiten.

  • Schritt 3: Sie erhalten von uns das Ergebnis zu Ihrem Anerkennungsverfahren.

Schritt 1: Informationen zum PreCheck

Der PreCheck beantwortet Ihnen diese Fragen:

  • Ist das SRK zuständig für die Anerkennung von meinem Diplom?

  • Unter welchen Bedingungen kann ich ein Anerkennungsverfahren beginnen?

PreCheck

Beginnen Sie nun den PreCheck, um zu erfahren, ob Sie das Verfahren für die Anerkennung starten können.

Wie geht es weiter?

Sobald Sie alle Unterlagen vollständig eingereicht haben, dauert die Bearbeitung maximal vier Wochen. Danach können Sie sich beim PreCheck erneut einloggen. Dort finden Sie das Resultat. Sie erfahren, ob das PreCheck-Resultat positiv oder negativ ist.

Start des Anerkennungsverfahrens: Wir informieren Sie, was Sie als Nächstes tun müssen. Und wir teilen Ihnen mit, was das Verfahren kostet.

Wir informieren Sie über die weiteren Möglichkeiten.

Schritt 2: Anerkennung

Mit dem positiven PreCheck-Resultat haben Sie ein Antragsformular erhalten. Damit können Sie die Gesuchsunterlagen bestellen.

Wie geht es weiter?

  • Sie organisieren alle notwendigen Dokumente.

  • Sie bezahlen die Rechnung.

  • Sie senden uns alle Dokumente und das unterschriebene Gesuchsformular per Post an:

Schweizerisches Rotes Kreuz
Gesundheitsberufe
Werkstrasse 18
3084 Wabern

Wir haben das Gesuch und alle Unterlagen erhalten, der Rechnungsbetrag ist verbucht: Ihr Anerkennungsverfahren ist gestartet. Nach spätestens drei bis vier Monaten erhalten Sie von uns eine schriftliche Rückmeldung. Und wir informieren Sie über das weitere Vorgehen.

Schritt 3: Entscheid zu Ihrer Anerkennung

Ihr Diplom wird direkt anerkannt: Dann brauchen Sie nichts weiter zu tun.

Falls Ihr Diplom nicht direkt anerkannt wird, haben Sie die Möglichkeit, weitere Qualifikationen nachzuholen. Wir informieren Sie im Entscheid, welche Ausgleichsmassnahmen notwendig sind.

Ausgleichsmassnahmen

Im Verfahren vergleichen wir Ihren Berufsabschluss mit dem Abschluss in der Schweiz. Weicht Ihre Ausbildung wesentlich von der schweizerischen Ausbildung ab? Dann werden von Ihnen Ausgleichsmassnahmen verlangt. Zum Beispiel:

  • ein Anpassungslehrgang

  • ein Anpassungslehrgang und eine Zusatzausbildung

  • eine Eignungsprüfung

GUT ZU WISSEN

Ausgleichsmassnahmen

Weitere Informationen zu den Ausgleichsmassnahmen finden Sie beim Abschnitt «FAQ».

FAQ

Wie lange dauert die Anerkennung?

Das Anerkennungsverfahren dauert etwa drei bis vier Monate. Sofern das Dossier komplett ist und Sie uns alle notwendigen Dokumente geschickt haben. Falls Ausgleichsmassnahmen nötig sind, verlängert sich die Dauer des Verfahrens.

Wie viel kostet die Anerkennung?

  • 550 Franken, wenn Ihr Abschluss in Pflege oder Geburtshilfe nach den EU-Richtlinien Anhang V absolviert wurde. Sie erhalten eine Rechnung.

  • 930 Franken, wenn keine Ausgleichsmassnahmen nötig sind. Sie erhalten zwei Teilrechnungen.

  • 1’000 Franken, wenn Ausgleichsmassnahmen nötig sind. Sie erhalten zwei Teilrechnungen.

  • Je nach Beruf zusätzlich 130 Franken für die Registrierung im Nationalen Gesundheitsberuferegister NAREG.

WICHTIG

Kosten Ausgleichsmassnahmen

Falls Ausgleichsmassnahmen nötig sind, müssen Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen. Diese werden Ihnen direkt von den Anbietern der Ausgleichsmassnahmen in Rechnung gestellt.

FAQ

Unterlagen zum Einreichen eines Anerkennungsgesuchs

Certificate of Current Professional Status / Letter of Good Standing

Teil des Anerkennungsgesuchs ist eine Bescheinigung darüber, dass die antragstellende Person berechtigt ist, ihren Beruf auszuüben.  

Wofür benötige ich diese Bescheinigung?

Die Bescheinigung sichert die Qualität im Schweizer Gesundheitswesen und dient somit dem Schutz von Patientinnen und Patienten. Für den Antrag zur Ihrer Diplomanerkennung benötigen Sie einige Unterlagen. Dazu gehört auch eine Bescheinigung, dass Sie berechtigt sind, Ihren Beruf im entsprechenden Land auszuüben. Und dass keine Sanktionen gegen Sie vorliegen. Das heisst, dass es Ihnen nie untersagt wurde, den Beruf auszuüben, weder endgültig noch vorübergehend. 

Woher bekomme ich diese Bescheinigung?

Diese Bescheinigung erhalten Sie von der Behörde in dem Land, in dem Sie zuletzt gearbeitet haben. Sie sind dafür verantwortlich, diese Bescheinigung einzuholen. Hier finden Sie eine Übersicht über die zuständige Behörde.

Zuständige Behörde:

Zuständige Behörde in Deutschland: entsprechendes Regierungspräsidium

Eine offizielle Übersicht der zuständigen Behörde aus den Drittstaaten liegt nicht vor.

Welche Informationen braucht es auf der Bescheinigung?

  • Name  

  • Beruf/Ausbildung 

  • Aussage zu Sanktionen. Das heisst, dass es Ihnen nie untersagt wurde, den Beruf auszuüben.

  • Ausstellungsland und -behörde 

  • Datum, Unterschrift der Behörde 

WICHTIG

Ablauf CCPS/LoGS

Je nach Land heisst diese Bescheinigung anders: «Certificate of Current Professional Status (CCPS)» oder «Letter of Good Standing» (LoGS). Für den ersten Schritt zur Diplomanerkennung, den PreCheck, ist ein aktuelles CCPS / aktueller LoGS noch nicht notwendig.
Zum Zeitpunkt, an dem Sie das Gesuch zur Anerkennung einreichen, darf Ihr CCPS/LoGS nicht älter als drei Monate sein.

Wann brauche ich kein CCPS / keinen LoGS?

Falls Sie Ihren Beruf seit mehr als fünf Jahren in der Schweiz ausüben, brauchen Sie kein CCPS / keinen LoGS. 
In diesem Fall brauchen Sie aber folgende Unterlagen:  

  • Arbeitszeugnisse 

  • einen aktuellen Strafregisterauszug aus der Schweiz  

  • eine Berufsausübungsbewilligung, Fachprüfung, Registrierung oder Work-Licence 

Falls Ihr Diplom nicht registriert wurde, kann die zuständige Behörde kein CCPS / keinen LoGS ausstellen. Dies kann folgende Gründe haben:

  • Im entsprechenden Land liegt kein Register vor. 

  • Sie haben Ihren Beruf nie im Ausbildungsland ausgeübt. 

Dann brauchen Sie für Ihr Anerkennungsgesuch:

  • eine Bescheinigung, dass Sie NICHT registriert wurden: «Certificate of Non-Registration». Dieses Dokument erhalten Sie bei der zuständigen Behörde. 

  • Zudem brauchen Sie einen Auszug aus dem Strafregister. Dieser darf nicht älter als drei Monate sein. 

Welche Infos gehören auf das «Certificate of Non-Registration»?

  • Name 

  • Beruf/Ausbildung 

  • Bescheinigung, dass kein Register für den Beruf existiert oder dass die/der Gesuchstellende nicht registriert ist.

  • Bescheinigung, dass der Abschluss der/des Gesuchstellenden zur Ausübung des Berufes berechtigt.

  • Ausstelldatum und -behörde 

  • Datum, Unterschrift der Behörde 

Informationen zu Ihrem Beruf

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen: 

  • diplomierte biomedizinische Analytikerin HF oder diplomierter biomedizinischer Analytiker HF 

Rechtliche Grundlagen

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen:

  • diplomierte Dentalhygienikerin oder diplomierter Dentalhygieniker HF

Rechtliche Grundlagen

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen:

  • Fachfrau EFZ oder Fachmann Gesundheit EFZ

Rechtliche Grundlagen

Für die Anerkennung in Geburtshilfe gibt es zwei unterschiedliche Anerkennungsverfahren: 

  • EU-harmonisiertes Verfahren

  • ordentliches Verfahren

EU-harmonisiertes Verfahren

Bei diesem Anerkennungsverfahren wird geprüft, ob der Berufsabschluss den EU-Richtlinien entspricht. Deshalb ist das EU-harmonisierte Verfahren günstiger (680 Franken) und beansprucht weniger Zeit als das normale Verfahren. Damit wir das EU-harmonisierte Verfahren anwenden können, braucht es zwei Voraussetzungen:

  • 1.  Voraussetzung: Ihr Berufsabschluss ist im Anhang V der EU-Richtlinie aufgeführt (ab Seite 124). Ihr Berufsabschluss muss nach dem aufgeführten Stichdatum erfolgt sein.

  • 2. Voraussetzung: Das EU-harmonisierte Verfahren gilt nur für bestimmte Ausbildungsländer: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien (Übergangsregelung Brexit), Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern. 

Hinweis: Die Abschlüsse werden nicht mit einem schweizerischen Bildungsgang verglichen. Es wird keine Niveau-Einstufung vorgenommen, weil bei den betreffenden Ausbildungsabschlüssen lediglich die EU-Richtlinienkonformität überprüft wird. Dies gilt auch für Bachelor- und Master-Abschlüsse in Geburtshilfe aus EU/EFTA-Mitgliedstaaten.

Ordentliches (normales) Verfahren

Sind beide Voraussetzungen für ein EU-harmonisiertes Verfahren nicht erfüllt, wird Ihr Berufsabschluss nach dem ordentlichen Anerkennungs-Verfahren beurteilt. Das heisst, Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen:

  • Bachelor of Science in Hebamme (FH)

Rechtliche Grundlagen

Diagramme Anerkennungsverfahren

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen:

  • Medizinische Masseurin oder Medizinischer Masseur mit eidgenössischem Fachausweis FA

Rechtliche Grundlagen

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen: 

  • diplomierte Radiologiefachfrau HF oder diplomierter Radiologiefachmann HF

Rechtliche Grundlagen

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen: Naturheilpraktikerin/Naturheilpraktiker mit eidgenössischem Diplom in

  • Ayurveda-Medizin

  • Homöopathie

  • Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) 

    oder

  • Traditioneller Europäischer Naturheilkunde (TEN)

Rechtliche Grundlagen

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen: 

  • diplomierte Fachfrau oder diplomierter Fachmann Operationstechnik HF

Rechtliche Grundlagen

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen: 

  • diplomierte Orthoptistin HF oder diplomierter Orthoptist HF 

Rechtliche Grundlagen

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen:

  • Podologin EFZ oder Podologe EFZ

Rechtliche Grundlagen

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen:

  • diplomierte Podologin oder diplomierter Podologe HF 

Rechtliche Grundlagen

Für die Anerkennung in Pflege gibt es zwei unterschiedliche Anerkennungsverfahren: 

  • EU-harmonisiertes Verfahren

  • ordentliches Verfahren

EU-harmonisiertes Verfahren

Bei diesem Anerkennungsverfahren wird geprüft, ob der Berufsabschluss den EU-Richtlinien entspricht. Deshalb ist das EU-harmonisierte Verfahren günstiger (680 Franken) und beansprucht weniger Zeit als das normale Verfahren. Damit wir das EU-harmonisierte Verfahren anwenden können, braucht es zwei Voraussetzungen:

  • 1.  Voraussetzung: Ihr Berufsabschluss ist im Anhang V der EU-Richtlinie aufgeführt (ab Seite 124). Ihr Berufsabschluss muss nach dem aufgeführten Stichdatum erfolgt sein.

  • 2. Voraussetzung: Das EU-harmonisierte Verfahren gilt nur für bestimmte Ausbildungsländer: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien (Übergangsregelung Brexit), Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.

Hinweis:

Die Abschlüsse werden nicht mit einem schweizerischen Bildungsgang verglichen. Es wird keine Niveau-Einstufung vorgenommen, weil bei den betreffenden Ausbildungsabschlüssen lediglich die EU-Richtlinien-Konformität überprüft wird. Dies gilt auch für Bachelor- und Master-Abschlüsse in allgemeiner Pflege aus EU/EFTA-Mitgliedstaaten. 

Ordentliches (normales) Verfahren

Sind beide Voraussetzungen für ein EU-harmonisiertes Verfahren nicht erfüllt, wird Ihr Berufsabschluss nach dem ordentlichen Anerkennungsverfahren beurteilt. Das heisst, Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen:

  • Pflegefachfrau oder Pflegefachmann HF / Bachelor of Science in Pflege (FH)

Rechtliche Grundlagen

Diagramme Anerkennungsverfahren

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen:

  • diplomierte Rettungssanitäterin oder diplomierter Rettungssanitäter HF 

Rechtliche Grundlagen

Ihr Berufsabschluss wird mit diesem Schweizer Abschluss verglichen: 

  • Transportsanitäterin oder Transportsanitäter mit eidgenössischem Fachausweis FA

Rechtliche Grundlagen

Sprachkenntnisse

Diese Kenntnisse brauchen Sie, damit Ihr Diplom anerkannt wird:

  • Sprachniveau B2 in Deutsch, Französisch oder Italienisch

GUT ZU WISSEN

Sprachzertifikat

Sie können auch im Ausland ein Sprachzertifikat erwerben.

Das SRK akzeptiert folgende Zertifikate:

  • Goethe-Zertifikat B2

  • telc Deutsch B2

  • TestDaF, Niveaustufen 3–5 (B2)

  • Zertifikat B2 ÖSD

  • TELC B2

  • DELF B2

  • TCF B2 (épreuves obligatoires et épreuves complémentaires)

  • TEF pour les études en France B2

  • TEF valable pour la naturalisation suisse B2 (compréhension et expression orales et écrites)

  • CELI 3 (B2)

Sprachkenntnisse einreichen

Je nach Berufsabschluss oder Ausbildungsland müssen Sie die Sprachkenntnisse zu einem anderen Zeitpunkt des Anerkennungsverfahrens einreichen. Es kann sein, dass Sie Ihre Sprachkenntnisse während des Anerkennungsverfahrens einreichen müssen. Das ist der Fall, wenn:

  • Ihr Berufsabschluss in der EU-Richtlinie 2005/36/EG aufgeführt ist. Und Sie in einem der folgenden Länder Ihre Ausbildung abgeschlossen haben:

  • Belgien

  • Bulgarien

  • Dänemark

  • Deutschland

  • Estland

  • Finnland

  • Frankreich

  • Griechenland

  • Grossbritannien (Übergangsregelung Brexit)

  • Irland

  • Island

  • Italien

  • Kroatien

  • Lettland

  • Liechtenstein

  • Litauen

  • Luxemburg

  • Malta

  • Niederlande

  • Norwegen

  • Österreich

  • Polen

  • Portugal

  • Rumänien

  • Schweden

  • Slowakei

  • Slowenien

  • Spanien

  • Tschechische Republik

  • Ungarn

  • Zypern

Sind oben erwähnte Voraussetzungen nicht erfüllt, müssen Sie Ihre Sprachkenntnisse bereits vor dem Anerkennungsverfahren einreichen. Also bei Schritt 1, beim Start des PreCheck.

Hinweis:

Mehr Informationen dazu erhalten Sie mit dem PreCheck-Resultat.

Fragen und Antworten

Ja. Eine Anerkennung ist für reglementierte Berufe gesetzlich vorgeschrieben. Sie dient der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen und somit dem Schutz der Bevölkerung.

Es entstehen folgende Kosten:

  • 550 Franken, wenn Ihr Abschluss in Pflege oder Geburtshilfe nach den EU-Richtlinien absolviert wurde (Anhang V). Sie erhalten eine Rechnung.

  • 30 Franken, wenn keine Ausgleichsmassnahmen nötig sind. Sie erhalten zwei Teilrechnungen.

  • 1’000 Franken, wenn Ausgleichsmassnahmen nötig sind. Sie erhalten zwei Teilrechnungen.

  • Je nach Beruf zusätzlich 130 Franken für die Registrierung im NAREG.

Die Anerkennung wird im Auftrag des Bundes kostendeckend und ohne Profit durchgeführt. So setzen sich die Kosten zusammen:

  • Analyse, Recherche und Bewertung der Dossiers durch eine Fachperson

  • Führen des Berufsregisters

  • Infrastruktur

  • Aufnahme ins Register NAREG

Hinweis:

Sind Ausgleichsmassnahmen für die Anerkennung nötig? Dann müssen Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen. Diese werden Ihnen direkt von den Anbietern der Ausgleichsmassnahmen in Rechnung gestellt.

Ja. Bürgerinnen und Bürger aus Drittstaaten müssen berechtigt sein, sich in der Schweiz niederzulassen und eine gültige Aufenthaltsbewilligung haben.

  • Wenn alle notwendigen Dokumente vorhanden sind. Eine Liste mit allen notwendigen Dokumenten erhalten Sie gleichzeitig mit dem Gesuchsformular.

  • Wenn die Rechnung bezahlt ist.

  • Wenn der Rechnungsbetrag bei uns verbucht ist.

Ihr Gesuch liegt vollständig bei uns vor: Dann erhalten Sie nach etwa drei bis vier Monaten einen ersten Entscheid.
Falls zusätzliche Ausgleichsmassnahmen nötig sind, verlängert sich das Verfahren.

Hinweis:

Ihr Dossier bleibt für maximal zwei Jahre geöffnet.

In der Regel benötigen wir nur Kopien oder amtlich beglaubigte Kopien Ihrer Dokumente. Falls wir doch ein Originaldokument brauchen, weisen wir Sie darauf hin.
Das SRK übernimmt keine Haftung für verloren gegangene oder beschädigte Originaldokumente.

Eine beglaubigte Kopie bestätigt, dass die Kopien der Dokumente echt sind. Ein Stempel und eine Unterschrift bestätigen, dass die Kopie mit dem Original übereinstimmt. Eine amtliche Beglaubigung kann im Ausland und in der Schweiz gemacht werden. Zum Beispiel bei einem Notar oder auf der Gemeinde- oder Stadtverwaltung.

Hinweis:

Bitte senden Sie uns die Kopie Ihres Dokuments mit der Originalbeglaubigung. Die Beglaubigung muss entweder in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch sein. Sonst müssen Sie die Beglaubigung in eine dieser Sprachen übersetzen.

Übersetzungen müssen von einem anerkannten Übersetzungsbüro durchgeführt werden. Zum Beispiel:

  • Übersetzungsdienst der Botschaft

  • beeidigte Übersetzende

  • ASTTI-registrierte Übersetzende

Die Dokumente müssen entweder in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch übersetzt werden.

Das sind Dokumente, welche die Arbeitserlaubnis in Ihrem Herkunftsland bestätigen.

Wenn Ihr Berufsabschluss wesentlich vom Schweizer Abschluss abweicht, dann müssen Sie Ausgleichsmassnahmen absolvieren. Zum Beispiel:

  • einen Anpassungslehrgang

  • einen Anpassungslehrgang kombiniert mit Zusatzausbildung

  • eine Eignungsprüfung

Was ist ein Anpassungslehrgang?

Sie arbeiten in Ihrem Beruf. Der Anpassungslehrgang wird anhand von definierten Kriterien evaluiert. Möglicherweise können Sie ihn an der aktuellen Arbeitsstelle in der Schweiz absolvieren.

Was ist eine Zusatzausbildung?

Die Zusatzausbildung findet als theoretischer Unterricht statt. Sie schliesst Lücken in theoretischen Inhalten.

Was ist eine Eignungsprüfung?

Die Eignungsprüfung findet in allen Berufen in mindestens zwei Bereichen statt:

  • theoretische, schriftliche Prüfung (schriftliche Arbeit)

  • mündliche Prüfung (Fachgespräch)

Diese sind ein Berufsleben lang gültig. Der Ausweis oder die Verfügung können jedoch bei unrechtmässigem Erwerb entzogen werden.

Nein.

Nein. Das SRK kann keine Jobs vermitteln. Sie können sich aber auf Jobangebote bewerben. Diese finden Sie im Web. Zum Beispiel unter www.jobs.ch oder www.carepeople.ch. Jobs finden Sie auch in Fachzeitschriften. Oder Sie können ein Stellenvermittlungsbüro kontaktieren.

Persönliche Beratungen sind nur möglich, wenn Sie uns vorher anrufen. Dann vereinbaren wir einen Termin. Sie erreichen uns unter dieser Telefonnummer: +41 58 400 44 84 von Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr.

Wir erstellen Ihnen ein Duplikat. Damit wir das Duplikat erstellen können, brauchen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Kopie Ihres Passes oder Ihrer Identitätskarte (ID). Bitte kopieren Sie von der ID beide Seiten.

  • Aktuelle Adresse (Postanschrift)

Hinweis:

Haben Sie Ihren Namen geändert? Falls ja, benötigen wir einen Nachweis dieser Änderung. Zum Beispiel einen Auszug aus dem Eheregister.

Kosten

Das Duplikat kostet 160 Franken.

Die K-Nummer ist auf eine Person ausgestellt und bestätigt ein Anstellungsverhältnis. Weitere Informationen finden Sie bei der SASIS AG.

Die ZSR wird zum Beispiel für die Eröffnung einer eigenen Praxis benötigt. Bevor Sie eine ZSR beantragen können, braucht es die Anerkennung Ihres Diploms vom SRK. Weitere Informationen finden Sie bei der SASIS AG.

Die GLN liefert Adressen von Gesundheitsfachpersonen und juristischen Personen. Zum Beispiel einer Firma oder eines Vereins. Sie wird auch für die Eröffnung einer eigenen Praxis benötigt.
Sind Sie Mitglied bei Ihrem Berufsverband? Dann können Sie die GLN direkt bei der Geschäftsstelle des Berufsverbands beantragen.
Kein Mitglied beim Berufsverband? Dann können Sie die GLN beim Operator HCI Solutions AG beantragen.
Telefon: +41 58 851 28 00 / E-Mail: partner@hcisolutions.ch

Hinweis:

Wir erfassen alle Gesundheitsfachpersonen im Register NAREG mit der GLN.

Weitere Informationen

Möchten Sie wissen, nach welchen Rechtsgrundlagen Ihr Anerkennungsverfahren beurteilt wird? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen.

Rechtliche Grundlagen

Berufsabschlüsse werden nicht willkürlich verglichen. Die Vergleiche der Anerkennung SRK stützen sich auf die folgenden Grundlagen.

Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe (GesBG)

Das Parlament hat am 30. September 2016 das Bundesgesetz über die Gesundheitsberufe (GesBG) verabschiedet. Die im Gesetzesvorentwurf geregelten Gesundheitsberufe umfassen:

  • Pflegefachfrau und Pflegefachmann

  • Physiotherapeutin und Physiotherapeuten

  • Ergotherapeutin und Ergotherapeuten

  • Hebamme

  • Ernährungsberaterin und Ernährungsberater

  • Optometristin und Optometristen

  • Osteopathin und Osteopathen

Bundesgesetz über die Berufsbildung (BBG)

Am 13. Dezember 2002 wurde das Bundesgesetz über die Berufsbildung verabschiedet.

Die im Gesetzesvorentwurf geregelten Gesundheitsberufe umfassen:

  • Naturheilpraktik

  • Transportsanität

  • Rettungssanität

  • Podologie Höhere Fachschule (HF)

  • Pflegefachfrau oder Pflegefachmann (HF)

  • Orthoptik

  • Operations-Technik

  • biomedizinische Analytik

  • medizinisch-technische Radiologie

  • Dentalhygiene

  • medizinische Massage

  • Podologie Niveau Sekundarstufe II

  • Fachfrau Gesundheit / Fachmann Gesundheit

Wegleitung zur Prüfungsordnung über die Höhere Fachprüfung für Naturheilpraktikerin und Naturheilpraktiker

Die Qualitätssicherungskommission AM (Alternativmedizin) hat am 28. April 2015 die Wegleitung zur Prüfungsordnung über die Höhere Fachprüfung für Naturheilpraktikerin und Naturheilpraktiker erlassen. Die in der Wegleitung geregelten Fachrichtungen umfassen:

  • Ayurveda-Medizin

  • Homöopathie

  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

  • Traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN)

Wichtige Websites

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI)

Hier finden Sie rechtliche Grundlagen.

Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist verantwortlich für die Gesundheit der Bevölkerung und entwickelt die schweizerische Gesundheitspolitik.

Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK)

Die Schweizerische Gesundheitsdirektorenkonferenz ist das politische Koordinationsorgan der Kantone in der Gesundheitspolitik.

Anerkennung / Swiss ENIC

Für Stellensuchende mit einem ausländischen Hochschuldiplom, das in einen nicht reglementierten Beruf führt, kann das Swiss ENIC Anerkennungsempfehlungen ausstellen.

Europäische Kommission

Hier finden Sie zahlreiche Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung in ganz Europa für Studierende. Sowie Informationen zum Studium im Ausland, zur beruflichen Bildung, zur Anerkennung von Qualifikationen und Kompetenzen.

OdASanté

OdASanté ist die Nationale Dach-Organisation der Arbeitswelt Gesundheit. Sie vertritt die gesamtschweizerischen Interessen der Gesundheitsbranche in Bildungsfragen für Gesundheitsberufe. Hier finden Sie Informationen zu den Rahmenlehrplänen und Ausbildungen.

SASIS

Hier finden Sie Informationen bezüglich einer Kontrollnummer oder Abrechnungsnummer, wenn Sie als Physiotherapeut/in oder Ergotherapeut/in in der Schweiz arbeiten möchten.

Staatssekretariat für Migration (SEM)

Das Staatssekretariat regelt, unter welchen Bedingungen jemand in die Schweiz einreisen, hier leben und arbeiten darf – und es entscheidet, wer hier Schutz vor Verfolgung erhält.

santésuisse

santésuisse ist die führende Branchenorganisation der Schweizer Krankenversicherer im Bereich der sozialen Krankenversicherung.

GUT ZU WISSEN

Zertifiziertes Managementsystem

Die Prozesse des Fachbereichs Gesundheitsberufe sind nach ISO-Norm 9001:2015 zertifiziert.