Geburtshilfe / Hebamme

Erfahren Sie alles zur Anerkennung von ausländischen Ausbildungsabschlüssen aus EU/EFTA-Mitgliedstaaten und aus NICHT-EU/EFTA-Mitgliedstaaten.

Wie beginnt das Anerkennungsverfahren?

Das Anerkennungsverfahren beginnt mit dem obligatorischen PreCheck (Vorprüfung). Diese erste kostenlose Beurteilung Ihrer Unterlagen erfolgt über das Onlineportal www.precheck.ch.

Was kostet das Anerkennungsverfahren?

Die Kosten für eine Anerkennung betragen bis zu CHF 1‘000.-, zuzüglich CHF 130.- für die Registrierung im Nationalen Register der Gesundheitsberufe NAREG. Die Gebühr für die Anerkennung wird in einer Rechnung oder in zwei Teilrechnungen erhoben. Bitte beachten Sie, dass je nach Anerkennungsverfahren die Kosten unterschiedlich sind. Die detaillierten Kostenangaben finden Sie unter «Weiterführende Informationen». 

Auf welchen Grundlagen basiert die Anerkennung?

Für die Anerkennung in Geburtshilfe existieren unterschiedliche Anerkennungsverfahren. Hier erhalten Sie grundlegende Informationen über die verschiedenen Verfahren. Zudem erhalten Sie Informationen zu den Rechtsgrundlagen, auf welchen die Beurteilung Ihrer Anfrage basiert.

Abschlüsse in Geburtshilfe aus EU/EFTA-Mitgliedstaaten

Bei Abschlüssen aus EU/EFTA-Mitgliedstaaten wird das EU-harmonisierte, vereinfachte Verfahren angewendet, sofern die Abschlüsse

  • der EU-Richtlinie (EU-RL) 2005/36/EG entsprechen und
  • im Anhang 5.5.2 der besagten EU-RL aufgeführt sind.

Es kann keine Niveaueinstufung vorgenommen werden, weil bei den betreffenden Ausbildungsabschlüssen lediglich die EU-Richtlinienkonformität überprüft wird. Die Abschlüsse werden nicht mit einem schweizerischen Bildungsgang verglichen. Dies gilt auch für Bachelor- und Master-Abschlüsse in Geburtshilfe aus EU/EFTA-Mitgliedstaaten.

Alle anderen Abschlüsse in Geburtshilfe aus EU/EFTA-Mitgliedstaaten

Bei diesen Abschlüssen, welche nicht in oben genanntem Anhang aufgeführt sind, wird das ordentliche Verfahren entweder ohne Ausgleichsmassnahmen oder jenes mit Ausgleichsmassnahmen angewendet.

Die Anerkennungsverfahren stützen sich dabei auf:

  • die allgemeine Regelung der Richtlinie EU-RL 2005/36/EG. 

Abschlüsse, welche über die allgemeine Regelung der Richtlinie EU-RL 2005/36/EG anerkannt werden, können der Bildungsstufe entsprechend auch als Fachfrau / Fachmann Gesundheit anerkannt werden.

Ausgleichsmassnahmen

Die Überprüfung der berufsspezifischen Voraussetzungen der ausländischen Ausbildung erfolgt im Rahmen des eigentlichen Anerkennungsverfahrens.

Folgende Ausgleichsmassnahmen können je nach Bewertung verlangt werden:

  1. ein Anpassungslehrgang bei einem Arbeitgeber
  2. ein Anpassungslehrgang kombiniert mit einer Zusatzausbildung
  3. eine Eignungsprüfung

Abschlüsse in Geburtshilfe aus NICHT-EU/EFTA-Mitgliedstaaten

Bei Abschlüssen wird das ordentliche Verfahren entweder ohne Ausgleichsmassnahmen oder jenes mit Ausgleichsmassnahmen angewendet.

Die Anerkennungsverfahren stützen sich dabei auf: 

  • das Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz und 
  • die Verordnung zum Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz

Mit folgendem schweizerischen Bildungs- oder Studiengang werden die Abschlüsse aus NICHT-EU/EFTA-Mitgliedstaaten verglichen:

Hebamme FH (BSc) / Bachelor of Science (FH) Hebamme

Grundlagen sind das Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz und die Verordnung zum Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz.

Die Anerkennung in Geburtshilfe (Niveau Fachhochschule) entspricht dem Bildungsgang Tertiär (ISCED 6).

Ausgleichsmassnahmen

Die Überprüfung der berufsspezifischen Voraussetzungen der ausländischen Ausbildung erfolgt im Rahmen des eigentlichen Anerkennungsverfahrens.

Folgende Ausgleichsmassnahmen können je nach Bewertung verlangt werden:

  1. ein Anpassungslehrgang bei einem Arbeitgeber
  2. ein Anpassungslehrgang kombiniert mit einer Zusatzausbildung
  3. eine Eignungsprüfung