Mediencommuniqué

Covid-19-Impfung: Auch Freiwillige priorisieren

Das SRK setzt sich dafür ein, dass auch die Verletzlichsten Zugang zur Covid-19-Impfung haben – in der Schweiz wie auch weltweit. Ausser dem medizinischen Personal und den Risikogruppen sollen auch pflegende Angehörige und Freiwillige beim Impfen priorisiert werden.

Der Impfstoff ist sehr gefragt, nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit übersteigt die Nachfrage das vorläufig noch knappe Angebot. Das Rote Kreuz setzt sich weltweit für eine gerechte Verteilung der Impfdosen ein. Auch ärmere Länder sollen ihre Risikogruppen so rasch wie möglich schützen können – wie dies die COVAX-Initiative vorsieht, der sich auch die Schweiz angeschlossen hat. Die gerechte Verteilung der Impfdosen ist nicht nur eine Frage der Solidarität zwischen Arm und Reich. Aus epidemiologischer Sicht ist sie auch ein Gebot der Vernunft. Denn die Pandemie kann nicht in einem einzelnen Land überwunden werden – es braucht einen globalen Effort. Dazu gehört auch die vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes.

Solidarität zwischen Reich und Arm

Als Teil der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) unterstützt das SRK auch die Empfehlung von IFRC und WHO, wonach mindestens 2% der Impfdosen pro Land für «frontline workers» reserviert werden sollen – das heisst für Personen, die sich an vorderster Front bei der Bewältigung der Pandemie engagieren. In der Schweiz ist diese Forderung in der Covid-19-Impfstrategie des Bundes teilweise verankert. Diese sieht vor, neben den Risikogruppen und Gesundheitsfachleuten auch pflegende Angehörige prioritär zu impfen. Darüber hinaus fordert das SRK, auch Freiwillige mit direkten Kontakt zu Risikogruppen bei der Impfung zu priorisieren. Dazu zählen beispielsweise die Freiwilligen des Rotkreuz-Fahrdienstes oder Personen, die sich im Besuch- und Begleitdienst für ältere Menschen engagieren. Aktuell sind diese Dienstleistungen besonders wichtig.

Information in vielen Sprachen

Das SRK setzt sich weiter dafür ein, dass Menschen mit erschwertem Zugang zur Gesundheitsversorgung bei der Impfung nicht benachteiligt werden. So soll die Migrationsbevölkerung gleich gut über die Vorteile und Risiken der Impfung informiert werden wie die allgemeine Bevölkerung, und sie soll auch gleich guten Zugang haben zum Impfstoff. Über seine bewährten Kommunikationskanäle von migesplus und migesmedia stellt das SRK das Informationsmaterial in zahlreichen Sprachen zur Verfügung. Weiter setzt sich das SRK für Lösungen ein, damit verletzliche Personen möglichst in ihrer Nähe geimpft werden können und auch Sans-papiers ohne Krankenversicherung einen gleichberechtigten Zugang zur Impfung haben.

Falschinformationen bekämpfen

Im Rahmen der Internationalen Zusammenarbeit unterstützt das SRK seine Partner-Rotkreuzgesellschaften dabei, ihre wichtige Rolle zugunsten der Verletzlichsten auch in Bezug auf die Covid-19 Impfung wahrzunehmen. Dabei geht es vor allem darum, weit verbreitete Fehlinformationen durch Aufklärungskampagnen zu bekämpfen sowie die Impfkampagnen der Behörden zu unterstützen -  damit die Impfung auch benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu Gute kommt.

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