Impfung

Covid-19-Impfung: Solidarität in der Schweiz

Rund 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung wollen sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Es besteht die Gefahr, dass die Verletzlichen in der Schweiz – Menschen mit Beeinträchtigungen, Armutsbetroffene und Geflüchtete – hintenanstehen müssen. Das SRK fordert verständliche Informationen und einen niederschwelligen Zugang zu den Impfzentren.

Armutsbetroffene, Bildungsferne, Personen ohne IT-Infrastruktur, Geflüchtete oder Menschen mit Beeinträchtigungen: sie alle haben vielfach Mühe, sich über den Impfprozess, die Vorteile und mögliche Nebenwirkungen der Impfung zu informieren. Der digitale Graben verstärkt dies noch.

Information, die ankommt, baut Verunsicherung ab

Das SRK erarbeitete Empfehlungen zuhanden der Verantwortlichen, wie Impfzentren für alle Menschen besser zugänglich gemacht werden können. Ein niederschwelliger Zugang zu Impfzentren beinhaltet:

  • Informationen in einfacher oder leichter Sprache
  • Informationen in mehreren gängigen Sprachen
  • Vereinfachte Anmeldeprozesse online
  • Niederschwellig und hindernisfrei zugängliche Impfzentren

Covid-19-Impfung in der Schweiz für alle, die wollen

Es zeigt sich, dass eine wirksame Impfung, welche weltweit breit eingesetzt werden kann, ein entscheidender Faktor zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie sein dürfte. Die Impfung soll freiwillig bleiben. Aber alle Menschen, die sich impfen lassen wollen, sollen dies können.

  • Für Sans-Papiers sollte ein schweizweit einheitlicher Modus gefunden werden, wie sie sich anonym und ohne Krankenversicherung impfen lassen können.
  • Geflüchtete und deren Betreuungspersonal in gemeinschaftlichen Unterkünften sollen einen koordinierten Zugang zu Impfungen erhalten.
  • Für pflegebedürftige Menschen zu Hause müssen Möglichkeiten geschaffen wer-den, wie sie sich zu Hause oder zumindest in ihrer Nähe impfen lassen können.

Der Impfstoff ist sehr gefragt. Nicht nur in der Schweiz warten noch Tausende auf eine Impfung. Das Rote Kreuz setzt sich weltweit für eine gerechte Verteilung der Impfdosen ein. Dies ist nicht nur eine Frage der Solidarität, sondern aus epidemiologischer Sicht auch ein Gebot der Vernunft.

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