Westafrika

Ebola: Übersicht über die Aktivitäten des SRK

Gegen Ebola in Westafrika: Ein Überblick über das Engagement des SRK in Guinea, Sierra Leone und Liberia sowie der Präventionsarbeit in Ghana, Mali und Togo.

Seit dem Ebola-Ausbruch im Frühling 2014 unterstützt das Schweizerische Rote Kreuz den Kampf gegen die Epidemie in Westafrika. Seit April 2014 hat es per heute 25 Logistiker und Gesundheitsfachleute sowie Hilfsgüter in die betroffenen Länder gesandt zur Unterstützung der Rotkreuz-Föderation. In den SRK-Schwerpunktländern Ghana, Mali und Togo arbeitet es zusammen mit den nationalen Rotkreuz-Gesellschaften in der Prävention von Ebola.

Chronologie des SRK-Einsatzes in Westafrika

  • März 2014: Ebola-Ausbruch in Guinea. Das Virus breitet sich nach Sierra Leone und Liberia aus.
  • April 2014: Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) entsendet drei Mitarbeitende nach Guinea, um die internationale Rotkreuz-Föderation bei der Bekämpfung von Ebola zu unterstützen.
  • Juli 2014: Das SRK entsendet einen weiteren Mitarbeiter nach Westafrika, diesmal nach Sierra Leone.
  • August 2014: Die WHO stufte am 8. August die Ebola-Epidemie als internationalen Gesundheitsnotfall ein («Public Health Emergency of International Concern»).
  • August 2014: Ende August entsendet das SRK zwei weitere Personen nach Sierra Leone: eine Gesundheitsfachfrau, die hilft, das Rotkreuz-Feldspital in Kenema aufzubauen, Ebola-Patienten betreut und lokales Personal schult, sowie eine Logistikerin.

Die SRK-Mitarbeitenden, die in ein Ebola-Gebiet reisen, werden vorher sorgfältig geschult. Wer direkt mit Patienten arbeitet, besucht einen zweitägigen Vorbereitungskurs der Rotkreuz-Föderation in Genf.

  • Oktober 2014: Das SRK entsendet einen Logistiker nach Sierra Leone, welcher die seit August im Einsatz stehende SRK-Logistikerin ablöst.
  • Oktober 2014: Hilfsgüter aus dem SKR-Lager in Accra (Ghana) im Wert von 140 000 Franken werden nach Sierra Leone verschickt: 1135 Zeltplanen, 6 grosse und 20 normale Zelte sowie 400 Haushalts-Kits.
  • Oktober 2014: In den SRK-Schwerpunktländern Ghana, Togo und Mali unterstützt eine Gesundheitsperson aus dem SRK-Nothilfepool die nationalen Rotkreuz-Gesellschaften bei der Prävention von Ebola, um die Bevölkerung auf die Krankheit zu sensibilisieren und zu zeigen, wie sie sich schützen können und wie man bei allfälligen Anzeichen korrekt handelt. Es schult aber auch Rotkreuz-Personal und -Freiwillige im Umgang mit Ebola, damit bei einem allfälligen Ausbruch der Epidemie rasch reagiert werden kann.
  • November 2014: Das SRK entsendet weitere Fachleute nach Westafrika: Ein Logistiker sowie eine Pflegefachfrau unterstützen die internationale Rotkreuz-Föderation in Guinea, eine Pflegefachfrau geht für einen Monat nach Sierra Leone, um im Rotkreuz-Feldspital in Kenema zu arbeiten.
  • Dezember 2014: Das SRK entsendet für einen Monat einen weiteren Logistiker nach Westafrika, diesmal nach Liberia, um die Arbeit der Rotkreuz-Föderation zu unterstützen. Eine Pflegefachfrau ist im Rotkreuz-Feldspital in Kenema, Sierra Leone, im Einsatz.

Im 2014 konnte das SRK nebst Hilfsgütern insgesamt 12 Fachkräfte nach Westafrika entsenden.

2015: Das SRK weiterhin im Ebola-Einsatz

  • Januar 2015: Das SRK entsendet weitere Fachleute nach Westafrika: Ein Logistiker fährt nach Guinea, vier Pflegefachpersonen sowie zwei Ärzte unterstützen die internationale Rotkreuz-Föderation in Sierra Leone. Sie kommen im bestehenden Rotkreuz-Feldspital in Kenema sowie im neuen Ebola Treatment Center in Kono zum Einsatz.
  • Februar 2015: Drei SRK-Pflegefachpersonen sowie eine Ärztin reisen nach Sierra Leone, um in den beiden ETC-Behandlungszentren der Rotkreuz-Föderation von Kenema und Kono zu arbeiten.
  • März 2015: Das SRK entsendet erneut eine Ärztin nach Sierra Leone.
  • Mai 2015: Das SRK entsendet erneut eine Logistikerin für einen vierwöchigen sowie eine Pflegefachfrau für einen dreimonatigen Einsatz nach Sierra Leone, um das ETC-Behandlungszenter der Rotkreuz-Föderation in Kono zu unterstützen.

9. Mai 2015: Erfolg im Kampf gegen den tödlichen Viurs: WHO erklärt Liberia für Ebola-frei.

7. November 2015: Ein weiterer Erfolg im Kampf gegen Ebola: Die WHO erklärt auch Sierra Leone für Ebola-frei.

29. Dezember 2015: Die WHO erklärt Guinea für Ebola-frei.

14. Januar 2016: Liberia wird nach einem kurzen Rückschlag erneut von der WHO für Ebola-frei erklärt.

Zahlen per 11. Dezember 2015 (Quelle IFRC):

  • Infizierte: 28 601
  • Todesopfer: 11 300

Bildstrecke aus Kenema – Der Aufbau einer Rotkreuz-Ebola-Klinik in Bildern