Südosteuropa

Nässe bekämpfen, Rückkehr ermöglichen

Im Katastrophengebiet von Südosteuropa geht das Wasser nur langsam zurück. Das SRK hat 400 dringend benötigte Entfeuchtungsmaschinen in die bosnische Region Tuzla gebracht. In Serbien arbeitet das SRK mit dem Österreichischen Roten Kreuz zusammen, das gute Kontakte hat.

«In vielen Häusern fliesst das Wasser allmählich ab, aber die Nässe wird noch während Wochen wenn nicht Monaten ein Problem bleiben»,  sagt Hannes Heinimann, der ehemalige Leiter der Katastrophenhilfe des SRK. Er ist eben aus Bosnien zurückgekehrt, wo er das lokale SRK-Team bei der Koordination der Nothilfe unterstützt und die weitere Hilfe vorbereitet hat. Dank den Entfeuchtungsmaschinen, die Anfang Woche in Tuzla eingetroffen sind, können betroffene Familien rascher in ihre Wohnungen zurückkehren. Noch immer  leben rund 40‘000 Menschen, die bei der Katastrophe ihr Obdach verloren haben, in Evakuierungszentren oder bei Verwandten und Bekannten.

Rasche Hilfe dank lokalem Team

Seit dem Beginn der schweren Überflutungen Mitte Mai hat das SRK in der Region Tuzla 17‘000 Lebensmittelkonserven, 250 kg Wasserreinigungstabletten, sowie grosse Mengen Desinfektionsmittel, Reinigungsmaterial, Schaufeln,  Decken, Matratzen und Gummistiefel verteilt.  «Weil das SRK aufgrund seiner langjährigen Präsenz über ein gutes Netzwerk verfügt, konnten wir rasch und unbürokratisch helfen», erklärt Heinimann. Das Team vor Ort klärt nun die weiteren Massnahmen ab, um die Menschen über die Nothilfe hinaus bei der Rehabilitation zu unterstützen.

Serbien: Kooperation mit Österreichischem Roten Kreuz

In Serbien hat sich gezeigt, dass in der Phase der Nothilfe die Unterstützung durch das SRK nicht unmittelbar gefordert war, da sich praktisch von Beginn weg bereits acht andere nationale Rotkreuzorganisationen engagierten. Das SRK wird sich aber auch in Serbien an der Rehabilitation beteiligen. Es kooperiert dabei mit dem Österreichischen Roten Kreuz, das in dem Land gut vernetzt ist. Zwei Mitarbeiter des ÖRK sind derzeit in Serbien und klären ab, wo die Hilfe in den nächsten Monaten am dringendsten gebraucht wird.