25. April Weltmalariatag

Malaria: Prävention geht über alles

In Afrika konnte die Zahl der Malaria-Todesfälle innert 15 Jahren halbiert werden. Der wichtigste Grund dafür: Prävention bis in abgelegene Dörfer, wie sie das SRK zum Beispiel in Togo macht.

Trotz der eindrücklichen Erfolge, die die Weltgesundheitsorganisation zum Weltmalaria-Tag vom 25. April meldet, bleibt die Zahl der Opfer hoch. Noch immer sterben jährlich mehr als 600‘000 Menschen an Malaria, die meisten von ihnen Kinder.  Weil es nach wie vor keine Impfung gibt, sind Prävention, rasche Diagnose und umgehende Behandlung entscheidend. Je früher die Erkrankung erkannt wird umso besser sind die Chancen auf Heilung. Zudem kann das Ansteckungsrisiko eingedämmt werden. Malaria wird von Mensch zu Mensch via Mückenstiche übertragen.

Moskitonetze sind der wichtigste Schutz

In abgelegenen Regionen, wo die Gesundheitsversorgung schlecht ist und eine angemessene Behandlung schwierig, ist es besonders wichtig, dass die Menschen wissen, wie man sich vor Ansteckung schützt. Moskitonetze, die mit Insektiziden behandelt wurden, sind nach wie vor der wirkungsvollste Schutz.

Das Rote Kreuz bildet Freiwillige aus, die in den Dörfern die Menschen über unterschiedliche Krankheitsrisiken und Vorsorgemöglichkeiten informieren. In seinem Gesundheitsprogramm in Togo führt das SRK Aufklärungskampagnen zu Malaria durch und gibt Moskitonetze ab. Falls es trotzdem zu Erkrankungen kommt, erkennen die gut geschulten Freiwilligen die Symptome und verweisen die Patienten ans nächste Gesundheitszentrum. Diskutiert wird derzeit, ob die Rotkreuz-Freiwilligen sogar Medikamente abgeben sollen, da viele Dörfer zu abgelegen sind, als dass die Menschen innert nützlicher Frist in ein Gesundheitszentrum gelangen können.

Eine halbe Million Leben gerettet

Die Arbeit des SRK erfolgt im Rahmen der «Roll back Malaria»- Kampagne, die von  einem Netzwerk  internationaler Gesundheitsorganisationen getragen wird. Die Erfolge der Kampagne sind eindrücklich. Allein das Rote Kreuz hat innert zwölf Jahren weltweit an über 30 Millionen Menschen Moskitonetze verteilt und damit schätzungsweise ein halbe Million Leben gerettet. Dies ändert nichts daran, dass noch immer viel zu tun bleibt.