Mimosen-Verkauf

Strassenaktion für benachteiligte Kinder

Am 31. Januar/1. Februar verkaufen Rotkreuz-Freiwillige auf der Strasse Mimosensträusse für benachteiligte Kinder in der Schweiz. Mit dem Erlös aus dieser Aktion können zum Beispiel Kinder in ein Ferienlager fahren.

Seit bald 70 Jahren verkaufen Freiwillige in der Westschweiz auf der Strasse Mimosen.

Für die meisten Kinder ist es normal, in die Ferien zu fahren, Klavierspielen zu lernen oder in einem Klub Fussball zu spielen. Doch immer mehr Eltern fehlen leider die Mittel, um ihren Kindern derartige Extras zu bieten. Einige Familien haben nicht einmal Geld für neue Winterschuhe. Dank dem Verkauf von Mimosen kann das Schweizerische Rote Kreuz diesen Menschen helfen. Letztes Jahr wurden zum Beispiel 210 Kinder im Kanton Waadt unterstützt. Diese Aktion findet nur in der Romandie statt.

Eine langjährige Tradition

Der erste Verkauf von Mimosensträussen geht auf die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. In dieser schwierigen Zeit wurden über das Schweizerische Rote Kreuz Zehntausende französischer Kinder, darunter über 3000 aus der Region Cannes, in der Schweiz aufgenommen. Zum Dank liessen Mimosenproduzenten aus dem Südosten Frankreichs der humanitären Organisation Blumen zukommen. Seither werden jedes Jahr auf der Strasse Mimosen verkauft. Sie werden heute als «Glücksmimosen» bezeichnet.