Apell «Weckruf gegen Hunger und Armut»

Kein Sparen auf Kosten der Ärmsten

Im Parlament werden massive Kürzungen der Entwicklungszusammenarbeit diskutiert. Mit einem «Weckruf gegen Hunger und Armut» wehren sich zahlreiche Persönlichkeiten und Organisationen, koordiniert von Alliance Sud, gegen diesen Abbau. Auch das SRK beteiligt sich an dem Appell.

Vernunft statt Sparwahn
2. Juni 2016: Der Nationalrat verzichtet auf allzu drastische Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit.
Trotzdem werden die Entwicklungsausgaben der Schweiz von knapp über 0.5% des Nationaleinkommens auf 0.48% sinken. Anträge zur Zweckentfremdung der Entwicklungshilfe für asylpolitische Belange fanden in der heutigen Abstimmung keine Mehrheit.
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«Es ist unerträglich, wenn unser reiches Land bei der Armutsbekämpfung im Süden spart, obwohl Tag für Tag Menschen durch fehlende Perspektiven in die Flucht getrieben werden.» Mit diesen Worten beginnt der Weckruf gegen Hunger und Armut, der von 25 Schweizer Nichtregierungsorganisationen und über 50 Erstunterzeichnenden aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur, Musik, Sport sowie entwicklungspolitisch und humanitär engagierten Kreisen unterstützt wird. Auch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) beteiligt sich daran. SRK-Direktor Markus Mader sowie mehrere Charity-Botschafter und -Botschafterinnen des SRK gehören zu den Erstunterzeichnenden.

Möglichst viele Unterschriften

Mit dem am 30. März lancierten «Weckruf» soll das Parlament dazu bewegt werden, die vom Bundesrat vorgeschlagenen Kürzungen bei der Internationalen Zusammenarbeit abzulehnen. In den kommenden Wochen sollen möglichst viele Personen den Weckruf unterzeichnen und so ein Zeichen setzen für die humanitäre Tradition der Schweiz und gegen den geplanten «Kahlschlag der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit».

Koordiniert wird die Kampagne von Alliance Sud, der Arbeitsgemeinschaft der Schweizer Hilfswerke, der das SRK als Partnerorganisation angehört.