Hurrikan Matthew

Nothilfe auf Haiti abgeschlossen

Drei Monate nachdem Wirbelsturm Matthew im Südwesten Haitis verheerende Schäden anrichtete, ist die Nothilfe-Phase beendet und die Logistikspezialisten des SRK sind wieder zurück in der Schweiz. Nun beginnt der Wiederaufbau.

Wenige Tage nachdem Hurrikan Matthew im Oktober über Haiti gefegt ist, hat das SRK ein Team von Nothilfe-Logistikern auf die Karibikinsel entsandt. Während drei Monaten haben die Spezialisten vor Ort die internationale Nothilfe der Rotkreuzbewegung koordiniert. : Hilfsmaterial beschaffen, Güter verpacken, Schiff- und Lastwagentransporte organisieren, Verteilaktionen koordinieren: Die Herausforderungen waren zahlreich. Die marode Infrastruktur des Landes und die schlechten Wetterbedingungen, welche viele Strassen unbefahrbar machten, haben die Arbeit erschwert. Dennoch gelang es, die Nothilfe nach drei Monaten abzuschliessen.

Insgesamt wurden rund 900‘000 Hilfsgüter verteilt, dazu gehören u.a. Zelte, Moskitonetze, Decken, Hygienekits und Chlortabletten für die Aufbereitung von Trinkwasser. Die Rotkreuz-Hilfe erreichte über 150‘000 Menschen.

Drei Monate nachdem Wirbelsturm Matthew im Südwesten Haitis verheerende Schäden anrichtete, ist die Nothilfe-Phase beendet und die Logistikspezialisten des SRK sind wieder zurück in der Schweiz.

Unterstützung durch Rotkreuz-Freiwillige

Die erfolgreich verlaufene Nothilfe ist zu grossen Teilen den über 3000 Freiwilligen des Haitianischen Roten Kreuzes zu verdanken. «Das Rote Kreuz war dank den lokalen Freiwilligen die effizienteste Organisation vor Ort. In jedem Dorf konnten wir auf die Unterstützung der Freiwilligen zählen, welche zu einem reibungslosen Ablauf der Verteilungsaktionen beitrugen», betont Daniel Garnier, Teamleiter der letzten Einsatzgruppe SRK-Logistiker.  

SRK hilft beim Wiederaufbau

Das SRK bleibt weiterhin auf Haiti präsent. Die seit 2010 laufenden Langzeit-Projekte in Léogâne werden weitergeführt. Zudem hilft dort das SRK bei der Instandsetzung der Wasserversorgung. Im zerstörten Corail, etwa eine Tagesreise westlich von Léogâne entfernt, engagiert sich das SRK mittelfristig. Neben den Werkzeug-Sets, die verteilt wurden, instruieren SRK-Fachleute die Einwohner, wie man sturm- und erdbebensicherer baut. Zudem verteilt das SRK Saatgut sowie Netze an Fischer, die beim Hurrikan ihre Lebensgrundlage verloren haben, und verbessert die Versorgung mit Trinkwasser.