«Working Poor»: kein Anspruch auf Sozialhilfe

Weniger Sorgen dank der Einzelhilfe SRK

Nachhaltige Hilfe: Die Einzelhilfe des Roten Kreuzes bietet Unterstützung für bedürftige Menschen in der Schweiz, ist nachhaltig und wird dann gewährt, wenn von anderswo keine Hilfe mehr in Anspruch genommen werden kann.

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Zahlen und Fakten
Über 1 Million
So viele Menschen in der Schweiz leben in Armut oder knapp über der Armutsgrenze.

160 000 Menschen
So viele Menschen sind trotz Arbeit arm (Working Poor). Vor allem sind es Personen, die

  • ein sehr tiefes Einkommen erzielen;
  • alleinerziehend sind;
  • von Krankheit oder Invalidität betroffen sind;
  • nur Teilzeitarbeit finden;
  • keine dem Arbeitsmarkt entsprechende Ausbildung haben;
  • einen Haushalt alleine finanzieren müssen; oder
  • aufgrund ihres Wohnorts überdurchschnittliche Ausgaben für Steuern, Miete und Krankenkasse tragen.

Seit 2014 steigend
Seit diesem Jahr nimmt die Armut stetig zu. Hauptsächlich sind es gesellschaftliche, politische und ökonomische Rahmenbedingungen, die dazu führen, dass Menschen von Armut betroffen sind. So sind Kurzarbeit, temporäre Arbeitsverhältnisse oder fehlende und zu teure Kinderbetreuungsplätze oft für Armut mitverantwortlich.

«Working Poor»: kein Anspruch auf Sozialhilfe

Lydia Andrey* lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Westschweiz. Die Eltern arbeiten Vollzeit: Die Mutter als Fabrikarbeiterin und der Vater als Küchenhilfe in einem Restaurant. Das Einkommen reicht jeweils nur knapp bis Ende Monat. Die Familie gilt zwar als «Working Poor», hat jedoch keinen Anspruch auf Sozialhilfe. Kommen ausserordentliche Kosten hinzu, reicht das Budget nicht aus und es droht eine Verschuldung. So wie der Spitalaufenthalt von Lydia Andrey: Der geschuldete Selbstbehalt bei der Krankenkasse von 2100 Franken reisst ein grosses Loch ins Familienbudget. Aufgrund des geringen Einkommens wählte Familie Andrey die höchste Franchise – ein Entscheid der sich nachträglich nicht ausbezahlt hat. Es darf nicht sein, dass eine Familie trotz Vollzeitanstellung der Eltern in eine solch prekäre finanzielle Notlage gerät. Deshalb hat sich das Rote Kreuz bereit erklärt, sich mit 1000 Franken an den Gesundheitskosten zu beteiligen.

Die Franchise wurde in der Zwischenzeit angepasst. Zusätzlich reichte die Familie ein Gesuch um Prämienverbilligung bei der Krankenkasse ein. Mit diesen Massnahmen sollte das Budget der Familie auch bei einer unerwarteten Rechnung künftig nicht mehr völlig aus dem Lot geraten.

Familie Andrey ist dem Schweizerischen Roten Kreuz sehr dankbar für die Solidarität:

«Dank dem Roten Kreuz ist unser Familienbudget weiterhin stabil und wir müssen uns wegen der Spitalrechnung keine Sorgen mehr machen.»

Lydia Andrey

Nachhaltige Hilfe

Die Einzelhilfe SRK bietet Unterstützung für bedürftige Menschen in der Schweiz, ist nachhaltig und wird dann gewährt, wenn von anderswo keine Hilfe mehr in Anspruch genommen werden kann. Das Budget der Betroffenen sollte nach dem einmaligen Beitrag der Einzelhilfe SRK ausgeglichen sein, sodass sie ohne weitere Hilfe auskommen können. Neben der Bearbeitung von finanziellen Gesuchen haben die beiden Mitarbeiterinnen der Einzelhilfe SRK ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte Betroffener, beraten diese und geben Auskunft über andere Anlaufstellen. Danke, dass Sie die Arbeit der Einzelhilfe SRK mit Ihrer Patenschaft unterstützen.

*Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wurden alle Namen geändert und Symbolfotos verwendet.

Nachhaltigkeitsziele

Diese Aktivität ist Teil unseres Engagements für die UNO-Nachhaltigkeitsziele.