Überschwemmung Südosteuropa

Ein Dach über dem Kopf ist jetzt das Wichtigste

Im Katastrophengebiet von Bosnien und Serbien bleibt die Lage angespannt. Mit dem Rückgang des Wassers wird das ganze Ausmass der Schäden allmählich sichtbar. Das SRK klärt ab, wo es sich über die Nothilfe hinaus engagieren will.

«Das unmittelbare Überleben der Menschen ist dank rascher Hilfe gesichert – aber die Not bleibt gross», sagt Hannes Heinimann, der am Dienstag nach Bosnien gereist ist, um das lokale SRK-Team bei der Nothilfe und der Planung der weiteren Schritte zu unterstützen. Der ehemalige Leiter der Katastrophenhilfe des SRK hat unterdessen verschiedene Dörfer im Kanton Tuzla besucht, die von Überschwemmungen und Erdrutschen stark betroffen sind.

Lebensgrundlage verloren

Dort hatte er Gelegenheit, mit Familien zu sprechen, deren Häuser durch die Unwetter ganz oder teilweise zerstört wurden. Ebenfalls besuchte er ein Evakuierungszentrum. «Die grösste Sorge der Menschen ist es, möglichst bald wieder ein sicheres Dach über dem Kopf zu haben», berichtet Heinimann. «Im Vordergrund stehen Fragen nach Land, Wiederaufbau der Häuser und einer Lebensgrundlage.» Auch viele Felder wurden überschwemmt und die Ernten zerstört. Zudem kam ein Teil der Nutztiere in den Fluten um und dem überlebenden Vieh fehlt es an Futter.

Gut verankertes SRK-Team

Das SRK klärt nun ab, wie es seine Hilfe auch weiterhin am sinnvollsten einsetzen kann, um das Leid der Menschen zu lindern. Es konzentriert sich dabei auf die Gemeinden, in denen es seit vielen Jahren ein Gesundheits-und Sozialprogramm umsetzt und arme Familien auch im Rahmen der Aktion 2x Weihnachten unterstützt. Das sechsköpfige SRK-Team ist vor Ort gut verankert und verfügt über ein Netz von Rotkreuz-Freiwilligen, die jetzt bei der Nothilfe unermüdlich im Einsatz stehen. In den vergangenen Tagen wurden Tausende Nahrungsmittel-Konserven, Trinkwasser, Decken, Gummistiefel und Hygieneartikel verteilt.

Rotkreuzhilfe in Serbien

In Serbien ist die internationale Hilfe gut angelaufen, das Rote Kreuz spielt dabei eine Schlüsselrolle. Freiwillige führten zahlreiche Evakuierungen durch und verteilen lebenswichtige Güter. Das SRK unterstützt die Nothilfe in Serbien zusammen mit dem Österreichischen Roten Kreuz, das in dem Land aufgrund einer langjähriger Zusammenarbeit gut vernetzt ist.

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