Mediencommuniqué

Übergabe der Nachbarschaftshilfe-Plattform hilf-jetzt.ch an das Schweizerische Rote Kreuz

Während der Coronakrise waren auf der Plattform hilf-jetzt.ch über 1200 Gruppen registriert, hunderttausende Freiwillige leisteten unzählige Hilfseinsätze. Vier Monate nach der Gründung und mit dem Übergang zu einer neuen Normalität übergibt der Verein die Plattform an das Schweizerische Rote Kreuz.

Damit die Plattform über die aktuelle Krise hinaus nachhaltig erhalten bleiben kann, wurde ein erfahrener Partner gesucht, der bereit ist, diese weiterzuführen. «Es ist uns ein grosses Anliegen, dass die aufgebaute und intensiv genutzte Infrastruktur, jetzt wo wir zurück sind im Alltag, nicht verloren geht. Viele Gruppen werden die Solidarität weiterleben und sollen deshalb weiterhin eine Anlaufstelle haben und im erneuten Krisenfall, beispielsweise bei einer 2. Welle der Corona-Pandemie, schnell reaktiviert werden können», erklärt Projektkoordinatorin Vivien Jobé von hilf-jetzt.ch.

Fündig wurde man beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK), das die Plattform per 1. August 2020 übernehmen wird. Dieses wird hilf-jetzt.ch sowie die Gruppenbegleitung im Sinne der Gründung und unter der bestehenden Marke weiterführen. «Mit dem SRK haben wir einen Partner gefunden mit langjähriger Erfahrung und starker Verankerung im Bereich der Freiwilligenarbeit - eine bessere Lösung können wir uns nicht vorstellen», ist Vivien Jobé überzeugt.

Das SRK freut sich, das zivilgesellschaftliche Engagement mit der Begleitung der Gruppen von hilf-jetzt.ch längerfristig zu unterstützen. «Die Solidarität während der Coronakrise hat uns überwältigt und die freiwillige Nachbarschaftshilfe der unzähligen Gruppen von hilf-jetzt.ch war für viele Mitmenschen eine grosse Unterstützung. Dies möchten wir in Zukunft mit unserer langjährigen Expertise in der Freiwilligenarbeit weiterhin unterstützen und fördern», sagt Markus Mader, Direktor des SRK.

Das SRK ist mit 53'000 Freiwilligen die grösste Freiwilligenorganisation für Gesundheit, Soziales und Rettung. Mit der Corona-Pandemie hat es sein Hilfsangebot angepasst und unter anderem mit einem Besorgungsdienst für ältere Menschen und Risikogruppen ergänzt. «Informelle und formelle Freiwilligenarbeit ergänzen sich optimal», ist Markus Mader überzeugt.

Die Plattform hilf-jetzt.ch wurde am 13. März 2020 lanciert, um Hilfsgruppen an einem Ort zu sammeln und für Hilfesuchende und potentielle Unterstützende einfach auffindbar zu machen. Mit zeitweise über 1200 registrierten Gruppen war die Plattform eine tragende Säule des zivilgesellschaftlichen Engagements in der Coronakrise.

Die Hilfsgruppen wurden über die Übergabe der Plattform informiert. Als Abschluss ihrer Arbeit organisieren die Gründerinnen und Gründer Anfang September ein Freiwilligenfest / Netzwerktreffen in Bern.

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