Mediencommuniqué

Thomas Heiniger zum neuen Präsidenten des Schweizerischen Roten Kreuzes gewählt

Wechsel im Präsidium des Schweizerischen Roten Kreuzes: Die Delegierten der Rot-kreuzversammlung wählten Thomas Heiniger zum neuen Präsidenten des Schweizeri-schen Roten Kreuzes. Er tritt damit die Nachfolge von Annemarie Huber-Hotz an, die seit 2011 das Präsidium innehatte.

Experte im Gesundheitswesen

Thomas Heiniger ist ein ausgewiesener Experte im Gesundheitswesen, der in der Schweiz und über die Grenzen hinaus gut vernetzt ist. Er setzte sich während seiner Amtszeit als Regierungsrat und Gesundheitsdirektor des Kantons Zürich unter anderem für eine transparente Spitalfinanzierung, eine Beschwerdestelle für Patientinnen und Patienten, die Stärkung der Kinder- und Jugendpsychiatrie und eine hohe Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem Gesundheitswesen ein. Seine breite Erfahrung wird er nun zugunsten der verletzlichen Menschen in der Schweiz und im Ausland einsetzen. In seiner Antrittsrede betonte er: «Ich will mich mit aller Kraft und ganzem Herzen für das SRK engagieren, die einzigartige Hilfsorganisation, die sich durch die Grundsätze ihres Handelns, ihre lange Erfahrung, die Breite ihres Wirkens und die Einbettung in eine weltweite Bewegung einsetzt für mehr Menschlichkeit auf dieser Welt.»

Thomas Heiniger (62) war von 2007 bis Mai 2019 Regierungsrat und Gesundheitsdirektor des Kantons Zürich sowie Präsident der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). In dieser Funktion war er auch in verschiedene Leitungsgremien namhafter Organisationen delegiert. Thomas Heiniger war vor seiner Regierungstätigkeit Partner in einer Zürcher Anwaltskanzlei. Er wohnt in Adliswil, ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.

Dank an Annemarie Huber-Hotz für ein unermüdliches Engagement

Die bisher amtierende Präsidentin Annemarie Huber-Hotz trat an der Rotkreuzversammlung zurück. Sie hat das Schweizerische Rote Kreuz während vier Jahren als Vizepräsidentin und acht Jahren als Präsidentin massgeblich weiterentwickelt und geprägt sowie strategische Geschäfte engagiert vorangetrieben. Anliegen wie die Anerkennung und Stärkung der Freiwilligenarbeit, die Förderung der Pflegehelfer/innen SRK, das Engagement des SRK für Familien, die ältere Generation und die Migrationsbevölkerung lagen ihr besonders am Herzen. Auch als Vizepräsidentin der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften setzte sie sich unermüdlich für die Anliegen bedürftiger und verletzlicher Menschen auf der ganzen Welt ein. Der Rotkreuzrat dankt ihr für ihr grosses Engagement.

Gemeinsam mit starkem Vizepräsidium

Als Vizepräsidentinnen wurden Barbara Schmid-Federer (bisher) mit Schwerpunkt Inland und Brigitta M. Gadient (neu) mit Schwerpunkt Internationale Zusammenarbeit gewählt. Barbara Schmid-Federer ist Präsidentin des Schweizerischen Roten Kreuzes Kanton Zürich und Mitglied des Rotkreuzrates seit 2018. Bis 2018 war sie Nationalrätin der CVP. Brigitta M. Gadient führt ein Büro für Rechts- und Organisationsberatung und war bis 2011 Nationalrätin der BDP, unter anderem mit Einsitz in verschiedensten Kommissionen und Delegationen im Bereich der Internationalen Zusammenarbeit.

Wechsel auch bei den Mitgliedern des Rotkreuzrates

Für die Vertretung der Rotkreuz-Kantonalverbände und -Rettungsorganisationen wurden neu folgende Personen in den Rotkreuzrat gewählt: Filippo Bolla, Präsident der Sektion Sottoceneri des Rotkreuz-Kantonalverbands Tessin; Matteo Pedrazzini, Präsident des Rotkreuz-Kantonalverbands Genf; Benjamin Tissot-Daguette, Vizepräsident des Schweizerischen Vereins für Such und Rettungshunde (REDOG), Präsident der Regionalgruppe Waadt, Freiburg, Neuenburg, Jura des Schweizerischen Vereins für Such- und Rettungshunde (REDOG) sowie Rudolf Schwabe, Zentralpräsident der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG und ehemaliger Direktor der Blutspende SRK Schweiz AG.

Wieder gewählt wurden die bisherigen Rotkreuzrätinnen und Rotkreuzräte Danielle Breitenbücher, Vertreterin Jugendrotkreuz und Vorstandsmitglied des Rotkreuz-Kantonalverbands Basel-Stadt; Annalise Eggimann, Präsidentin des Rotkreuz-Kantonalverbands Bern; Ursula Forrer, Vertreterin des Schweizerischen Samariterbundes (SSB), Präsidentin des Samariterverbandes St.Gallen/Fürstentum Liechtenstein; Marc Geissbühler, Präsident des Rotkreuz-Kantonalverbands Unterwalden und Dieter Widmer, Unternehmer und Mitglied des Verwaltungsrates verschiedener Unternehmen.

Verabschiedet wurden an der Versammlung die bisherigen Mitglieder Daniel Biedermann, Ivo Cathomen, Toni Frisch, Guy Mettan und Adriano Vassalli. Auch ihnen gebührt ein grosses Dankeschön für ihren Einsatz.

Rotkreuzpreis geht an «Source de vie»

An der Rotkreuzversammlung wurde zum 8. Mal der Rotkreuzpreis für humanitäre Leistungen besonderer Qualität verliehen. Der mit CHF 30'000 dotierte Rotkreuzpreis 2019 geht an den Verein «Source de vie». «Source de vie» hat in Benin ein Bildungszentrum für handwerkliche Berufe aufgebaut. Damit erhalten Jugendliche im eigenen Land eine Lebensgrundlage. Daniel Biedermann, Jury-Präsident und Mitglied des Rotkreuzrats, zur Wahl: «’Source de vie’ beeindruckte uns insbesondere durch sein grosses Freiwilligen-Engagement und die aussergewöhnliche Initiative einer Einzelperson.» Die Jury hat weiter einen Förderpreis von CHF 5'000 an den Verein «M.E.T.I.S» aus Lausanne vergeben. In M.E.T.I.S. haben sich Studierende aus Medizin und Pflege zusammengeschlossen, um gegen den ungleichen Zugang von verletzlichen Bevölkerungsgruppen zur Gesundheitsversorgung in der Schweiz und im Ausland zu kämpfen. Für dieses Anliegen engagiert sich auch das SRK.

Im Einsatz für mehr Menschlichkeit

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) ist in der Prävention und der Gesundheitsförderung tätig. Es setzt sich dafür ein, die Gesundheit der Menschen zu erhalten, zu fördern oder wiederherzustellen. Es unterstützt ältere oder gebrechliche, zu Hause lebende Menschen und ihre pflegenden Angehörigen sowie Familien, Kinder und Jugendliche. Es setzt sich dafür ein, die Gesundheit von Menschen mit Migrationshintergrund zu schützen sowie ihren Zugang zum Gesundheitswesen und ihre Integration zu erleichtern. Im Ausland ist das SRK in rund 30 Ländern in der Katastrophenvorsorge und -bewältigung und in der längerfristigen Entwicklungszusammenarbeit mit Schwerpunkt im Gesundheitsbereich tätig.

Die Blutspende SRK Schweiz AG sichert im Auftrag des Bundes zusammen mit den regionalen Blutspendediensten die Versorgung der Spitäler mit Blutpräparaten. Zentrale Aufgabe der Blutspende SRK Schweiz ist die nationale Steuerung der Blutbeschaffung sowie die Sicherstellung von einheitlichen Vorschriften, Methoden und Instrumenten in allen regionalen Blutspendediensten.

Das SRK ergänzt das staatliche Angebot im Rettungswesen durch zahlreiche, mit Freiwilligen erbrachte Leistungen. Das SRK ist tätig in der Suche und Rettung sowie in der Katastrophenhilfe im Inland. Die Rettungsorganisationen Schweizerischer Samariterbund SSB, Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, der Verein für Such- und Rettungshunde REDOG und der Schweizerische Militär-Sanitäts-Verband SMSV befähigen Laien, für Mitmenschen rasch und richtig Nothilfe zu leisten und einfache Massnahmen der ersten Hilfe zu ergreifen.

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