Internationale Zusammenarbeit

Stärkung der Rotkreuz und Rothalbmond-Partner

Das SRK unterstützt seine Partner der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung in ihrer Entwicklung. Partnerschaften sollen auf Augenhöhe erfolgen. Wie das geht, erklärt Brigitte Müller, die SRK-Programmverantwortliche für Kirgistan im Kurzinterview.

Die Programmverantwortliche für Kirgistan und Belarus arbeitet seit 2016 beim SRK. Sie hat ein Studium in Gesundheitswissenschaften abgeschlossen.

Wie arbeiten wir in Kirgistan?

Es ist eine Partnerschaft mit dem Kirgisischen Roten Halbmond (KRH) auf Augenhöhe. Gemeinsam entscheiden wir, was die Bevölkerung am dringendsten benötigt und wie wir den KRH stärken können. So entstehen aus den echten Bedürfnissen unseres Partners äusserst innovative Lösungsansätze. Die Mitarbeitenden des KRH setzen sich unermüdlich für eine bessere Situation der Ärmsten ein. Alles hat im Kleinen angefangen. Der KRH ist mit seinen Aufgaben gewachsen. Heute schätzt auch die Regierung seine Expertise, insbesondere zur Qualitätssicherung der staatlichen Sozialarbeit sowie bei der Betreuung im Alter. Letzteres erfolgt im Leistungsauftrag für die Regierung. Vor knapp sieben Jahren unterstützte der KRH in der Nordregion 50 ältere Menschen, heute sind es 5000.

Wie kann die Umsetzung sichergestellt werden?

Unsere Delegierte vor Ort steht in engem Austausch mit dem KRH. Wir beide sind in die Planung involviert und stellen die fachliche Unterstützung sicher. So kann das SRK seine Expertise weitergeben zu Gesundheitsthemen, zur Katastrophenvorsorge und zu Aspekten der Organisationsentwicklung wie Freiwilligenmanagement und Fundraising. Es gibt regelmässige Berichte und mindestens jährlich mache ich mir ein Bild vor Ort. Eine externe Evaluation von unabhängiger Stelle findet jeweils in der Mitte jedes Projektes statt, um wenn nötig Kurskorrekturen vorzunehmen.

Was sind die nächsten Ziele?

Ein erstes Ziel ist es, dass der KRH unabhängiger von internationalen Geldgebern wird und nachhaltig finanzielle Mittel im eigenen Land generieren kann. Das erfordert eine Fundraising-Strategie, die auf Mittelbeschaffung im eigenen Land ausgerichtet ist. Das SRK berät und unterstützt die Entwicklung und Umsetzung. Inzwischen ist der KRH zu einem verlässlichen Akteur im eigenen Land geworden und nimmt eine aktive Rolle in Zentralasien wahr, die er noch weiter stärken kann.

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