11. Oktober 2018: Welttag des Sehens

Zahngold und Schmuck spenden, Augenlicht schenken

Das Schweizerische Rote Kreuz und die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft rufen am Welttag des Sehens die Bevölkerung dazu auf, ausgedientes Zahngold und Schmuck zu spenden.

Rund 1 Prozent der Menschen in Ghana sind blind oder haben starke Sehschwächen. Die Ursachen für diese Leiden sind bei den meisten Betroffenen vermeidbar. Deswegen hilft ihnen das Rote Kreuz, klärt sie auf und bildet sie aus. Mit Erfolg: Seit Juni 2018 ist Ghana als erstes Land Afrikas offiziell trachomfrei.

Dörfer, so abgelegen, dass man sie nur zu Fuss erreichen kann

Der Erfolg in Ghana steht erfreulicherweise nicht alleine da. In der Midwest Region, einer abgeschiedenen Gegend Nepals, leben Familien auf bis zu 4500 Metern nur von ihrer Landwirtschaft. Trotzdem werden dort jährlich die Augen von über 50'000 Menschen untersucht und operiert.

Dank den langjährigen Anstrengungen des Schweizerischen Roten Kreuzes und anderen Akteuren ist Nepal sogar schon seit Mai 2018 als erstes Land Südostasiens trachomfrei.

Keine Verschnaufpause möglich

Die Erfolge in Ghana und Nepal sind zwar zwei wichtige Meilensteine für das Schweizerische Rote Kreuz. Aber aufatmen können wir deshalb noch nicht. Denn weltweit sind immer noch 36 Millionen Menschen blind und 217 Millionen leiden unter Krankheiten, die ihre Sehkraft einschränken.

Mehr als zwei Drittel dieser Menschen müssten nicht leiden, ihre Blindheit und die dafür verantwortlichen Krankheiten sind heilbar. Doch fast alle Betroffenen leben in Entwicklungsländern. Viele wissen nicht, dass ihr Leiden heilbar ist, für andere ist die Reise zum Arzt zu beschwerlich oder sie können sich die Behandlung schlicht nicht leisten.

Schenken Sie Augenlicht!

Die gute Nachricht ist: Jede und jeder kann helfen, diesen Missstand aus der Welt zu schaffen. Das Schweizerische Rote Kreuz sammelt gemeinsam mit der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) seit 1980 altes Zahngold. Alle SSO-Zahnärztinnen und -Zahnärzte verfügen über spezielle Briefumschläge, in denen sie das Zahngold mit Einverständnis ihrer Patientinnen dem Roten Kreuz ohne grossen Aufwand zusenden.

Das Rote Kreuz sammelt ausserdem alten Schmuck. Diesen schmilzt es wie das Zahngold ein oder lässt ihn schätzen, aufbereiten und verkauft ihn über den eigenen Schmuck-Shop.

Wir danken Ihnen für Ihre wertvolle Unterstützung!

Der Erlös aus Zahngold und Schmuck fliesst ausschliesslich in die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Augenkrankheiten in Afrika und Asien. Geschulte Rotkreuz-Freiwillige führen in Schulen und Dörfern Sehtests und Augenkontrollen durch, geben Brillen und Medikamente ab und überweisen Menschen bei Erkrankungen an eine Augenärztin oder -arzt. Das Schweizerische Rote Kreuz rüstet ausserdem kleine Distriktspitäler und mobile Kliniken aus, in denen sich Patientinnen und Patienten operieren und behandeln lassen.