10. Oktober 2019: Welttag des Sehens

Hoher Goldpreis wirkt sich positiv auf die Aktion «Altgold für Augenlicht» aus

Der Preis für Gold ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Diese Entwicklung begünstigt die Aktion «Altgold für Augenlicht» des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). Am Welttag des Sehens vom 10. Oktober rufen das SRK und die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) die Bevölkerung dazu auf, ausgedientes Zahngold und nicht mehr getragenen Schmuck zu spenden und damit Menschen mit Sehbehinderungen zu unterstützen.

Informieren Sie Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt, dass Sie Ihr Zahngold spenden möchten. Sie verfügen über Spezialcouverts für die kostenlose Einsendung. 
Onlinebestellung 
Einsendeadresse für Zahn- und Altgoldspenden:
Schweizerisches Rotes Kreuz
Augenlicht schenken
Rainmattstrasse 10
3001 Bern

Vier von fünf blinden Menschen weltweit müssten laut einer Statistik der Weltgesundheitsorganisation nicht blind sein, wenn ihnen rechtzeitig durch Vorsorge oder medizinische Behandlung geholfen würde. 90 Prozent der insgesamt über 250 Millionen sehbehinderten Menschen leben in Entwicklungsländern. Armut und fehlende Infrastruktur verhindern ihre Behandlung.

Viel Augenlicht für wenig Gold

Ziel der Aktion «Altgold für Augenlicht» ist es, dass niemand mehr an einer behandelbaren Krankheit erblindet. Zu diesem Zweck sammelt das Schweizerische Rote Kreuz gemeinsam mit der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft seit bald 40 Jahren Zahngold. Dank dem aktuell hohen Goldpreis können aus dem Erlös der Altgoldsammlung noch mehr Menschen mit Sehbehinderungen unterstützt werden.

Alle SSO-Zahnärztinnen und -Zahnärzte verfügen über spezielle Briefumschläge, in denen sie das Zahngold mit dem Einverständnis ihrer Patientinnen und Patienten dem Roten Kreuz zukommen lassen können.

Der Erlös aus der Altgoldsammlung fliesst ausschliesslich in die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Augenkrankheiten. Geschulte Rotkreuz-Freiwillige führen in Schulen und Dörfern Sehtests und Augenkontrollen durch, geben Brillen und Medikamente ab und überweisen Menschen bei Erkrankungen in augenmedizinische Pflege. Zudem werden kleine Distriktspitäler und mobile Kliniken ausgerüstet, in denen sich Betroffene operieren und behandeln lassen können. 

Gerne weisen wir darauf hin, dass der World Report on Vision erschienen ist. Publiziert wurde dieser bedeutende Bericht von der Weltgesundheitsorganisation. Er soll zur raschen Einleitung der Massnahmen veranlassen, die notwendig sind, um verschiedene Herausforderungen in der augenmedizinischen Versorgung anzugehen. Der World Report on Vision kann hier heruntergeladen werden.

Dank der Unterstützung des Roten Kreuzes behandelten die Ärzte und Freiwilligen in Ghana, Togo, Kirgistan und Nepal im vergangenen Jahr insgesamt 117 480 Menschen und operierten 5400 Mal den grauen Star. Die langjährigen Anstrengungen des Schweizerischen Roten Kreuzes und anderer Akteure bewirken viel: Seit 2018 sind beispielsweise Ghana als erstes Land Afrikas und Nepal als erstes Land Südostasiens offiziell trachomfrei. Das Trachom entsteht durch eine Infektion der Bindehaut mit dem Bakterium Chlamydia trachomatis.