Dossier Alter und Einsamkeit

Empfehlungen für Betroffene

Gegen Einsamkeit kann man einiges tun: Freiwilligenarbeit leisten, Nachbarn einladen, bei Aktivitäten der Gemeinde teilnehmen oder Kurse besuchen. Ebenfalls können professionelle Fachstellen Hilfe leisten.

Empfehlungen für Betroffene:

  • Behandeln Sie sich selber gut: haben Sie Geduld mit sich selber, nehmen Sie sich Zeit (auch für sich alleine den Tisch schön decken, etwas Gutes zu kochen …)
  • Pflegen Sie Kontakte: gehen Sie auf Besuch, laden Sie eine Nachbarin ein, zeigen Sie Interesse (Fragen stellen, über Alltägliches sprechen), schliessen Sie sich einer Gruppe an
  • Engagieren Sie sich ehrenamtlich: schenken Sie Ihre Zeit oder Ihr Wissen einem Anliegen, das Ihnen wichtig ist oder wo Sie Kenntnisse haben oder Ihnen Freude bereitet
  • Nehmen Sie teil: beachten Sie Kursangebote/Aktivitäten von Vereinen, Sportclubs, der Gemeinde, der Kirche u.a.
  • Suchen Sie professionelle Hilfe: wenn nichts ihre Einsamkeit lindert, gehen Sie zu einer Fachperson. Über Einsamkeit kann man sprechen. Ihr Hausarzt, Fachstellen oder psychologische Fachverbände kennen Therapieadressen.

Empfehlungen für Aussenstehende/Dritte.

  • Achtsamkeit für allfällig einsame alte Menschen entwickeln
  • Hilfe anbieten und Zeit sowie Interesse schenken
  • Zu Veranstaltungen einladen oder auf Besuch gehen
  • Intergenerationelle Treffs einrichten (z.B. Kindergarten und Senioren)
  • Einsamkeit bei alten Migrantinnen und Migranten wahrnehmen und hier gezielt Angebote schaffen, z.B. Treffpunkte, Abteilungen, Heime für Menschen aus der gleichen Region einrichten, Sprachkenntnisse fördern

Im Altersheim: transkulturelle Kompetenzen des Personals schulen und Besonderheiten achten (Essen, Werte, Umgang mit Scham).