Wege aus der Einsamkeit

Empfehlungen für Angehörige

Kennen Sie Menschen, die unter Einsamkeit leiden? Dann schauen Sie nicht weg! Suchen Sie das Gespräch oder wenden Sie sich an eine Fachstelle, beispielsweise bei der Gemeinde oder der Spitex.

Die meisten Menschen empfinden ihre Einsamkeit als negativ und sehr belastend. Die Betroffenen ziehen sich noch tiefer aus der Gesellschaft zurück, fühlen sich ungeliebt, ausgeschlossen und verlieren somit ihre Lebensfreude.

Anzeichen von Einsamkeit

Einsamkeit wird häufig von Gefühlen wie Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Angst, Langeweile, Minderwertigkeitsgefühlen, Verzweiflung oder Sehnsucht nach Nähe begleitet. Zwar wird Einsamkeit nicht als eigenständige Krankheit definiert. Seelische Erkrankungen haben jedoch oft Vereinsamung zur Folge, die Entfremdung von den anderen, die Unmöglichkeit, die eigene Lebenserfahrung mit anderen zu teilen. Einsamkeit entsteht durch Bedingungen, die es erschweren am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Folgen der Einsamkeit

Menschen sprechen nicht gerne über ihre Einsamkeit. Einsamkeit ist ein stark tabuisiertes Thema, das leicht Scham hervorruft und als Eingeständnis von Schwäche und Versagen erlebt wird. Dadurch wird Einsamkeit noch stärker empfunden. Das Leid, das Einsamkeit verursacht, ist beträchtlich. Es ist für Betroffene schwierig, aus eigenem Antrieb aus der Spirale auszubrechen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie als Angehörige oder Angehöriger das Gespräch mit der betroffenen Person suchen oder sich an eine Fachstelle wenden, zum Beispiel an die Spitex.