Konzept: Transkulturalität

Transkulturelle Kompetenz

In der Zusammenarbeit mit Migrantinnen und Migranten werden unterschiedlichste Probleme nach wie vor stereotypisiert. Fachpersonen greifen allzu schnell auf «Kultur» als Erklärungskategorie zurück.

Ein veralteter Kulturbegriff, der Kultur als eine abgeschlossene Einheit begreift, bietet hierfür den Boden. Begriffe werden häufig unreflektiert benutzt. Gleichzeitig beeinflussen sie unsere Wahrnehmung und Deutung der Realität sowie unser Denken und Handeln. Der alte, starre Kulturbegriff betont Unterschiede, wirkt abgrenzend und fördert Kulturalisierungen und Stereotypisierungen.

Der Begriff Transkulturalität stellt das Verbindende und Gemeinsame in den Vordergrund und bietet damit eine ganz andere Grundlage für die Interaktion mit Migrantinnen und Migranten. Die transkulturelle Sicht ermöglicht einen Perspektivenwechsel, der stets das Individuum fokussiert und nicht die «Kultur». Eine Auseinandersetzung mit dem Wandel des Kulturbegriffs ist unabdingbare Grundlage dafür, dass Fachpersonen das Konzept der Transkulturellen Kompetenz in die Praxis umsetzen können.