Offener Brief an Bundesrätin Karin Keller-Sutter

Seenotrettung: Die Schweiz muss sich aktiv beteiligen

Angesichts der humanitären Katastrophe im Mittelmeer fordern die Schweizerische Flüchtlingshilfe, ihre Mitgliederhilfswerke und das Schweizerische Rote Kreuz, dass die Schweiz einen aktiven Beitrag zur Seenotrettung im Mittelmeer leistet. In einem offenen Brief appellieren sie an Bundesrätin Karin Keller-Sutter, umgehend die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen.

Die Schweiz darf nicht länger abseits stehen. Sie trägt eine Mitverantwortung für das Sterben im Mittelmeer. Mit grösster Besorgnis beobachten die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), ihre Mitgliedorganisationen und das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) die verheerenden Zustände in Libyen und die unhaltbare Situation auf dem Mittelmeer, wo Europa Menschen ertrinken lässt, die Schutz und eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Familien gesucht haben. Die Schweiz setzt sich seit Jahren international für eine Flüchtlingspolitik ein, die auf Solidarität basiert und die Grundsätze der Menschenrechte berücksichtigt. Die SFH, ihre Mitgliederhilfswerke und das SRK anerkennen dieses Engagement. Doch beteiligt sich die Schweiz nur zögerlich an Lösungen und schafft zu wenig legale und sichere Fluchtwege in die Schweiz.

Gemeinsam appellieren die SFH, ihre Mitgliederhilfswerke und das SRK in einem offenen Brief an Bundesrätin Karin Keller-Sutter.