Jugendpartizipation

Was machen die Jugenddelegierten SRK?

Die Jugenddelegierten werden in die offizielle Delegation des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK aufgenommen. An internationalen und nationalen Konferenzen und Tagungen vertreten die Jugenddelegierten die Jugend SRK und bringen deren Sichtweise ein. Zudem wirken sie im SRK als Experten zu Fragen, welche die Jugend betreffen. Die Jugenddelegierten für die Amtszeit 2020-2022 sind Anja Marti und Koni Tanner.

Die Jugendorganisationen SRK haben eine Vertreterin im obersten Führungsorgan des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). Danielle Breitenbücher wurde an der Rotkreuzversammlung 2013 in den Rotkreuzrat gewählt.

Möchtest du Jugenddelegierter / Jugenddelegierte SRK werden?
Du bist seit zwei Jahren oder länger bei einer Jugendorganisation des SRK engagiert und bist zwischen 18 und 30 Jahre alt. Mit den Grundwerten der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung identifizierst du dich vollständig. Teamarbeit sagt dir zu und du verfügst über gute Französisch-, Deutsch- und Englischkenntnisse. Zudem bist du bereit, das Amt für zwei Jahre auszuführen.
Wir bieten:
Das SRK bietet dir eine spannende Tätigkeit in einem internationalen Umfeld, eine professionelle Betreuung und eine Bestätigung deines Engagements im Dossier freiwillig engagiert an.
Die nächste Ausschreibung ist 2022 offen.

Anja Marti, 23 Jahre, Jugendrotkreuz Luzern

Ich bin eine Freiwillige beim JRK Luzern, aber auch auf nationaler Ebene das eine oder andere Mal anzutreffen. Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten beim SRK schätze ich sehr. Immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken, bei dem ich dazulernen kann. Sei es beispielsweise beim individuellen Aufbau von verschiedenen SRK-Organisationen. Ich sehe diese Individualität einerseits als grosse Stärke, andererseits finde ich, dass wir unsere interne Zusammenarbeit stark ausbauen sollten, um unsere vielseitigen Ressourcen besser zu nutzen. Auch der Einbezug von allen liegt mir sehr am Herzen. Das SRK lebt von den Freiwilligen, sie alle sollen sich auch einbringen können und gehört werden. Genau das möchte ich fördern. Neben den aktuellen Herausforderungen (Corona lässt grüssen) be-schäftigt sich das SRK mit der Strategie 2030, in der unter anderem die nachhaltige Entwicklung eine Rolle spielt. Ich hoffe sehr, dass bei der Umsetzung der Strategie die nachhaltige Entwicklung im Sinne der UNO verstanden und umgesetzt wird.

   Persönlich wünsche ich mir, dass das SRK national eine Vorreiterrolle in Bezug zur Klimakrise einnimmt und ökologische Überlegungen konsequent in sämtliche Entscheidungsprozesse miteinbezieht.

Genau das macht uns auch mit einer langen Tradition modern. Nun freue ich mich riesig auf die vielen neuen Herausforderungen dieses Amtes und darauf, auch dich vielleicht schon bald kennenzulernen.

Koni Tanner, 23 Jahre, aus der Samariterbewegung

Nachdem ich die Pfadi satthatte, ging ich vor rund 12 Jahren in die Samariterjugendgruppe. Der Gruppenzusammenhalt, das Wissen und der Plausch machten mir so Spass, dass ich nun noch immer dort bin. Mittlerweile bin ich nicht nur Mitglied, sondern auch Jugendleiter, Teamleiter und sogar Samaritervereinspräsident. Ich wollte mehr sehen als «nur» die Samariterwelt und landete mit ein paar Bekannten im Swiss Red Cross Young Leaders Forum. Dort habe ich vom Amt als Jugenddelegierter erfahren und mich beworben. Ich freue mich riesig auf meine Wahl, auf diese Verantwortung und trete in grosse Fussstapfen.

Ich will mich vor allem für mehr Zusammenarbeit in der SRK-Jugend einsetzen. Wir müssen das «Gärtlidenken» überwinden. Wir kennen uns untereinander kaum, obwohl wir unter den 7 Rotkreuzgrundsätzen die gleichen Ziele verfolgen. Auch will ich der Jugend zu einer Stimme verhelfen. Wir sind keine wilden Ponys, sondern haben bereits Erfahrungen ge-sammelt und wollen diese einbringen. Durch unsere Sichtweise können wir neuen Wind einfliessen lassen.

Der Klimawandel ist ein Thema, das uns vor 50 Jahren schon hätte interessieren müssen. Leider wird es auch in 50 Jahren noch ein Thema sein. Doch im JETZT muss eine andere Denkweise zu unseren Ressourcen her.

Ich komme mit Nachhaltigkeit nicht nur in meiner Freizeit in Kontakt, sondern auch in meinem Berufsleben. Jeden Tag sehe ich als Koch den Foodwaste, den wir produzieren und bedenkenlos wegwerfen. Dabei gibt es auch in der Schweiz viele Menschen, denen es an frischen Lebensmitteln fehlt! Unsere Gesellschaft muss neue zukunftsorientierte Projekte ausarbeiten. Wir können klein anfangen. Es sind die kleinen Schritte, die in der Zukunft eine Menge ausmachen.