Jugendpartizipation

Was machen die Jugenddelegierten SRK?

Die Jugenddelegierten werden in die offizielle Delegation des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK aufgenommen. An internationalen und nationalen Konferenzen und Tagungen vertreten die Jugenddelegierten die Jugend SRK und bringen deren Sichtweise ein. Zudem wirken sie im SRK als Experten zu Fragen, welche die Jugend betreffen. Die Jugenddelegierten für die Amtszeit 2018-2020 sind Manuela Langenegger und Philipp Chervet.

Die Jugendorganisationen SRK haben eine Vertreterin im obersten Führungsorgan des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). Danielle Breitenbücher wurde an der Rotkreuzversammlung 2013 in den Rotkreuzrat gewählt.

Möchtest du Jugenddelegierter / Jugenddelegierte SRK werden?
Du bist seit zwei Jahren oder länger bei einer Jugendorganisation des SRK engagiert und bist zwischen 18 und 30 Jahre alt. Mit den Grundwerten der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung identifizierst du dich vollständig. Teamarbeit sagt dir zu und du verfügst über gute Französisch-, Deutsch- und Englischkenntnisse. Zudem bist du bereit, das Amt für zwei Jahre auszuführen.
Wir bieten:
Das SRK bietet dir eine spannende Tätigkeit in einem internationalen Umfeld, eine professionelle Betreuung und eine Bestätigung deines Engagements im Dossier freiwillig engagiert an.
Die nächste Ausschreibung ist 2020 offen.

Philipp Chervet, 26 Jahre, Vizepräsident des MSV Bern Mittelland

Seit ich im 2009 das AULA-Jugendlager des Schweizerischen Militär-Sanitäts-Verbandes (SMSV) besucht habe, bin ich von der Ersten Hilfe überzeugt und setze mich dafür ein. Jetzt, neun Jahre später, mit 26 Jahren, bin ich Vize-Präsident des Militär-Sanitäts-Vereins (MSV) Bern Mittelland.

Seit meinem ersten AULA habe ich wiederholt teilgenommen und helfe mittlerweile bei der Leitung mit. Die vielen engagierten und fleissigen Jugendlichen beim Lernen der Ersten Hilfe zu sehen und sie zu unterstützen, macht mir Freude und ist sehr motivierend. Ich finde es wichtig, dass bereits Jugendliche lernen, wie man Menschen in Not richtig hilft. Denn das rasche Handeln, bevor die Rettungskräfte eintreffen, kann oftmals lebensrettend sein. Das Erlernen und Üben der Ersten Hilfe gibt mir das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, und bereitet mich auf Notsituationen vor.

Da es keine Sektion des SMSV in der Region Bern gab, habe ich zusammen mit ein paar motivierten Jungen vor sieben Jahren den MSV Bern Mittelland gegründet. Unser Verein besteht auch heute noch grösstenteils aus jungen Leuten.

Schon zu Beginn meiner Freiwilligenarbeit im MSV Bern Mittelland habe ich bemerkt, wie sehr ich die Zusammenarbeit mit anderen Jungen schätze. Darum nehme ich auch regelmässig am Swiss Red Cross Young Leaders Forum teil.

 Wenn junge Leute zusammensitzen und sich austauchen, entstehen oft gute neue Ideen. Für mich ist dies sehr wichtig und mein Ziel als Jugenddelegierter ist es, diese Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den vielen jungen Freiwilligen des SRK und darüber hinaus zu fördern und zu verstärken. Es ist mir sehr wichtig, dass die Stimme der Jugend gehört wird, denn wir sind die Zukunft.

Manuela Langenegger, 28 Jahre, Jugendrotkreuz Thurgau

Mit 20 Jahren bin ich dem Jugendrotkreuz Zürich (JRK Zürich) beigetreten und sofort dem «Spirit» verfallen. Die Entstehungsgeschichte, die 7 Rotkreuzgrundsätze und die Aktivitäten des Schweizerischen Roten Kreuzes sowie der gesamten Bewegung faszinieren mich. Deshalb entschloss ich mich, Einführungskurse für neue Freiwillige zu leiten. Gerne erzähle ich heute noch über Henry Dunant, Solferino oder was jetzt nochmal genau die Unterschiede zwischen dem IKRK, der Föderation und den Nationalen Gesellschaften sind. Gleichzeitig bildete ich mich zur Animatorin des Rollenspiels «Raid Cross» aus. «Raid Cross» bringt Jugendlichen die 7 Rotkreuzgrundsätze und das Humanitäre Völkerrecht näher. Ausserdem war ich Teil der Projektgruppe, die einen Austausch zwischen dem Jugendrotkreuz Kamerun und dem JRK Zürich organisierte. Bereits beim ersten Treffen mit den Besuchern aus Kamerun hat mich fasziniert, wie man sich, obwohl fremd, durch das Rote Kreuz sofort verbunden fühlt.

Mein Studium führte mich ins Ausland, weshalb ich das JRK Zürich verlassen musste. Losgelassen habe ich trotzdem nie. Vor kurzem bin ich wieder zum Roten Kreuz zurückgekehrt, mit dem JRK Thurgau dieses Mal endlich auch in meinem Heimatkanton. Hier beteilige ich mich bei den «International Dinners», wo einmal im Monat zusammen mit Asylsuchenden und Immigranten gekocht, geplaudert und gespielt wird.

 Als Jugenddelegierte will ich hinter die Kulissen des SRK und der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung schauen. Ich sehe die Teilnahme am EYCM als einmalige Möglichkeit, um mich mit Freiwilligen aus unterschiedlichen Ländern auszutauschen und mit neuen Ideen nach Hause zu kommen. Profitieren wir, dass es so viele Nationale Gesellschaften mit starken Jugendorganisationen gibt! Die Universalität gehört ja nicht umsonst zu den Grundsätzen unserer Bewegung. Sie macht uns auch besonders stark.