aus dem Jugendmagazin «ready for red cross»

Mit Energie für die Anliegen der Jugend

Die jungen Freiwilligen sind das Heute genauso wie die Zukunft des Schweizerischen Roten Kreuzes und entsprechend wollen wir uns einbringen. Ob beim Strategieentwurf 2030, dem Rotkreuzrat oder der Rotkreuzversammlung-unsere Meinung wird geschätzt.

Am einem frühen Morgen im April trafen sich 22 Freiwillige für das XI. Young Leaders Forum in Bern. Das grosse Thema war die Strategie 2030, welche die Arbeit des SRK für die nächsten zehn Jahre definiert. Erstmals kam im Strategieprozess auch die Jugend zu Wort. Beim YLF hatten wir die Möglichkeit Stellung zum Strategieentwurf zu beziehen. Am Vormittag gab es dazu einen spannenden Workshop zur Digitalisierung und am Nachmittag überarbeiteten wir den eigentlichen Entwurf. Unter der fachkundigen Leitung der Geschäftsstelle, wurde während des ganzen Tages angeregt diskutiert und fleissig ergänzt, gestrichen oder umformuliert. Gegen Ende waren alle anwesenden Freiwilligen fast nicht mehr zu stoppen! Viele Inputs flossen später in den angepassten Strategieentwurf ein. Ein Zeichen, dass man unsere Anregungen schätzt und unsere Meinung auf offene Ohren stösst.

Austausch mit dem Rotkreuzrat

Noch mit vielen Ideen im Kopf, voller Tatendrang und Motivation fanden sich am 28. Juni elf Freiwillige zur diesjährigen Rotkreuzversammlung in St. Gallen ein. Zuvor stand am Freitagmorgen jedoch unser Treffen mit dem Rotkreuzrat auf der Agenda. Bei dieser Gelegenheit berichteten wir über unsere Tätigkeiten. Unter anderem forderten wir mehr Einsatzmöglichkeiten für 30 bis 60 jährige Freiwillige und zeigten auf, dass die Jugend, leider immer noch, in nur wenigen Vorständen vertreten ist. Unsere Anliegen stiessen auf offene Ohren. Interessiert hörten uns die Vertreter des Rotkreuzrates zu, ermutigten uns weiter zu machen und auf unsere Stärken zu setzen. Einige der Plätze im Rotkreuzrat wurden an der Rotkreuzversammlung neu besetzt. Nächstes Jahr werden wir versuchen auch die neuen Mitglieder mit unserem Engagement und unseren Ideen zu beeindrucken.

Auch am Themennachmittag am Freitag stand die Strategie 2030 im Fokus. Bevor jedoch wieder zu den Stiften gegriffen und fleissig drauf los gekritzelt wurde, bekamen wir die Möglichkeit einen kurzen Input einzubringen. Dazu spielten wir Powerpoint-Karaoke. Auf drei Folien war jeweils etwas dargestellt, dass die Jugend am heutigen Zustand problematisch findet. Zum Beispiel: Die starren und komplizierten Strukturen des SRK oder das fehlende Angebot an Einsatzmöglichkeiten für 30 bis 60 Jährige. Auch die meist nicht vorhandene Möglichkeit der Mobilität zwischen Kantonalverbänden oder Rettungsorganisationen, beispielsweise für Studierende mit zwei Wohnsitzen, war ein Thema. Dann war es an den Teilnehmenden, anhand dieser Folien die Anliegen der Jugend vorzubringen – selbstverständlich ohne Erklärungen oder Stichworte!

Freiwillige waren schnell gefunden. Diese machten ihre Sache grossartig und betonten die unbezahlbare und grossartige Arbeit der jungen Freiwilligen. Unsere Lösung haben sie jedoch trotzdem ein klein wenig verfehlt. Selbstverständlich lieferten wir im Anschluss noch unsere Erklärung dazu. So konnten wir die Teilnehmenden in einem lockeren und lustigen Rahmen für unsere Anliegen sensibilisieren.

Ein Zeichen setzten mit dem Youth Award

Am Samstag stand dann die eigentliche Versammlung auf dem Programm, bei welcher die Jugend mittlerweile ein festes Traktandum hat. Dies zeigt, dass unsere Meinung geschätzt wird. In der Vergangenheit hatten wir bereits viele Komplimente und Zuspruch für unsere Beiträge erhalten. Wir nutzten unser Traktandum, um den in diesem Jahr erstmals verliehenen Credit Suisse Red Cross Youth Award und insbesondere die Gewinnerprojekte vorzustellen. Dies war uns wichtig, da wir mit diesen Beispielen zeigen konnten, wie kreativ und engagiert junge Freiwillige sein können, wenn man ihnen die Möglichkeit und den Rahmen dazu gibt.

Zum Abschluss war es uns ein Anliegen, uns persönlich bei der abtretenden Präsidentin Annemarie Huber-Hotz zu bedanken und ihr ein kleines Abschiedsgeschenk zu überreichen. Nur wenige Wochen später ist Annemarie leider verstorben. Mit ihr verliert die Jugend des SRK eine grosse Fürsprecherin. Wir werden sie als herzliche Persönlichkeit, die sich unermüdlich für die Anliegen der Jugend eingesetzt hat, in Erinnerung behalten und auch in ihrem Sinne unser Engagement fortführen.