aus dem Jugendmagazin «ready for red cross»

InsideSRK: Halyet Arefaine, Lernende Kauffrau EFZ

Halyet Arefaine ist nun im dritten Lehrjahr ihrer kaufmännischen Grundausbildung beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK). Sie schätzt die Abwechslung beim SRK und die Möglichkeit, in verschiedene Abteilungen schauen zu können.

Von Melanie Senn

Eine meiner Lieblingserinnerungen an meine bisherige Zeit beim SRK ist, als wir Lernenden bei der Vorbereitung von «Power of Humanity» mithelfen durften und dort sogar unseren eigenen Stand, eine Fotobox, hatten. Kundenkontakt ist mir wichtig und es ist schön, wenn ich die Chance habe, direkt vor Ort dabei zu sein. Wie alle anderen Lernenden im SRK wechsle ich meine Station jedes halbe Jahr, damit wir einen breiten Einblick in verschiedene Tätigkeiten bekommen. Ich war bereits beim Front Desk, bei den Entlastungsdiensten, in der Marketingabteilung und bei der Abteilung Gesundheit und Bildung. Die Aufgaben sind in jeder Abteilung unterschiedlich. Von administrativen Aufgaben, wie die Registrierung von Diplomen und Telefone entgegennehmen, bis zur Organisation von Informationsständen bei Veranstaltungen, bei denen das SRK dabei ist. Ich lerne jedes Mal ein neues Team und einen neuen Tätigkeitsbereich des SRK kennen.

Mein Entscheid für diese Ausbildung

Die Entscheidung, welche Lehre nun für mich die richtige ist, fiel mir nicht leicht. Ich wusste schondamals, dass ich gerne am Computer arbeite. Gleichzeitig hatte ich schon immer ein grosses Interesse am sozialen Bereich. Ich nahm mir Zeit für meine Entscheidung und fand zum Glück dann auch die Lehre beim SRK, welche meine beiden Interessen perfekt vereint. Ich bin froh, dass ich mir damals diese Zeit genommen habe und kann auch anderen nur raten, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Geht euren Interessen nach und schnuppert in möglichst viele Bereiche rein, um das Passende zu finden.

Lehre mit Selbststudium

Meine schulische Bildung absolviere ich in einer etwas neueren Form, die «Begleitetes selbstorganisiertes Lernen» (BGSOL) heisst. Wir haben jeweils 20-minütige Inputs und müssen dann in Gruppen oder individuell Aufträge erfüllen. Mit dieser neuen Form habe ich bereits gelernt, wie wichtig Selbstdisziplin und eine gute Planung im Selbststudium ist. Trotzdem war die Zeit während des Covid- Lockdowns eine neue Herausforderung für mich. Aufgrund der schnellen Umstellung war anfangs vieles noch chaotisch und ich musste mich daran gewöhnen, dass die Lehrpersonen und meine Schulkolleginnen und -Kollegen nicht gleich vor Ort sind.

Die richtige Entscheidung

Schliesslich bin ich stolz darauf, wo ich heute stehe: Am Anfang meiner Lehre war ich noch schüchtern und ein bisschen verunsichert von dem grossen Betrieb mit den vielen Menschen. Heute bin ich bereits viel offener und habe mich an die Grösse des SRK gewöhnt. Wie es für mich nach meiner Ausbildung zur Kauffrau EFZ weitergeht, weiss ich noch nicht mit Sicherheit. Es gibt viele vertiefende Richtungen, die mich interessieren. Aber ich bin mir sicher, dass ich durch meinen breiten Einblick beim SRK eine gute Basis für meine zukünftigen Entscheidungen habe. 

Wo bist du zum ersten Mal mit dem Roten Kreuz in Berührung gekommen?
Eine meiner ersten Erinnerungen ist, dass meine Eltern mir von Projekten des Roten Kreuzes in Äthiopien erzählten. Dort war das Rote Kreuz in der Wasserversorgung und beim Aufbau der Infrastruktur tätig.
Welche zwei Rotkreuzgrundsätze sind dir am wichtigsten?
Mich spricht die Unparteilichkeit an. Ich finde es wichtig, dass der Mensch an erster Stelle steht und nicht die Konflikte. Entsprechend finde ich auch die Menschlichkeit sehr wichtig.
Wer ist dein persönliches Vorbild?
Ich habe keine bestimmte berühmte Pesönlichkeit, die ich mein Vorbild nennen würde. Grundsätzlich sind es einfach Personen in meinem persönlichen Umfeld, die mich inspirieren und auf diese Weise eine Art Vorbild für mich sind.