Glücksmimosen für benachteiligte Kinder

Am letzten Wochenende im Januar verkaufen Freiwillige des Roten Kreuzes in der Westschweiz «Glücksmimosen». Der Erlös aus dieser Aktion ist für benachteiligte Kindern in unserem Land bestimmt.

Für die meisten Kinder ist es normal, ins Ferienlager zu fahren, Klavierspielen zu lernen oder in einem Klub Fussball zu spielen. Doch immer mehr Eltern fehlen leider die Mittel, um ihren Kindern derartige Extras zu bieten. Einige Familien haben nicht einmal Geld für neue Winterschuhe. Dank dem Mimosenverkauf kann diesen Menschen unter die Arme gegriffen werden..

Seit 60 Jahren verkaufen Freiwillige verschiedener gemeinnütziger Organisationen in der Westschweiz auf der Strasse Mimosen. Auch einige Deutschschweizer Städte machen bei dieser Aktion mit. An der breit angelegten Sammlung beteiligen sich alle französischsprachigen Rotkreuz-Kantonalverbände und Sektionen. Nur im Kanton Jura werden die Mimosen über die Schulen verkauft.

Eine langjährige Tradition

Der erste Verkauf von Mimosenzweigen geht auf die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg zurück. In dieser schwierigen Zeit wurden über das Schweizerische Rote Kreuz Zehntausende französischer Kinder, darunter über 3000 aus der Region Cannes, in der Schweiz aufgenommen. Zum Dank liessen Mimosenproduzenten aus dem Südosten Frankreichs der humanitären Organisation Blumen zukommen. Seither werden jedes Jahr auf der Strasse Mimosen verkauft. Sie werden heute als «Glücksmimosen» bezeichnet.