Freiwillige kennenlernen

Markus Bucher – Freiwilliger im Besuchs- und Begleitdienst im Kantonalverband Solothurn

Rund 53`000 Freiwillige engagieren sich im SRK für ihre Mitmenschen. Erfahren Sie mehr über ihre Aufgaben, was sie motiviert und spannenden Erlebnisse aus dem Freiwilligen-Alltag.

Der Kantonalverband Solothurn bietet allein lebenden Menschen einen Besuchs- und Begleitdienst. Die freiwilligen Besucherinnen und Besucher kommen regelmässig vorbei und sorgen für Abwechslung. Zusammen wird zum Beispiel Kaffee getrunken, spaziert oder Einkäufe werden erledigt.

Seit 2011 bin ich Freiwilliger im Besuchs- und Begleitdienst im Kantonalverband Solothurn. Nach meiner Pensionierung hatte ich Lust Freiwilligenarbeit zu leisten.

«Helfen können, dienen wollen, das freut mich und ist mir ein Anliegen.» 

 Jeden Montagnachmittag besuche ich von zwei bis vier Uhr einen 82-jährigen Herrn, der sehr wach und interessiert ist. Der alleinstehende Herr lebt selbstständig in einer Alterssiedlung und schätzt – als einziger Mann in der Siedlung – die Gespräche mit mir.

«Ich schätze die gemeinsame Zeit und gehe ihn sehr gerne besuchen. Wir freuen uns jeweils beide auf den Austausch.» 

Wir gehen meistens spazieren, kehren ein und essen gemütlich miteinander. Ich schätze die gemeinsame Zeit und gehe ihn sehr gerne besuchen. Wir freuen uns jeweils beide auf den Austausch. Wir nutzen die Zeit für spannende Ausflüge, etwa zum Bahnhof, der umgebaut wird, wo wir die Fortschritte beobachten. Oder wir wandern in landschaftlich schönen Gegenden oder füttern die Enten am Entenweiher.

«Es ist auch eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Älterwerden. Und es ist schön, die Dankbarkeit der Besuchten zu erfahren.» 

Man muss sich im Besuchs- und Begleitdienst aber auch abgrenzen können. Manchmal erzählen mir Kolleginnen aus dem Besuchsdienst, dass sie auch für Hausarbeiten gebraucht werden. Kleinere Arbeiten im Haushalt sind für mich in Ordnung, aber es gibt Grenzen. Doch sind diese einmal ausgehandelt, erfährt man in der Freiwilligenarbeit und in der Auseinandersetzung mit den Leuten viel Befriedigung. 

«Durch die Lebenserfahrungen des Herrn erhalte ich viele Anregungen und konkrete Hinweise. Es gibt mir viel Befriedigung.» 

Quelle: SRK (2014): Freiwilligkeit und Vielfalt im Zeichen der Menschlichkeit. Zürich: Seismo. 

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