Freiwillige kennenlernen

Marianne Locher-Egli – Freiwillige bei Eins-zu-Eins im Kantonalverband Graubünden

Rund 60`000 Freiwillige engagieren sich im SRK für ihre Mitmenschen. Erfahren Sie mehr über ihre Aufgaben, was sie motiviert und spannenden Erlebnisse aus dem Freiwilligen-Alltag.

 Der Kantonalverband Graubünden unterstützt im Rahmen der Dienstleistung «eins zu eins» die Integration von anerkannten und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen. Diesen fehlen manchmal das notwendige Wissen und die erforderlichen Ressourcen, wie einfache Schritte zur Bewältigung des Alltags selbstständig überwunden werden können. Fehlende Sprachkenntnisse, fehlende Kenntnisse über das Funktionieren unserer Gesellschaft und oft auch fehlende Kontakte zu Einheimischen erschweren und verzögern Integrationsschritte zusätzlich. Die Freiwilligen begleiten die Flüchtlinge im Alltag, geben ihre Erfahrungen in verschiedenen Bereichen weiter und schaffen Kontakte zu den Einheimischen.

Als Freiwillige im Kantonalverband Graubünden unterstütze ich bei Eins-zu-Eins Flüchtlinge im Alltag. Bereits während meiner Berufstätigkeit war mir klar, dass ich nach der Pensionierung gerne Freiwilligenarbeit leisten möchte. Eines Tages habe ich in der Zeitung das Inserat des SRK gesehen und mich darauf gemeldet. Seither konnte ich bereits sieben Flüchtlinge bei der Integration begleiten.  

«Es macht mir Freude, Menschen aus anderen Kulturen zu begegnen und sie in einer schwierigen Zeit zu unterstützen.» 

Die Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen macht mir Freude und ich unterstütze sie gerne in einer schwierigen Zeit. 
Es gefällt mir an meiner Tätigkeit, dass ich sehr selbstständig mit den Flüchtlingen arbeiten kann. Gleichzeitig werden die Flüchtlinge auch durch eine Sozialarbeiterin betreut, das entlastet uns Freiwillige und wir können unbeschwert arbeiten. 

Jede Woche treffe ich meine Klientin oder meinen Klienten für ca. zwei Stunden. Die Aufgaben, die ich übernehme sind überschaubar und sehr vielfältig. Ich übe mit ihnen Deutsch zu sprechen, helfe ihnen bei der Stellensuche oder bei den Vorbereitungen für einen Wohnungsumzug und vieles mehr.

«Als Freiwillige erfährt man viel über Lebensweisen in anderen Ländern und das gegenseitige Vertrauen und die Offenheit motivieren mich. Es entstehen sehr persönliche Beziehungen und es gibt immer wieder besonders schöne Erlebnisse.» 

 Die Arbeit mit den Flüchtlingen kann sprachlich anspruchsvoll sein, besonders am Anfang, wenn sie noch nicht gut Deutsch sprechen. Man muss langsam und geduldig vorgehen. Aber es gibt immer wieder schöne Erlebnisse. Zurzeit arbeite ich mit einer sehr engagierten, lernfreudigen Eritreerin und es ist wunderbar zu sehen, wie aktiv, mutig und zupackend sie ihr Leben bewältigt. Sie möchte eine Ausbildung als Pflegehelferin SRK machen. Meine Enkelinnen spielen hie und da mit ihren beiden Kindern, während wir für die Deutschprüfung lernen.

Quelle: SRK (2014): Freiwilligkeit und Vielfalt im Zeichen der Menschlichkeit. Zürich: Seismo. 

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