Corona-Schutzkonzept SRK

So schützen wir uns gegenseitig

In der Corona-Pandemie sind die Dienstleistungen des Schweizerischen Roten Kreuzes wichtiger denn je. Fahrdienste, Besuche oder die Entlastung von pflegenden Angehörigen werden hauptsächlich von Freiwilligen geleistet. Ein spezielles Schutzkonzept des SRK bietet Gewähr, dass auch ältere Freiwillige wieder Einsätze leisten können, sofern sie dies wünschen.

Über 50'000 Freiwillige verstärken das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) in den Bereichen Entlastung und Gesundheit. Langjährige und erfahrene Freiwillige sind häufig älter als 65 Jahre und zählen damit zu den Risikogruppen der Corona-Pandemie. Während der ersten Welle sprangen deshalb jüngere Personen ein, um bewährte Dienstleistungen wie etwa den Fahrdienst aufrechtzuerhalten.

«Älteren Freiwillige, die wieder helfen wollen, möchten wir beim SRK nicht im Weg stehen, sondern sie entsprechend schützen.»

Andreas Bircher, Leiter Entlastung SRK

«Wir wissen aus Rückmeldungen von Freiwilligen, dass dieses Bedürfnis besteht», sagt Andreas Bircher, Leiter Entlastung SRK. Unter Einbezug von Experten wurde deshalb ein Schutzkonzept erarbeitet, das den Rotkreuz-Kantonalverbänden bei der Planung von Freiwilligeneinsätzen hilft. Es gilt insbesondere für Unterstützungsangebote, die sich an ältere und kranke Menschen und ihre Angehörigen richten. «Mit diesen Empfehlungen schützen wir unsere Kundinnen und Kunden sowie unsere Mitarbeitenden und Freiwilligen», erklärt Andreas Bircher.

Einverständnis vorausgesetzt

Mit den notwendigen Vorkehrungen können über 65-Jährige seit der Aufhebung des Lockdowns im Juni wieder Freiwilligenarbeit leisten, zum Beispiel im Fahrdienst, in der Beratung oder bei Besuchen. Zum Einsatz kommen sie nur, wenn sie dies wünschen und dem Einsatz mit einer Einverständniserklärung ausdrücklich zustimmen. «Freiwillige werden über die Einsatzsituation aufgeklärt und können jederzeit ablehnen», betont Andreas Bircher.

Als Arbeitgeber ist das SRK für den Schutz von Mitarbeitenden und Freiwilligen verantwortlich. Zur Beurteilung der epidemiologischen Lage stützt sich das SRK auf die Einschätzung der Behörden. Das Corona-Schutzkonzept wurde mit medizinischen Fachpersonen erarbeitet und lehnt sich unter anderem an Empfehlungen der Spitex an.

Das Schutzkonzept sieht vor, dass SRK-Dienstleistungen in folgenden Fällen angeboten werden können unter der Voraussetzung, dass Kundinnen und Kunden

  • gesund sind
  • gesund, aber in Quarantäne sind
  • nur leichte bis mittelschwere Grippesymptome zeigen

Dabei müssen die Schutzmassnahmen eingehalten werden und die Erlaubnis des Kantons vorliegen.

Bei Personen mit starken Grippesymptomen rät das SRK von einem Einsatz ab.