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Die Piraten sind los!

Piraten in «Les Paccots»? Im kleinen Dorf oberhalb von Châtel-St-Denis? Ja, ganz richtig. 26 Piratinnen und Piraten trafen sich über Ostern genau in diesem Dorf. Sie nahmen dort an den Jugendleiterkursen der Samariterjugend für die Romandie teil.

«ready for red cross» ist das Jugendmagazin des Schweizerischen Roten Kreuzes von Jugendlichen für Jugendliche. Junge Freiwillige aus den Jugendorganisationen des SRK wählen die Themen aus, schreiben die Artikel und knipsen die Fotos. Erscheint 3x jährlich. Bist du «ready for red cross»? Hier  kannst du das Magazin kostenlos abonnieren.

Die Jugendleiterausbildung ist eine wichtige Voraussetzung für junge Samariterinnen und Samariter, die eine Helpgruppe leiten möchten. Die Ausbildung ist in vier aufeinanderfolgende Blöcke aufgeteilt. Nach dem Besuch aller vier Blöcke erhalten die Jugendlichen das Zertifikat Ausbilder I SSB. Die Jüngeren im Block 1 lernten, sich ihrer Rolle als Jugendleiterin oder Jugendleiter bewusst zu werden. Ihnen wurde beigebracht Spiele anzuleiten, gute Feedbacks zu geben, den Aufbau einer Helpübung zu gestalten und wie ein Prozessplan ausgefüllt werden muss. Der Block 2 setzt vermehrt auf didaktische Themen. So lernten die Jugendlichen ein Lehrgespräch zu führen, sich mit den Stufen eines Konflikts auseinanderzusetzen, den Führungskreis einzusetzen und gruppendynamische Prozesse zu erleben und zu beobachten.

Goldstücke sammeln

Da waren doch noch Piraten? Neben dem ernsthaften Teil dieses Wochenendes gab es natürlich auch jede Menge Spass. Die Piratinnen und Piraten wurden in vier Gruppen aufgeteilt. Ihre Aufgabe war es, während des ganzen Kurses möglichst viele Goldstücke zu sammeln. Die Goldstücke waren Plastikmünzen mit eingestanzten Totenköpfen. Aber wie gewinnt man am meisten Goldstücke? Klar doch: mit den besten und kreativsten Kostümen oder mit dem originellsten Schlachtruf! Einige Gruppen überraschten alle, indem sie sich nicht als Piraten, sondern als Südseetouristen verkleideten. Der zweite Abend wurde von den jüngeren Help-Leiterinnen und –Leitern vorbereitet. An verschiedenen Posten, welche vom Gruppenschminken bis hin zum Büchsenwerfen mit Schneebällen reichten (das frostige Aprilwetter wurde optimal genutzt), konnten die Piratengruppen wiederum Goldstücke erhalten. Das Leiterlispiel am dritten Abend war dann eine sportliche Herausforderung. Wie im üblichen Spiel auch musste gewürfelt und die Spielfiguren auf die entsprechenden Felder gezogen werden. Danach musste die Gruppe jeweils die Nummer ihres Feldes möglichst schnell suchen, welche irgendwo im Haus in Form eines Papieres aufgehängt war. Neben der Nummer befand sich eine Aufgabe, welche die Piratinnen und Piraten lösen mussten. Entweder gab es Fragen zum Beantworten, Erste-Hilfe-Aufgaben zu lösen oder es musste etwas pantomimisch dargestellt werden. Nach erfolgreicher Auftragserfüllung gab es keine Zeit zu verlieren, es musste sofort wieder gewürfelt werden. Am Spielende war nicht nur die Gewinnergruppe ausser Atem.

Wer gewinnt das Piratenschiff?

Der Abschlussabend wurde den älteren Help-Leiterinnen und -Leitern gestaltet. Auch hier galt es, in kleinen Wettkämpfen Goldstücke zu erspielen. So musste ein möglichst sympathischer Schneemann mit Kleidern der Gruppe gebaut, die Unterschrift eines Leiters nur durch eine mündliche Beschreibung nachgeahmt oder ein Lied gesungen werden. Nach diesen Wettkämpfen wurden alle gewonnenen Goldstücke gezählt. Nur mit einem Goldstück Vorsprung erhielt die Siegergruppe ein neues Piratenschiff. Dieses bestand glücklicherweise aus einem Kuchen und Süssigkeiten. Da konnte sich keine Piratin oder kein Pirat zurückhalten und liess es sich schmecken. So endete das schneereiche Wochenende am Montagmittag mit müden Piraten, die von nun an auf die offene See lossegelten, um die vielen neuen Ideen in ihren lokalen Gruppen umsetzen zu können.