Mediencommuniqué

Rotkreuzversammlung: neue Strategie genehmigt

Die Delegierten der Rotkreuzversammlung genehmigten am Samstag, 27. Juni, die neue Strategie 2030 des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). Sie wählten zudem Marzio Medici neu in den Rotkreuzrat und genehmigten den Jahresbericht 2019. Die Rotkreuzversammlung wurde aufgrund der Corona-Pandemie erstmals digital durchgeführt.

Im Fokus der neuen SRK-Strategie 2030 stehen der noch intensivere Einsatz für die Verletzlichsten und die Stärkung der Resilienz von Menschen und Gemeinschaften, der intelligente Einsatz der Digitalisierung zum Nutzen aller sowie der Ausbau der Tätigkeiten rund um das das Wirkungsfeld «Suche, Rettung und Katastrophenhilfe». Präsident Thomas Heiniger und der gesamte Rotkreuzrat freuen sich, mit der Strategie 2030 die Zukunft zu gestalten: «Mit der SRK-Strategie 2030 stärken wir das SRK als Ganzes und die Zusammenarbeit innerhalb unserer Organisation und mit Partnern. So können wir unsere Mission in Zukunft noch besser erfüllen: Wir stehen für die Verletzlichsten ein und erbringen Leistungen zur Unterstützung und zum Schutz von Menschen, deren Leben, Gesundheit oder Würde bedroht oder verletzt ist.»

Die Verabschiedung der Strategie setzt den Schlusspunkt unter intensive Vorarbeiten, an denen sich Mitarbeitende und Freiwillige aus allen 30 Rotkreuz-Organisationen beteiligt haben. Die neue SRK-Strategie 2030 ist als übergeordnete Strategie konzipiert und wird von allen Rotkreuz-Organisationen und der Geschäftsstelle SRK umgesetzt.

Neue Mitglieder für Rotkreuzrat und Geschäftsprüfungskommission

Marc Geissbühler tritt per 31. Dezember 2020 aus dem Rotkreuzrat zurück. Für ihn wählte die Rotkreuzversammlung Marzio Medici, Präsident des Rotkreuz-Kantonalverbands Uri, neu in den Rotkreuzrat. Die Rotkreuzversammlung dankte Marc Geissbühler für seinen langjährigen Einsatz für das Schweizerische Rote Kreuz. Pius Bernet wurde von den Delegierten neu in die Geschäftsprüfungskommission gewählt.

Im Einsatz für mehr Menschlichkeit

Das SRK setzte sich auch 2019 schweizweit und in über 40 Ländern für mehr Menschlichkeit ein und unterstützte dabei über 8 Millionen Menschen. Einen Grosseinsatz leistete das SRK nach der Naturkatastrophe durch Zyklon Idai in Mosambik. Ein Team aus 20 SRK-Fachpersonen war während drei Monaten zur Koordination der Nothilfe vor Ort. Es verteilte im Katastrophengebiet rund 40 Tonnen Hilfsgüter und unterstützte bis Mitte 2020 gemeinsam mit Partnern aus der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung beim Wiederaufbau. In der Schweiz engagiert sich das SRK insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Integration. Die Entlastung von betreuenden Angehörigen und Familien in Not wird dabei immer wichtiger. 2019 konnten 2500 Angehörige auf die regelmässige Entlastung durch das SRK zählen, während 130 000 Stunden wurden Kinder zu Hause betreut. Das SRK setzt sich auch auf politischer Ebene dafür ein, dass sich Angehörigenbetreuung und Beruf besser vereinbaren lassen.

Die Blutspende SRK Schweiz AG sichert im Auftrag des Bundes zusammen mit den regionalen Blutspendediensten die Versorgung der Spitäler mit Blutprodukten. Sie führt auch das Schweizer Register für Blutstammzellspender. 2019 wurden 14 700 Blutstammzellspenderinnen und -spender neu registriert.

Im Rettungswesen und der Katastrophenhilfe ergänzt das SRK das staatliche Angebot durch zahlreiche, mit Freiwilligen erbrachte Leistungen. Die vier Rotkreuz-Rettungsorganisationen Schweizerischer Samariterbund SSB, Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, der Verein für Such- und Rettungshunde REDOG und der Schweizerische Militär-Sanitäts-Verband SMSV bilden in Erster Hilfe aus und retten Leben – an Land und im Wasser.

Die Delegierten der Rotkreuzversammlung genehmigten am Samstag den entsprechenden Jahresbericht 2019 samt Jahresrechnung.

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