Mediencommuniqué

Rotkreuzversammlung: Grosses Engagement des Schweizerischen Roten Kreuzes zugunsten der Verletzlichsten in der Corona-Krise

Die Delegierten der Rotkreuzversammlung trafen sich am Samstag, 26. Juni, um gemeinsam auf ein intensives, herausforderndes Jahr 2020 zurückzublicken. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) war aufgrund der Corona-Pandemie enorm gefordert. Dank grosser Unterstützung und Solidarität konnten viele neue Projekte zugunsten der verletzlichsten Menschen in der Schweiz und im Ausland umgesetzt werden. Mit 11,5 Millionen Franken unterstützte das SRK im vergangenen Jahr 14’400 Menschen, die in finanzielle Not geraten waren. Der mit CHF 30'000 dotierte Rotkreuzpreis 2021 geht dieses Jahr an den Verein «Afghanistanhilfe», der seit über 30 Jahren in Afghanistan trotz schwierigster politischer Umstände humanitäre Hilfe leistet.

Das Jahr 2020 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie, die das SRK im In- und im Ausland enorm gefordert hat. «Das SRK konnte beweisen, dass es in der Lage ist, Extremsituationen zu bewältigen – gemeinsam mit Tausenden von Freiwilligen, die sofort bereit waren, bei der Pandemiebewältigung mitzuhelfen», betonte SRK-Präsident Thomas Heiniger in seinem Rückblick. «Sie haben den Grundsatz der Menschlichkeit – das Herzstück der Mission des Roten Kreuzes – in konkrete Taten umgesetzt. Nur dank ihrem Engagement konnte das SRK im letzten Jahr seinen Auftrag erfüllen: das Leben, die Gesundheit und die Würde von Menschen in Not zu schützen.»

Von einem Tag auf den anderen litten zahlreiche Menschen unter Einsamkeit, Zukunftsängsten, finanziellen Sorgen und psychischen Belastungen. Durch die Rotkreuz-Kantonalverbände und dank grosszügigen Spenden von Wirtschaft, Stiftungen, der Bevölkerung und der Glückskette konnte das SRK 14’400 notleidende Personen mit finanzieller Soforthilfe in der Höhe von insgesamt 11,5 Millionen Franken unterstützen. Zudem wurden im Verbund mit den Rotkreuz-Rettungsorganisationen 170 spezifische Hilfsprojekte über gesamthaft 7,9 Millionen Franken innert kurzer Zeit umgesetzt.

Das SRK konnte seine Dienstleistungen zur Unterstützung der Bevölkerung aufrechterhalten, anpassen und ausbauen, zum Beispiel mit dem Besorgungsdienst, der Kinderbetreuung zuhause für das Spitalpersonal, dem Fahrdienst und der Telefonhotline für ältere Menschen. In Rekordzeit schufen die Rotkreuz-Rettungsorganisationen ein Corona-Testzentrum. Zudem setzte sich Blutspende SRK Schweiz schon früh dafür ein, eine mögliche Therapie für an Covid-19-Erkrankte durch antikörperhaltiges Blutplasma voranzutreiben.

Die Corona-Pandemie hat das Leid auf der ganzen Welt verstärkt. Hygienemassnahmen, Abstandsregeln, Testing, Contact Tracing oder Impfen sind Massnahmen, die in vielen Entwicklungs- und Krisenkontexten nur schwer umgesetzt werden können. Umso gravierenden sind die Konsequenzen für die Verletzlichsten in diesen Ländern. Die Pandemie hat wohl noch längere Zeit direkte Auswirkungen auf die langfristigen Programme des SRK im Ausland. Gemeinsam mit den lokalen Schwestergesellschaften und der DEZA hat das SRK diese angepasst und konnte rasch wichtige Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus umsetzen. In 20 der rund 30 Einsatzländer unterstütze das SRK Nothilfeprojekte mit zusätzlichen finanziellen Beiträgen von rund 7 Millionen Franken.

Rotkreuzpreis 2021 geht an den Verein «Afghanistanhilfe»

An der Rotkreuzversammlung wurde zum 9. Mal der Rotkreuzpreis für humanitäre Leistungen besonderer Qualität verliehen. Der mit 30'000 Franken dotierte Rotkreuzpreis 2021 geht an den Verein «Afghanistanhilfe». Der Verein leistet in Afghanistan trotz schwierigster politischer Umstände seit über 30 Jahren humanitäre Hilfe. Mit dem Unterhalt eines Spitals und verschiedenen kleineren Gesundheitszentren leistet die «Afghanistanhilfe» einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung. Daniel Biedermann, Präsident der Jury, zur Wahl: «Die ‘Afghanistanhilfe’ beeindruckte uns insbesondere durch ihre grosse Breitenwirkung und dass der Verein vollständig ehrenamtlich geführt wird.» Die Jury hat zudem einen Förderpreis von 5'000 Franken an den Verein «Sportegration» aus Zürich vergeben. Der Verein setzt auf Sport als Mittel zur Integration und bietet in Zürich und Umgebung Sporttrainings sowie Bildungskurse für geflüchtete Menschen an.

Neue Mitglieder für Rotkreuzrat und Geschäftsprüfungskommission

Danielle Breitenbücher trat nach acht Jahren als Vertreterin der Jugend SRK aus dem Rotkreuzrat zurück. Die Delegierten wählten Aline Muller zum neuen Mitglied des Rotkreuzrates und damit zur Vertreterin der Jugend SRK im Rotkreuzrat. Sie ist seit mehreren Jahren beim Schweizerischen Samariterbund (SSB) an der Basis wie auch in verschiedenen Komitees aktiv. Die Rotkreuzversammlung dankte Danielle Breitenbücher für ihren langjährigen Einsatz für das Schweizerische Rote Kreuz. Ralph Ammann wurde von den Delegierten neu in die Geschäftsprüfungskommission gewählt.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) ist die grösste humanitäre Organisation der Schweiz. Es engagiert sich in den Bereichen Gesundheit und Unterstützung im Alltag, Integration und Migration sowie Suche, Rettung und Katastrophenhilfe.

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