Samariter

Die «stillen Helfer» im Mittelpunkt: Samariterfest in Tenero

Samariterinnen und Samariter aller Generationen feierten den 125. Geburtstag des Schweizerischen Samariterbundes mit einem grossen Fest im Tessin. Das Programm: Ein Wettkampf in erster Hilfe, Spiel, Sport, Musik und gemütliches Zusammensein.

Allen schlechten Wetterprognosen zum Trotz waren sie am Pfingstsamstag ins Tessin gereist: die angemeldeten 1200 Samariterinnen und Samariter, die Mitglieder der Help Samariterjugend aus der Schweiz und Liechtenstein. Mit dabei waren auch einige Ersthelfer vom Deutschen und vom Österreichischen Roten Kreuz. Auf dem Gelände des nationalen Jugendsportzentrums in Tenero (CST), wo das Jubiläumsfest des SSB stattfand, wurden die Gäste für ihre Zuversicht belohnt.

Zwar regnete es in der Nacht auf Sonntag und am Sonntagmorgen. Doch als die Versammelten in weisse und rote T-Shirts gekleidet am Sonntagnachmittag gemeinsam das s+-Logo ihrer Organisation bildeten, lachte ihnen sogar die Sonne ins Gesicht.

Die Samaritervereine sind bekannt für ihre Sanitätsdienste und ihre Kurse in Erster Hilfe. Seit 125 Jahren leisten sie als Freiwillige einen grossen Beitrag zum Allgemeinwohl. Beim Jubiläumsanlass in Tenero stellen sich die «Helfer im Hintergrund» einmal selbst in den Mittelpunkt.

Freiwillig helfen: eine urschweizerische Institution

«Das haben wir Samariter verdient», erklärte Monika Dusong, die Zentralpräsidentin des SSB, bei der Begrüssung: «Die Samariter sind eine urschweizerische Institution. Jeder und jede hatte schon einmal mit ihnen Kontakt, sei es am Sanitätsposten bei einem Sportanlass, einer Gewerbeschau, einem Dorffest oder im Rahmen einer Erste-Hilfe-Ausbildung. Eindrücklich ist die Zahl der Stunden, welche die Samariterinnen und Samariter für das Allgemeinwohl leisten: 2012 waren es 660‘000 Stunden. Würde man diese Arbeit mit Festangestellten bewältigen wollen, müsste man ein ansehnliches Unternehmen mit über 350 Vollzeitstellen auf die Beine stellen.»

Im Jahr 1888 hatten sich die ältesten Samaritervereine zu einer Dachorganisation, dem Schweizerischen Samariterbund SSB, zusammengeschlossen. Heute sind es 1100 Samaritervereine, 123 Jugendgruppen und 30‘000 Aktive, welche die Arbeit der Gründer fortführen.