Glücksmimosen

Mimosenzweige als Glücksbringer

Am 30. und 31. Januar 2015 fand wiederum der traditionelle Mimosenverkauf zugunsten benachteiligter Kinder statt. Freiwillige des Roten Kreuzes führten an diesen beiden Tagen in der Westschweiz Standaktionen durch.

Zum Jahresbeginn verkauften jeweils Hunderte von Freiwilligen des Roten Kreuzes auf der Strasse Mimosenzweige für benachteiligte Kinder. Auch am 30. und 31. Januar waren die sonnengelben Blütenrispen wieder in zahlreichen Städten in den Kantonen Genf, Waadt, Neuenburg, Freiburg, Wallis, Jura und Bern erhältlich. Der Erlös geht an Familien, deren knappes Budget nicht reicht, um ihren Kindern Freizeitaktivitäten oder Gesundheitskosten zu finanzieren. Ferienlager, Betreuung von kranken Kindern, Zahnbehandlungen, Brillen oder Krankenkassenprämien – jeder verkaufte Mimosenzweig bringt ein wenig Licht in den Alltag eines Kindes.

Dank dem Engagement der freiwilligen Verkäuferinnen und Verkäufer kamen 2014 allein im Kanton Waadt über 91'000 Franken zusammen. Damit konnten 247 Kinder unterstützt werden. Organisiert wird die Aktion von den Westschweizer Rotkreuz-Kantonalverbänden.

Eine langjährige Tradition

Der erste Mimosenverkauf geht auf die schwierigen Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Über das Schweizerische Rote Kreuz wurden damals Zehntausende von französischen Kindern in der Schweiz aufgenommen, darunter mehr als 3000 aus der Region Cannes. Zum Dank sandten Mimosenproduzenten aus dem Südosten Frankreichs Blumen an die humanitäre Organisation. Daraus entstanden die Glücksmimosen, die seither jedes Jahr auf der Strasse verkauft werden.