Gemeinsam gegen Einsamkeit

Rotkreuz-Freiwillige gegen soziale Isolation

Jede dritte Person in der Schweiz fühlt sich einsam. Wichtige Bezugspersonen für iso-lierte Menschen sind die Freiwilligen vom Besuchs- und Begleitdienst SRK. In der Pandemie sind sie gefragter denn je, aber auch besonders gefordert.

Fühlen Sie sich einsam? Das Rote Kreuz ist für Sie da

Soziale Kontakte bringen Abwechslung in den Alltag und sind eine wichtige Voraussetzung, um gesund zu bleiben. Die Freiwilligen des SRK bieten genau dies an: Ein Treffen zum Kaffee, ein Spaziergang oder eine Spielrunde. Die Dienstleistung ist kostenlos und flexibel: Regelmässige wöchentliche Treffen mit einer Bezugsperson oder eine punktuelle Begleitung an einen Termin. Um noch mehr über dieses Angebot zu erfahren, kontaktieren Sie das Rote Kreuz in Ihrer Region.

Ungewollte Einsamkeit ist belastend und beeinträchtigt das psychische Wohlbefinden. Mit dem Alter erhöht sich das Risiko, allein zu sein. Eingeschränkte Mobilität und der Verlust nahestehender Menschen erschweren es, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Gemäss der Schweizerischen Gesundheitsbefragung von 2017 fühlten sich rund 70'000 ältere Menschen einsam. Mit der Corona-Pandemie hat sich diese Situation zugespitzt. Ältere Menschen zogen sich vermehrt zurück und waren auch vom Besuchsverbot in Institutionen betroffen. Das Gefühl von Einsamkeit hat bei Menschen über 65 Jahren weiter zugenommen. Dies bestätigt eine Befragung der Fachhochschule Nordwestschweiz vom Frühjahr 2020.

«Dank der Corona-Impfung und Schutzmassnahmen können wir die betroffenen Menschen wieder persönlich besuchen und die dringend notwendige Unterstützung leisten»

Andreas Bircher, Leiter Entlastungsdienste SRK

Dank Corona-Schutzmassnahmen ist der Besuchs- und Begleitdienst weiterhin möglich

Der Besuchs- und Begleitdienst des SRK ist eine bewährte Dienstleistung, die in der Corona-Krise weiter an Bedeutung gewonnen hat. 22 Rotkreuz-Kantonalverbände bieten ihn an und betreuen 9’400 Kundinnen und Kunden. Dank laufenden Anpassungen konnten sie in der Coronakrise weiter unterstützt werden, unter anderem durch telefonische Begleitung, Besorgungsdienst und Rekrutierung von jüngeren Freiwilligen. Seit Mitte 2020 wird ein strenges Schutzkonzept umgesetzt, das auch Freiwilligen der Risikogruppen wieder Einsätze ermöglicht.