Jobs im Ausland

Kurzzeiteinsätze in der Nothilfe

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) leistet im Ausland humanitäre Hilfe. Koordiniert wird die Nothilfe von der Föderation der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Für Einsätze in Notfallteams, sogenannten Emergency Response Units (ERU), steht beim SRK ein Pool von Spezialisten und Spezialistinnen bereit.

Ein Nothilfe-Einsatz kann bis zu vier Monaten dauern, wobei die Team-Mitglieder normalerweise nach einem Monat abgelöst werden. Ein Grossteil der Poolmitglieder sind Berufsleute, die in der Privatwirtschaft tätig sind, im Fall von Gesundheitsfachleuten auch in Spitälern oder Arztpraxen. Von ihren jeweiligen Arbeitgebern werden sie für die Dauer der Einsätze freigestellt.

Bedingungen für die Aufnahme in den Expertenpool

Der Bedarf an Pool-Mitgliedern ist beschränkt, da in erster Linie auf lokale Ressourcen im Einsatzland zurückgegriffen wird. Die Einsätze erfolgen in einem oft international gemischten Team. Sie sind in jedem Fall mit einem Ausbildungsmandat verbunden: Es geht nicht nur darum, Nothilfe zu leisten, sondern auch lokale Partner und Mitarbeitende zu schulen. Poolmitglieder müssen deshalb eine solide Grundausbildung und vertiefte Berufserfahrung im entsprechenden Fachbereich mitbringen.

Die Mitglieder des Personal-Pools müssen innerhalb von 48 Stunden einsatzbereit sein. Zwingend ist ausserdem die Bereitschaft des Arbeitgebers, eine kurzzeitige Freistellung von mindestens einem Monat pro Jahr zu gewähren. Darüber hinaus ist die Teilnahme an einer einmaligen Grundausbildung sowie jährlichen Weiterbildungen von je zirka sieben Tagen obligatorisch.

Berufsbereiche

Das SRK setzt im Rahmen seiner Nothilfe-Teams Fachleute aus folgenden Bereichen ein:

  • Ärztinnen/Ärzte
  • Krankenpflegepersonal
  • Hebammen/Geburtshelfer
  • Fachleute für Gesundheitswesen (Public Health)
  • Logistikerinnen/Logistiker (verschiedene Fachrichtungen)

Anforderungen

Die Anforderungen an die Mitglieder eines Nothilfe-Pools sind entsprechend der vielseitigen und schwierigen Aufgaben breit gefächert und anspruchsvoll. Nur Kandidatinnen und Kandidaten, die den folgenden Minimalanforderungen genügen, können aufgenommen werden.

  • Abgeschlossene Berufsausbildung:
  • Für medizinisches Personal: eidg. anerkanntes Arztdiplom, vorzugsweise mit Spezialisierung in Public Health, oder dipl. Pflegefachfrau/mann HF mit Spezialausbildung in Public Health oder als Hebamme
  • vorzugsweise Auslanderfahrung in Entwicklungsländern und/oder in Katastrophengebieten
  • sehr gute Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch (weitere Sprachen von Vorteil)
  • Takt, Einfühlungsvermögen, Bereitschaft zur Annahme fremder Werte und Kulturen, diplomatisches Geschick
  • gute physische und psychische Kondition
  • Anpassungsfähigkeit an schwierige Situationen, Belastbarkeit

Bei Interesse: Initiativbewerbung International