FAQs

Häufige Fragen zu unserer Organisation

Was Sie schon immer über das SRK wissen wollten

Über das SRK allgemein

Integration

Mithelfen

Babysitting

Kurse

Erste Hilfe

Notrufsystem

Patientenverfügung SRK

Über das SRK allgemein

Welcher Anteil von Spendengeldern geht direkt an Bedürftige bzw. Projekte, und welcher Anteil wird für die Verwaltung verwendet?

Bei jeder Projektfinanzierung geht das SRK davon aus, dass im Durchschnitt etwa 15% für die allgemeine Verwaltung verwendet werden müssen. Das kommt davon, dass eine gewisse Verwaltungstätigkeit immer nötig ist. Zum Beispiel braucht es eine Buchhaltung, um die Spenden zu verwalten, es braucht eine Direktion oder eine Personalabteilung. Im Jahr 2015 betrug der Aufwand für Verwaltung und Fundraising 14%. Dieser Anteil liegt innerhalb der Normen der ZEWO und wird von dieser überwacht.

Das SRK kommt Aussenstehenden wie eine grosse Administration vor...

Die Geschäftsstelle des SRK zählte 2015 303 Vollzeit-Stellen. Davon entfällt ungefähr die Hälfte auf die operativen Departemente Internationale Zusammenarbeit sowie Gesundheit und Integration. Die eigentliche Verwaltung ist also gar nicht so gross. Das SRK strebt danach, mit modernen Management-Instrumenten die Wirksamkeit seiner Verwaltung möglichst hoch zu halten und immer wieder zu steigern.

Das SRK hat die Humanitäre Stiftung im Hintergrund – weshalb ruft es dennoch zu Spenden auf?

Die Humanitäre Stiftung hat zum Zweck, mit seinen Erträgen neuen Projekten eine Anstossfinanzierung zu geben. Sie will nicht bestehende Finanzquellen ersetzen, sie will Projekte auch nicht dauerhaft finanzieren. Deshalb ist das SRK weiterhin auf bestehende und bewährte Finanzquellen angewiesen, um seine bisherigen Tätigkeiten zu finanzieren. Dazu gehören auch die Spenden, die etwa einen Sechstel – inklusive materieller Spenden etwa einem Fünftel – der Einnahmen der Geschäftsstelle ausmachen.

Das SRK bezeichnet sich als neutral – ist das nicht eine Ausrede, um nicht Stellung beziehen zu müssen?

Neutralität ist einer der sieben weltweit anerkannten Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Mit ihm will das Rote Kreuz sicher stellen, dass es für alle Seiten ein vertrauenswürdiger Partner sein kann. Es beteiligt sich deshalb nicht an politischen oder ideologischen Auseinandersetzungen. Neutralität ist auch eine Voraussetzung, um glaubwürdig den Grundsatz der Unparteilichkeit umzusetzen: nur einer neutralen Organisation wird man glauben, dass sie ihre Leistungen unterschiedslos für alle erbringt. Das Rote Kreuz ist aber auch dem Grundsatz der Menschlichkeit verpflichtet. Er umschreibt das oberste Ziel der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung: menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern. Die anderen Grundsätze sollen es ermöglichen, dieses Ziel zu erfüllen. Bei einem Konflikt zwischen einem anderen Grundsatz und jenem der Menschlichkeit hat der Grundsatz der Menschlichkeit Vorrang. Das Rote Kreuz nimmt deshalb Stellung, wenn das Prinzip der Menschlichkeit bedroht ist.

Das SRK erhält Gelder der öffentlichen Hand – kann es da noch unabhängig sein?

Das SRK erhält keine öffentlichen Subventionen, sondern Abgeltungen für Leistungen, die es im Auftrag von Bund oder Kantonen erbringt. Diese Leistungen beruhen auf Verträgen, die zwischen autonomen und gleichberechtigten Partnern abgeschlossen werden. Die Geldgeber kontrollieren selbstverständlich die Verwendung der von ihnen zur Verfügung gestellten Mittel, aber durch die Verträge ist sicher gestellt, dass sie keinen Einfluss auf die Geschäftspolitik des SRK nehmen können.

Integration

Asyl Suchenden in der Schweiz geht es offenbar gut. Warum ist es notwendig, dass sich das SRK engagiert?

Entgegen der verbreiteten Meinung, die Schweiz würde Asyl Suchenden ein gutes Leben finanzieren, erhalten diese vorwiegend Naturalleistungen. Die Fürsorgeunterstützung, die sie erhalten, müssen sie sogar zurückzahlen. Sie erhalten nur die minimale medizinische Grundversorgung. Während der ersten drei Monate dürfen Asyl Suchende nicht arbeiten. Wenn sie später arbeiten, so können sie dies nur in Bereichen, für die sich keine Schweizerinnen und Schweizer finden, und dies zumeist zu tiefen Löhnen.
 
Asyl Suchende sind oft traumatisiert von der Gewalt, die sie in der Heimat oder auf der Flucht erlebt haben. Viele unter ihnen leiden physisch und psychisch. Ihr Alltag ist erschwert. Sie können ihr Leben nicht aktiv planen solange nicht sicher ist, ob sie als Flüchtlinge in der Schweiz bleiben können. Die unsichere Zukunftsperspektive wirkt sich belastend aus. Viele erleben täglich Misstrauen und Vorurteile durch die Umgebung. Ihre gesellschaftliche Integration während des Asylverfahrens ist nicht vorgesehen. So leben sie meist räumlich getrennt von der Schweizer Bevölkerung in peripheren Kollektivunterkünften oder günstigen Wohnungen. Viele fühlen sich isoliert und sozial ausgeschlossen.
 
Das SRK engagiert sich gemäss seinem Grundsatz «Hilfe für die Verletzlichsten» für diese Menschen, da sie hilfsbedürftig und in ihrer Menschenwürde bedroht sind.

Wie unterstützt das SRK Asyl Suchende?

In den Kantonen Uri und Glarus ist das SRK für die Unterkunft und Betreuung von Asyl Suchenden zuständig. Zudem führt das SRK in den Kantonen Uri, Glarus, Freiburg, Genf, Tessin und Zürich Rückkehrberatungsstellen, wo die Asyl Suchenden Informationen über die Lage in ihren Heimatländern erhalten und individuell über Rückkehrmöglichkeiten beraten werden.

Wie geht das SRK mit kriminellen Asyl Suchenden um?

Statistiken belegen: Rund 90% aller Asyl Suchenden verhalten sich korrekt und werden nicht straffällig. Das SRK ist für ein striktes und korrektes Vorgehen gegen Kriminelle im allgemeinen. Die Zusammenarbeit mit der Polizei ist wichtig und nötig.
 
Die Datenlage auf dem Gebiet der Kriminalität im Asylbereich ist sehr schlecht. Es fehlen Übersichten auf kantonaler und gesamtschweizerischer Ebene. Drogenhandel und die dazugehörende Kriminalität sind gesamtgesellschaftliche Probleme. Ein blockierter Vollzug der Wegweisung macht das Asylverfahren attraktiv für kriminelle Kreise, und es kann angenommen werden, dass gezielt Kriminelle ins Asylverfahren eingeschleust werden.
 
Polizeiliche Ermittlungen laufen verdeckt. Es kann also durchaus vorkommen, dass ein Asyl Suchender, der sich in einem Asylbewerberzentrum korrekt verhält, bei einer Razzia als Drogendealer überführt wird, ohne dass die Betreuungspersonen des SRK etwas von seiner kriminellen Tätigkeit ahnen konnten. Das SRK verfolgt das Problem aufmerksam.

Warum sollen Migrantinnen und Migranten häufiger krank sein als Schweizerinnen und Schweizer?

Migrantinnen und Migranten sind zahlreichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt: Häufig flüchten sie aus Ländern, in denen das Gesundheitswesen zusammengebrochen ist. Hinzu kommen traumatisierende Erfahrungen im Krieg und auf der Flucht, sowie schwierige Lebensbedingungen im Exil, welche die Gesundheit stark belasten können. Sprachliche und strukturelle Barrieren erschweren ihnen den Zugang zu den Angeboten der Gesundheitsversorgung im Aufnahmeland. 

Das Departement Gesundheit und Integration des SRK ist bestrebt, diese Barrieren zu verringern, und bietet Kurse und Information zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Migrantinnen und Migranten.

Was unternimmt das SRK im Bereich Gesundheit und Integration?

Das Schweizerische Gesundheits- und Sozialwesen ist auf migrationsspezifische Fragen zu wenig vorbereitet. In Spitälern fehlt es häufig am notwendigen Fachwissen und die strukturellen Voraussetzungen für eine angemessene Betreuung von Menschen aus anderen Kulturen. Migrantinnen und Migranten sowie Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen finden beim SRK ein vielfältiges Angebot an Behandlung, Weiterbildung, Beratung, Information und Dokumentation. Das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer ist auf die Therapie von Menschen spezialisiert, die durch systematische Gewalt traumatisiert wurden.

Dienstleistungen für Migrantinnen und Migranten werden wenn möglich in deren Muttersprache angeboten. Es stehen auch Übersetzerinnen und Übersetzer mit Erfahrung in transkultureller Vermittlung zur Verfügung.

Das SRK leistet einen Beitrag zur besseren Gesundheit und zum besseren Verständnis von Menschen ausländischer Herkunft in unserer Gesellschaft.

Mithelfen

Ich würde gerne als Freiwillige/r für das Schweizerische Rote Kreuz arbeiten. Was muss ich tun, an wen kann ich mich wenden?

Im Inland können die Kantonalverbände und Rettungsorganisationen des Schweizerischen Roten Kreuzes auf das freiwillige Engagement von ca. 70'000 Menschen zählen. Freiwillige leisten beispielsweise betagten Menschen Gesellschaft, gestalten eine Website oder installieren Notrufsysteme. Wenn auch Sie gerne mitmachen möchten, können Sie sich beim Kantonalverband Ihrer Wahl melden.

Im Ausland setzt das SRK ausschliesslich erfahrene Berufsleute und lokale Fachkräfte ein.

Kann ich ein Praktikum im Ausland machen?

Das SRK setzt im Ausland erfahrene Fachleute mit spezieller Berufserfahrung ein. Die Anforderungen an Delegierte sind entsprechend der vielseitigen und schwierigen Aufgaben breit gefächert und anspruchsvoll. Aus diesem Grund bietet das SRK im Ausland keine Praktikumsplätze an.

Kann ich für das Rote Kreuz im Ausland arbeiten?

Der Bedarf für Delegierte ist beschränkt. Wenn immer möglich setzt das SRK lokale Fachleute ein. Ein Einsatz dauert 6 –24 Monate. Neben Auslanderfahrung sind eine solide Grundausbildung und vertiefte Berufserfahrung im entsprechenden Fachbereich (medizinisch, para-medizinisch oder logistisch) erforderlich.

Wie kann ich bei einer Katastrophe im Ausland am besten helfen?

Naturkatastrophen und Kriege sind Ausnahmesituationen. Hier ist rasche Hilfe durch ausgebildete Fachleute gefragt. Am wirksamsten helfen Sie in dieser dringenden Notsituation mit Geldspenden: PC 30-4200-3; bitte Spendezweck vermerken

Ich möchte Naturalien (Esswaren, Kleider, usw.) spenden. Was muss ich tun?

Für Nothilfe im Ausland kann das SRK keine einzelnen Naturalienspenden entgegennehmen weil:

  • Rotkreuz-Hilfsgüter standardisiert sind
  • Das Rote Kreuz die Einfuhrbestimmungen berücksichtigen muss
  • Nur grosse Quantitäten von Hilfsgütern gefragt sind
  • Es logistisch nicht möglich ist, diverse einzelne Spenden als Hilfsgüter zu liefern

Grössere Materialspenden wie Spitalmobiliar oder medizinisches Verbrauchsmaterial können zum Teil in langfristigen Programmen eingesetzt werden.

Babysitting

Wann findet in meiner Region der nächste Babysitting-Kurs statt?

Der Babysitting-Kurs wird von den Rotkreuz-Kantonalverbänden erteilt. Über das Datum des nächsten Kurses erteilt Ihnen der Verband in Ihrer Nähe Auskunft.

Wo finde ich einen vertrauenswürdigen Babysitter?

Der Rotkreuz-Kantonalverband in Ihrem Wohnkanton kann Ihnen angeben, wie Sie einen guten Babysitter finden können.

Wieviel muss ich einem Babysitter bezahlen?

Der Preis für eine Stunde Baby-sitting ist von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich. Auskunft über die üblichen Tarife in Ihrer Region erteilt Ihnen der Rotkreuz-Kantonalverband in Ihrer Nähe.

Kurse

Wann findet in meiner Region der nächste Kurs für Pflegehelferinnen SRK statt?

Der Pflegehelferinnenkurs wird von den Kantonalverbänden des Schweizerischen Roten Kreuzes erteilt. Über das Datum des nächsten Kurses erteilt Ihnen der Verband in Ihrer Nähe Auskunft.

Wann findet in meiner Region der nächste Babysitting-Kurs statt?

Der Babysitting-Kurs wird von den Rotkreuz-Kantonalverbänden erteilt. Über das Datum des nächsten Kurses erteilt Ihnen der Verband in Ihrer Nähe Auskunft.

Erste Hilfe

Wie ist die Erste Hilfe in der Schweiz organisiert?

In der Schweiz ist der Samariterbund, ein Mitglied des Schweizerischen Roten Kreuzes, für die Erste Hilfe zuständig. Nähere Information dazu finden Sie auf der Website des Samariterbundes

Notrufsystem

Ist es nicht möglich, eine Kontaktperson vor die Notrufzentrale zu schalten?

Grundsätzlich machen wir dies aus folgenden Gründen nicht: Die Notrufzentrale ist 24 Stunden pro Tag besetzt und gewährt somit, dass der Notruf immer entgegengenommen wird. Im Weiteren werden alle Fehlalarme entgegengenommen und dadurch die Kontaktperson entlastet, vor allem nachts.

Warum kommt nicht direkt jemand vom SRK?

Dies ist eine Frage der Organisation und der Kosten. Die Kundin soll einen Alarm auslösen können, ohne dass damit hohe Kosten verbunden sind. Würde jedes Mal Fachpersonal einer Organisation ausrücken, wäre dies mit weiteren Kosten verbunden. Hinzu kommt, dass in den meisten Fällen kein Fachpersonal benötigt wird und die Situation mit einer Person aus der Nachbarschaft geklärt werden kann. Die Kontaktpersonen wohnen in der Nähe und sind somit sehr schnell bei der Kundin. Gleichzeitig ist dies eine Möglichkeit, das soziale Netz mit einzubeziehen und zu fördern.

Ich kann nicht drei Kontaktpersonen anfragen. Gibt es trotzdem eine Möglichkeit, das Notrufsystem zu installieren?

In bestimmten Regionen arbeitet das SRK mit Partnerorganisation zusammen. Für einen zusätzlichen Betrag kann z.B. bei der Sanität ein Schlüssel hinterlegt werden. Die Sanität interveniert dann, wenn keine Kontaktperson erreichbar ist. Die Koordination der Schlüsselab- bzw. Schlüsselrückgabe übernimmt das SRK.

Was passiert, wenn ich einen Fehlalarm auslöse?

Die Notrufzentrale ist sich bewusst, dass man versehentlich den Knopf so berühren kann, dass damit ungewollt ein Fehlalarm ausgelöst wird. Sie nimmt den Anruf freundlich entgegen und es gibt eine kurzes Gespräch. Ausser den Telefonspesen entstehen dadurch keine Kosten.

Funktioniert das Gerät auch im Garten und im Keller?

Man spricht von einer Reichweite von +/- 150 m! Es kommt aber auf die Beschaffenheit der Mauern, der Fenster usw. an. Bei der Installation wird ein Reichweitetest durchgeführt, dabei kann man der Kundin genau zeigen, wo der Notruf funktioniert und wo nicht.
Je nach Situation kann ein mobiles Notrufgerät zusätzlichen Nutzen bringen. Das SRK in Ihrer Region informiert gerne über Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten. 

Ich möchte das Gerät kaufen und nicht mieten, ist das möglich?

Grundsätzlich vermieten wir die Geräte. Das hat zum Vorteil, dass die Geräte vom SRK gewartet werden. Beispiel: geht eine Meldung an die Zentrale, dass die Batterie gewechselt werden muss, leitet diese die Meldung an die zuständige SRK-Stelle weiter, welche die Batterie innerhalb der vorgegebenen Frist wechselt.
Das Angebot im Bereich Notruf wird von den Rotkreuz-Kantonalverbänden erbracht. Aus diesem Grund können die Dienstleitungsangebote je nach Kanton unterschiedlich ausfallen. Vereinzelte Rotkreuz-Kantonalverbände bieten das Notrufgerät zum Kauf an. Der Service der Notrufzentrale und die Wartung des Notrufgerätes, kann gegen eine monatliche Gebühr eingeholt werden.

Haben Sie auch eine Lösung für Gehörlose, Sprach- und Sprechbehinderte?

Wir können folgende Lösungsmöglichkeit vorschlagen:

  • Gehörlose: Die Notrufzentrale wird über die Behinderung informiert. Bei einem Alarm sendet die Notrufzentrale ein Fax an die Kundin, mit der Bitte zu antworten. Bleibt die Antwort aus, wird von Notrufzentrale sofort Hilfe organisiert. Sie nimmt mit einer von der Kundin angegebenen Hilfsperson Kontakt auf und leitet die nötigen Massnahmen ein. 
  • Sprachbehinderung: Die Notrufzentrale wird über die Behinderung informiert. Sie stellt dann alle Fragen so, dass sie mit «ja» oder «nein» beantwortet werden können (Beispiel: «Frau X, ist bei Ihnen alles okay?») Wir haben bereits bei mehreren Personen mit Sprachbehinderung das RK-NRS installiert und die Erfahrung gemacht, dass das Antworten mittels Klopfzeichen oder einer anderen vereinbarten Kontaktaufnahme (Hupen, Pfeifen usw.) funktioniert. Kommt vom Kunden kein eindeutiges Zeichen, welches den Alarm als Fehlalarm deklariert, wird von der Notrufzentrale sofort Hilfe organisiert. Sie nimmt mit einer von der Kundin angegebenen Hilfsperson Kontakt auf und leitet die nötigen Massnahmen ein.
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Haben Sie einen Mobilen Notruf?

Ja wir haben einen mobilen Notruf. Das Angebot im Bereich Notruf wird von den Rotkreuz-Kantonalverbänden erbracht, aus diesem Grund können die Dienstleitungsangebote je nach Kanton unterschiedlich ausfallen.
Von allen Rotkreuz-Kantonalverbanden wird jedoch zum stationären Rotkreuz-Notruf (Casa) die Möglichkeit angeboten, Ihr eigenes Handy auf die Notrufzentrale aufzuschalten. Kommt es unterwegs zu einem Notfall, können Sie mit Ihrem Handy die Notrufzentrale kontaktieren und werden von dieser als Kundin identifiziert. Sie nennen Ihren Standort und erklären die Situation. Die Notrufzentrale leitet die nötigen Massnahmen ein und bietet eine Kontaktperson, Arzt oder Ambulanz auf.
Von vereinzelten Rotkreuz-Kantonalverbänden wird bereits die Möglichkeit angeboten, ein mobiles Notrufgeräte (Handy) ohne stationäre Einheit in Verbindung mit der Notrufzentrale zu nutzen.
Wenn der zusätzliche Wunsch besteht, dass die Benutzenden auch mittels GPS geortet werden sollen, bieten vereinzelnde Rotkreuz-Kantonalverbende ein entsprechendes mobiles Notrufgerät mit GPS an.
Eine GPS-Ortung ist nur im Freien und auf speziell bezeichneten Geräten möglich. Diese Ortung kann auf einige Meter genau sein. GPS kann eine Unterstützung in der Rettungskette sein. GPS hat aber auch seine klaren Grenzen: Die Ortung ist in vielen Fällen nicht möglich (keine Satellitenverbindung – gerade in städtischer Umgebung ist die freie Sicht zu den GPS-Satelliten oft stark eingeschränkt, in geschlossenen Räumen nicht möglich).
Das SRK in der Region informiert gerne über Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten. 

Wann die Uhr mit dem Knopf und wann ein Handy?

Das stationäre Rotkreuz-Notrufsystem ist sinnvoll für Personen, die allein leben und in einer Notsituation nicht bemerkt würden. Zu Hause tragen sie die Alarmtaste am Arm und sind somit sofort in Kontakt mit der Notrufzentrale. Kurz, sie haben die Alarmtaste immer «zur Hand», ohne immer daran denken zu müssen. Anders wäre dies mit dem Handy. Wechselt man einen Raum, muss dieses mitgenommen werden. Trägt man genau dann das Handy auf sich, wenn man in der Küche oder im Bad stürzt?
Ist die Person mobil und möchte auch Sicherheit unterwegs, nimmt sie ihr Handy ganz bewusst mit, um im Notfall einen Alarm auslösen zu können (siehe mobiler Notruf).

Patientenverfügung SRK

Welches sind die Vorteile einer Patientenverfügung SRK und an wen kann ich mich wenden?

Die Patientenverfügung SRK gibt bei Unfall und Krankheit Auskunft, auf welcher Basis medizinische Behandlungsentscheide getroffen werden sollen, falls man nicht mehr in der Lage ist, selbst zu bestimmen. Vorerst bieten die Rotkreuz-Kantonalverbände Aargau, Glarus, Graubünden, Luzern, Solothurn, Wallis, Zug und Zürich Beratung für die Erstellung einer solchen Vorsorgeverfügung sowie deren Hinterlegungsmöglichkeit an.