SRK-Botschafterin Nubya

«Was wirklich zählt»

Gastkolumne von Nubya

Als ich Ende letzten Jahres immer wieder Details vom Ausmass der Taifunkatastrophe auf den Philippinen las oder hörte, dachte ich zurück an meine Reise nach Haiti 2011. Ich reiste anderthalb Jahre nach dem Erdbeben auf die Karibikinsel, als das SRK mit dem Wiederaufbau beschäftigt war. Deshalb ging ich davon aus, dass wohl nur noch wenige Spuren an die verheerende Katastrophe erinnern würden. Weit gefehlt! Immer noch zeugten viele Ruinen, Risse und eingestürzte Gebäude davon, wie immens die zerstörende Kraft damals gewesen sein musste. Trotz allen bekannten Zahlen und Fakten konnte ich mir die tatsächlichen Dimensionen mit Distanz zum Ereignis gar nie richtig vorstellen. Das wurde mir damals klar.

Unsere Kinder im Teenageralter sollten mit eigenen Augen sehen, dass unser Lebensstil nicht selbstverständlich ist.

Ich wurde mir einmal mehr bewusst, was wirklich zählt und schätze, was wir haben. Das geht sicher leichter, wenn man selber schon in ein Land gereist ist, in dem es nicht jeden Luxus gibt. Eigentlich sollten schon unsere Kinder im Teenageralter mit eigenen Augen sehen, dass unser Lebensstil nicht selbstverständlich ist. Ich weiss, dass es nicht möglich ist, dass ganze Schulklassen in benachteiligte Weltgegenden reisen, obschon es sicher die Wertehaltung von jungen Menschen positiv beeinflussen würde. Ich werde jedenfalls die Eindrücke nie vergessen, die ich damals als Jugendliche in Nigeria - dem Heimatland meines Vaters – machen durfte.

Mit einem kleinen Beitrag die Zukunft sicherer gestalten

Entsprechend meinen Möglichkeiten möchte ich mich regelmässig für humanitäre Zwecke engagieren. Und weil ich weder die Zeit noch die Erfahrung habe, um selber in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv zu werden, unterstütze ich das Schweizerische Rote Kreuz. Einerseits indem ich als Botschafterin Andere fürs Spenden sensibilisiere und andererseits mit einer SRK-Patenschaft. Den monatlichen Betrag bestimme ich selber und ich brauche keine zusätzliche Rechnung zu zahlen, weil ich einen Dauerauftrag mache. Für das SRK hat es den Vorteil, dass es auf meine Unterstützung regelmässig zählen kann.

Denn je mehr ich mich als SRK-Botschafterin über die Arbeit des SRK informiere, umso mehr verstehe ich, dass es eine gute Planung braucht. So werden nun auf den Philippinen – wie auch schon auf Haiti – Häuser gebaut ohne unnötigen Luxus, aber stabil genug, damit sie das nächste Erdbeben oder den nächsten schweren Sturm überstehen. Ich habe mit meiner Patenschaft einen kleinen Teil dazu beigetragen und auch in die Bereitschaft des SRK investiert, damit genügend Mittel vorhanden sind, wenn andere Menschen in Not wieder Hilfe brauchen.