Rotkreuz-Ball in Genf

Rekorderlös für unterstützungsbedürftige ältere Menschen

Der Ball des Schweizerischen Roten Kreuzes und des Genfer Roten Kreuzes brachte dieses Jahr die Rekordsumme von 1'000'000 Franken ein. Mit diesem Erlös werden in Armenien und in Genf ältere Menschen unterstützt, die auf Betreuung und Begleitung angewiesen sind.

Bei seinen Projekten in Armenien arbeitet das Schweizerische Rote Kreuz mit dem Armenischen Roten Kreuz zusammen. Mit dem Reingewinn des Balls können ältere Menschen unterstützt werden, die isoliert in ländlichen Regionen leben. Das Rote Kreuz begleitet und betreut sie, damit sie in Würde zu Hause leben können, und verbessert ihren Zugang zu Gesundheitsleistungen. Wie andere Länder in Zentralasien und Osteuropa ist auch Armenien stark von Abwanderung betroffen. Dies verstärkt die Isolation der älteren Menschen, die alleine zurückbleiben.

Aus dem Erlös des Rotkreuz-Balls werden auch drei lokale Programme des Genfer Roten Kreuzes finanziert. Sie fördern die Solidarität unter den Generationen und die soziale Integration von alleinstehenden Menschen über 70 Jahren, die niemanden haben, der sie unterstützt und ihnen beisteht. Mit diesen Programmen trägt das Rote Kreuz dazu bei, dass Menschen im Alter möglichst lange unter optimalen Bedingungen zu Hause leben können.

Zur 17. Ausgabe des Rotkreuz-Balls fanden sich über 500 Gäste ein, darunter zahlreiche Prominente. Einer der Höhepunkte des Abends war die Modeschau: Erstmals in der Schweiz wurde die Kollektion gezeigt, für die der Designer Stéphane Rolland und der aus Armenien stammende Genfer Juweliers Boghossian gemeinsam verantwortlich zeichnen. 

Moderiert wurde die Benefizveranstaltung von Mélanie Freymond und David Cuñado. Einen berührenden Auftritt boten die Chöre von Veyrier und Eaux-Vives unter der Leitung von Franz Josefovski: Kinder und Seniorinnen und Senioren verzauberten das Publikum gemeinsam, unter anderem mit einem Chanson von Charles Aznavour. Spitzenköchin Julia Sedefdjian verwöhnte die Gäste mit einem Gourmet-Dinner, in dem ihre armenischen Wurzeln und ihre Heimatstadt Nizza anklangen. Ihr aussergewöhnliches Menü bot die jüngste Sterneköchin Frankreichs, die in Paris das Restaurant Le Baieta führt, in Zusammenarbeit mit der Brigade des Hotels Mandarin Oriental Genf an. Später brachte Bob Sinclar, Star-DJ der internationalen Elektroszene, die Ballgäste in Tanzstimmung.